AD10€10 off with code AD10 at checkout
Tutorials

This post is only available in German.

Bildschirm-Platzierung im Mikro-Venue: Wo Indoor-DOOH wirklich gesehen wird (2026)

Christian Starzengruber

Christian Starzengruber

Gründer & CEO Adyoutiser

23 June 2026Last updated: 8 October 202613 min read456
Bildschirm-Platzierung im Mikro-Venue: Wo Indoor-DOOH wirklich gesehen wird (2026)

Wo dein Indoor-DOOH-Bildschirm im Salon, Café oder Wartezimmer steht, entscheidet einen großen Teil der Wirkung. 8 Schritte, 12 Anti-Pattern und Venue-spezifische Empfehlungen für Mikro-Venues in Österreich.

Lead

Du hast einen Bildschirm in deinem Salon, Café oder Wartezimmer. Du hast eine Plattform wie Adyoutiser angebunden. Du wartest auf die ersten Einnahmen — und sie kommen langsamer als erwartet. Sehr oft liegt das nicht am Tarif, nicht am Player und nicht an der Nachfrage. Es liegt daran, wo der Bildschirm im Raum hängt.

adyoutiser betreibt 20 Screens (16 Wien · 3 Bratislava · 1 Amstetten), indoor wie outdoor. Die Regel dahinter ist simpel: Zwei gleiche Bildschirme im selben Raum werden sehr unterschiedlich angesehen — je nachdem, wo sie hängen. Das ist kein Marketingstil, das ist Raumphysik.

Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du in 8 konkreten Schritten den richtigen Platz für deinen Bildschirm findest. Mit Augenhöhen-Logik, Sichtachsen-Skizze, typischen Anti-Pattern — und einem ehrlichen Hinweis, wann der Bildschirm an einem zweiten Ort hängen sollte.

Warum Platzierung bei Indoor-DOOH so viel ausmacht

Indoor-DOOH funktioniert anders als ein Plakat am Gürtel oder ein Citylight am Karlsplatz. Outdoor-DOOH bekommt seine Aufmerksamkeit von Frequenz und Größe. Indoor-DOOH bekommt seine Aufmerksamkeit von Wartezeit, Sichtachse und Augenhöhe.

Drei Datenpunkte als Orientierung:

  • Eine Untersuchung der National Retail Federation (NRF) zeigt einen +30%-Lift bei produkt­bezogenen Verkäufen, wenn ein Display auf Augenhöhe statt über Kopfhöhe positioniert ist. Quelle: NRF-Branchendaten, zusammengefasst u.a. bei AIScreen (Mounting Height Guide).
  • Die Eye-Tracking-Studie "Attention Pulse" von Framen und Lumen Research (2025) misst seit März 2025 Indoor-DOOH-Aufmerksamkeit in Hotels, Gyms und Cafés. Erste Auswertungen zeigen: Aufmerksamkeit auf digitale Screens in Supermärkten ist von 34% auf 66% gestiegen — der Anteil hängt aber massiv an Sichtachse und Bewegungsanteil im Spot (invidis: Eye-Tracking-Studie Framen).
  • Bewegtbild gegenüber Statik: +11% durchschnittliche Aufmerksamkeit (FEPE / invidis-Studie, Übersicht bei invidis).

Bedeutung für dich als Partner: Wenn der Bildschirm strukturell nicht in den natürlichen Blick fällt, hilft kein schöner Spot. Werbekunden zahlen für Plays mit Aufmerksamkeit, nicht für Plays an einer Wand, die niemand ansieht.

Die 4 physikalischen Regeln, die jede Platzierung schlagen oder brechen

1. Augenhöhe: 130–180 cm Mitte-Bildschirm

Internationale Digital-Signage-Empfehlungen (NRF, IAB Europe, mehrere Hersteller-Guides) konvergieren auf einen Bereich von 4–6 Fuß Mitte-Bildschirm — übersetzt etwa 120 bis 180 cm vom Boden zum Bildschirm-Mittelpunkt. Welcher Wert in deinem Venue der richtige ist, hängt davon ab, ob deine Gäste primär stehen oder sitzen:

Venue-TypHauptmodusEmpfohlene Mitte-Bildschirm-Höhe
Friseur (Bedienplatz, Wartebank)sitzend130–150 cm
Café (Tischbereich)sitzend130–145 cm
Café (Theke, Schlange)stehend155–175 cm
Wartezimmer Arzt/Physiositzend135–150 cm
Fitnessstudio (Trainingsfläche)stehend/bewegt165–180 cm
Beauty-Studio (Behandlungsraum)liegend200–230 cm (Decke) — Sonderfall

Diese Werte sind Erfahrungsanker, keine Norm. Wenn du mehrere Sitz- und Stehbereiche hast, zählt der Bereich mit der höchsten kumulierten Verweildauer.

2. Sichtachse: das "kostenlose Sehen" muss stattfinden

Die wichtigste Frage ist: Schauen deine Gäste den Bildschirm ohne Kopfdrehen? Indoor-DOOH funktioniert nur, wenn der Screen im natürlichen Blickkegel liegt — also dort, wo dein Gast ohnehin hinblickt, während er auf den Cappuccino, den Schnitt oder das Rezept wartet.

Bei sitzenden Gästen ist der natürliche Blickkegel etwa ±15° horizontal und ±10° vertikal um die direkte Blickachse. Wer auf einer Wartebank sitzt und zur Eingangstür schaut, sieht einen Bildschirm an der Seitenwand nur, wenn er aktiv den Kopf dreht. Das passiert in der Praxis selten.

3. Reflexion und Tageslicht: der unsichtbare Killer

Ein häufiger Fehler: Bildschirm gegenüber einer Glasfront, einer großen Spiegelwand oder Punktstrahlern. Resultat: Reflexionen am Display, Gäste sehen sich selbst statt den Spot, der Kontrast bricht zusammen. Faustregel: Bildschirm nie direkt gegenüber Schaufenster, Glastür oder Spiegel positionieren. Wenn das räumlich unausweichlich ist, hilft ein matt-entspiegeltes Display (kostet im Hardware-Setup mehr) oder eine andere Hängung.

4. Distanz vs. Schriftgröße

Aus einer Distanz von 2 Metern ist eine Überschrift in 40 pt lesbar. Aus 5 Metern brauchst du 80–100 pt. Wenn dein Gast 8 Meter vom Bildschirm sitzt (großer Salon, Café mit Lounge-Bereich), funktioniert nur ein 43"- oder 50"-Display mit großer Schrift. Ein kleines 32"-Display in einer 8-Meter-Distanz ist visuell nicht erfassbar — der Werbekunde bekommt formale Plays, aber keine Wirkung.

So findest du den richtigen Platz: der 8-Schritte-Workflow

Schritt 1: Verweildauer-Hotspots im Grundriss markieren

Zeichne den Grundriss deines Venues auf ein Blatt Papier oder druck einen Plan aus. Markiere mit einem orangen Stift jede Stelle, an der ein Gast länger als 60 Sekunden ohne Bewegung verweilt: Wartebank, Bediensitze beim Friseur, Theke vor der Bestellung, Tische im Café, Behandlungsliegen. Das sind deine Aufmerksamkeits-Hotspots.

Schritt 2: Sichtachsen aus jedem Hotspot einzeichnen

Setz dich physisch in jeden Hotspot. Schau geradeaus. Markiere mit einem Bleistift die natürliche Sichtlinie — und einen Kegel von ±15° links und rechts. Diese Kegel sind dein kostenloses Sehfeld.

Schritt 3: Überlapp finden — wo treffen sich die meisten Sichtkegel?

Der ideale Bildschirm-Platz liegt im Schnittpunkt der meisten Sichtkegel mit der höchsten kumulierten Verweildauer. Bei einem typischen Wiener Friseur mit drei Bedienplätzen, einer Wartebank und einer Theke ergibt sich oft ein klarer Sweet-Spot — eine Wand, die von allen Sitzpositionen aus mit minimalem Kopfdrehen sichtbar ist.

Schritt 4: Reflexionsachsen prüfen

Steh am potenziellen Bildschirm-Platz und schau in den Raum. Sieh dir Glasflächen, Spiegel und Punktstrahler an. Wenn ein Sonnen­fenster oder ein Halogenspot direkt auf den Bildschirm strahlt, hast du im Sommer mittags fünf Stunden lang einen unbrauchbaren Bildschirm. Verschieb die Position. Falls möglich: matt-entspiegeltes Display ordern oder Vorhang ergänzen.

Schritt 5: Augenhöhe definieren

Anhand der Tabelle oben: Mitte-Bildschirm-Höhe je nach Sitz- oder Steh­modus deiner Hotspots. Bei mehreren Modi: Gewichten nach Verweildauer und für den Bereich mit der höchsten Dwell-Time optimieren. Wichtig: Die Höhe wird vom Mittelpunkt des Bildschirms gemessen, nicht vom oberen Rand. Ein 43"-Display ist etwa 53 cm hoch; die Oberkante liegt also rund 27 cm über der Mitte.

Schritt 6: Halterung und Drehung wählen

Eine VESA-Wandhalterung mit 5–10° Neigung nach unten ist Standard für Indoor-DOOH in Mikro-Venues. Sie kompensiert die Tatsache, dass der Bildschirm meist etwas über Augenhöhe sitzt und der Gast leicht aufschaut. Eine starre Wandhalterung ohne Neigung ist nur sinnvoll, wenn der Bildschirm exakt auf Augenhöhe sitzt. Eine Schwenk- oder Deckenhalterung ist für Sonderfälle (Behandlungsräume mit liegender Audience). Verzicht auf Drehung gegen die Sichtachse — der Bildschirm sollte fix bleiben.

Schritt 7: Kabelmanagement und Sicherheit

Stromanschluss in Sichtweite, kein freihängendes Kabel, kein Stolper­risiko. Falls du keine Steckdose in der Nähe hast, sind drei Wege üblich: Kabelkanal in Wandfarbe (günstig, sieht aufgeräumt aus), Aufputz-Kabel unter Sockelleiste (Mietverträge erlauben das meist), oder Decken­einspeisung (teurer, optisch beste Lösung). Sicher dich vorher beim Vermieter ab — bei manchen Altbau-Mietverträgen sind sichtbare Verkabelungen genehmigungspflichtig.

Schritt 8: 7-Tage-Test mit Feedback-Schleife

Lass den Bildschirm eine Woche an der gewählten Position laufen, bevor du die Halterung dauerhaft fixierst. Bitte deine MitarbeiterInnen um konkretes Feedback: Sehen Kunden hin? Reflektiert es bei Sonne? Klagen Gäste über Lautstärke (siehe Audio-Hinweis unten)? Wenn drei MitarbeiterInnen unabhängig sagen "merkt keiner", verschiebe um 30 cm und probiere nochmal. Lieber zwei Tests als ein falscher Fixpunkt.

Sechs Venue-Typen — was funktioniert, was nicht

Friseursalon

Die meisten Wiener Friseursalons setzen den Bildschirm hinter den Bediensitzen an die Wand gegenüber dem Spiegel. Das ist die schlechteste Position. Der Gast schaut während des Schnitts auf sich selbst im Spiegel — der Bildschirm wird optisch durch den Spiegel gesehen, oft seitenverkehrt und mit Reflexion. Außerdem ist die Bedien-Audience während des Schnitts hochkonzentriert auf das eigene Spiegelbild, nicht aufnahmebereit.

Bessere Position: auf der Wand gegenüber der Wartebank. Wartende Kunden schauen 8–25 Minuten direkt in den Raum, häufig auf eine neutrale Wandfläche. Sichtachse perfekt, kein Reflex-Konflikt, hohe Aufmerksamkeit.

Café und Kaffeehaus

Zwei Modi: Theke (stehend, kurz, hoch frequentiert) und Tischbereich (sitzend, lange, niedriger frequentiert). Wenn dein Café einen Lunch-Peak mit Schlange hat: Bildschirm an der Theken-Wand, 165–175 cm Höhe — die Schlange schaut 2–4 Minuten geradeaus. Wenn dein Café eher Sitz-Kaffeehaus ist: Bildschirm in einer freien Sichtachse vom Sitzbereich, möglichst nicht direkt am Schaufenster (Tageslicht-Reflex).

Anti-Pattern: Bildschirm hinter der Theke direkt über dem Barista. Funktioniert nicht: Wer in der Schlange steht, schaut zur Theke runter (Kasse, Vitrine), nicht hoch zum Bildschirm. Wer sitzt, hat eine zu spitze Vertikal-Achse zur Theken-Oberkante.

Wartezimmer Arzt, Physio, Zahnarzt

Wartezimmer-Bildschirme sind das klassischste Indoor-DOOH-Format — Verweildauer 8–25 Minuten, hohe Aufnahmebereitschaft. Trotzdem hängen viele Bildschirme suboptimal: zu hoch (Patient muss aufschauen), an der Seitenwand (Patient muss Kopf drehen), oder nahe der Eingangstür (Bewegungsstörung, jeder neue Gast zieht Blicke ab).

Beste Position: stirnseitige Wand gegenüber der Sitzreihe, Mitte-Bildschirm 135–150 cm, ohne Sichtachse zur Eingangstür. Audio aus — Wartezimmer sind ruhige Räume, Audio stört und ist nach Mediengesetz / Heilberuferecht teilweise problematisch (siehe Compliance unten).

Fitnessstudio und Boutique-Gym

Fitnessstudios haben ein Sonderproblem: bewegliche Audience, Schweiß, Cardiogeräte mit eigenen Bildschirmen, laute Musik. Sweet-Spots sind: Stretching-/Mobility-Bereich (sitzend oder liegend, 4–8 Minuten Verweildauer pro Übung), Wartebereich für Personal-Training-Slots, und der Eingang/Empfang. Auf der Trainingsfläche selbst funktioniert ein Bildschirm fast nie — die User schauen auf eigene Geräte, eigene Form oder eigene Apps.

Praxis-Hinweis: Hänge den Bildschirm im Stretching-Bereich an die Decke geneigt (10–15° nach unten geneigt). User, die im Liegen Stretching machen, sehen ihn aus dem natürlichen Liege-Blickwinkel.

Beauty-Studio, Kosmetik, Wax-Studio

Beauty-Behandlungen sind oft liegend (Gesichtsbehandlung, Wax, Maniküre-Trockenphase) — der natürliche Blickkegel ist nach oben. Deckenmontierte Bildschirme funktionieren hier ausgezeichnet, gerade bei längeren Behandlungen (30–90 Minuten). Audio aus, weil die Behandlerin spricht. Inhalt visuell-ruhig (langsame Schnitte, keine grellen Farben — die Behandlung soll entspannend bleiben).

Im Empfangsbereich zusätzlich ein zweiter Bildschirm: dort Sitzposition, 130–145 cm. Kunden buchen oft Anschluss­termine im Empfang — dort wirkt Werbung anders als im Behandlungsraum.

Hotel-Lobby und Boutique-Pension

In der Lobby ist der Konflikt zwischen Check-in-Zone (stehende Gäste, kurz, hochfrequent) und Sitzbereich (länger, ruhiger) zentral. Wenn der Lobby-Bildschirm zwischen Reception und Sitzecke positioniert ist, in 160–175 cm Höhe und mit Sichtachse von beiden Seiten — funktioniert er für beide Audiences. Position direkt hinter der Reception ist häufig — funktioniert dann, wenn die Reception eine Theke ist (Augenhöhe zu Bildschirm passt). Hinter Sit-Down-Concierge-Desks: schlecht, Bildschirm fällt aus dem Sichtfeld.

Die 12 häufigsten Anti-Pattern (und warum sie scheitern)

  1. Bildschirm im Eingangsbereich auf 220 cm Höhe — über Kopfhöhe, niemand schaut hoch.
  2. Bildschirm direkt gegenüber Schaufenster — Spiegelung killt Kontrast bei Sonne.
  3. Bildschirm hinter dem Friseur-Bedienspiegel — Gast schaut auf Spiegelbild, nicht durchs Glas.
  4. Bildschirm an der Seitenwand der Wartebank — Kopfdrehen nötig, niedrige Aufmerksamkeit.
  5. Bildschirm über der Theke nach vorne kippend — Vertikal-Achse zu spitz für Schlange.
  6. Bildschirm in einer akustisch isolierten Ecke — keine Verweildauer, kein Sehen.
  7. Bildschirm mit Audio im Wartezimmer Arzt — Mediengesetz/Heilberuferecht-Risiko (siehe FAQ).
  8. Bildschirm auf Stativ statt Wandhalterung — Erschütterungsanfällig, optisch unprofessionell, oft Stolperfalle.
  9. Bildschirm hinter Pflanze, Garderobe oder Servierbrett — banal, aber häufig nach Möbelumstellung.
  10. Bildschirm im 32"-Format auf 8 m Distanz — Text nicht lesbar, Spots ohne Wirkung.
  11. Bildschirm mit freihängendem Kabel — Sicherheits- und Versicherungsthema (siehe Compliance).
  12. Bildschirm direkt unter LED-Spot — Hot-Spot-Reflex auf Display, ungleicher Kontrast über die Fläche.

Wann ein zweiter Bildschirm sinnvoll ist

Ein zweiter Bildschirm lohnt sich erst, wenn dein Venue mehrere räumlich getrennte Hotspots mit jeweils >5 Minuten Verweildauer hat. Faustregel:

Venue-Größe / -LayoutEmpfehlung
Einzelraum < 50 m²1 Bildschirm
Einzelraum 50–120 m² mit klarem Hotspot1 Bildschirm
Mehrere Räume, je >5 min Dwell-Time2 Bildschirme
Salon mit getrennten Bediensitzen + Wartebank1 Bildschirm (Warte-Wand)
Café mit Theke + Sitzbereich + Außenbereich2 Bildschirme (Theke + Sitzbereich)
Hotel mit Lobby + Frühstücksraum + Aufzug-Bereich3 Bildschirme

Bei adyoutiser läuft dein vorhandener Screen oder TV gratis mit unserer Software. Optional gibt es unseren Linux-Player für €249 netto, keine Lizenzkosten. Werbekunden buchen pro Bildschirm — jeder weitere Screen ist eigenes buchbares Inventar. Wenn die räumliche Logik passt, ist die Skalierung wirtschaftlich.

Compliance: was du als Venue-Inhaber prüfen solltest

Drei Punkte, die in der Praxis oft vergessen werden:

  1. Brandschutz und Fluchtweg. Ein Bildschirm darf keinen Fluchtweg verstellen, keine Rauchmelder verdecken und keine Notbeleuchtungs-Achse stören. In Wien gelten die Bestimmungen der Wiener Bauordnung und der OIB-Richtlinie 2 — bei größeren Venues (Gym, Café > 100 m²) ist eine Anzeige beim zuständigen Magistrat ratsam. Quelle: WKO-Übersicht Brandschutz.
  2. Mietrecht und Wandverklebung. Eine fest verschraubte VESA-Halterung gilt im Mietrecht meist als wesentliche Veränderung. Lass dir die Montage vom Vermieter schriftlich genehmigen. Bei späterem Auszug gilt: zurückbauen auf eigene Kosten, sofern nichts anderes vereinbart.
  3. Versicherung. Prüfe, ob deine Betriebshaftpflicht den Bildschirm und mögliche Folgeschäden (Stromausfall, Verletzung durch herabfallendes Gerät) abdeckt. Manche Versicherer verlangen ein Sicherheitsprotokoll für Wandhalterungen über 20 kg Display-Gewicht.

Hinweis: Das ist kein Rechtsrat, das ist eine Liste zum Nachfragen. Für DSGVO-Themen (Bildschirm-Audio, Kamera-Kombi-Geräte) lies ergänzend unseren Beitrag "Bildschirmwerbung im Salon: 18 Rechtsfragen für Mikro-Venues".

FAQ — die acht häufigsten Fragen aus der Praxis

Wie hoch soll der Bildschirm hängen, wenn meine Gäste sitzen?

Die Mitte des Bildschirms zwischen 130 und 150 cm vom Boden — der Wert liegt am unteren Ende für niedrige Wartebänke, am oberen Ende für höhere Sitzhocker. Faustprobe: Setz dich selbst hin, schau geradeaus, der Bildschirm sollte ohne Aufschauen voll im Sichtfeld liegen.

Funktioniert ein Bildschirm im Schaufenster?

Außen-Schaufenster sind eine Sonderkategorie, kein klassisches Indoor-DOOH. Du brauchst ein Hochkontrast-Display (mind. 2.500 cd/m²) gegen Tageslicht, eine baurechtliche Prüfung (Wiener Bauordnung § 75 zu Außenwerbung) und gegebenenfalls eine Genehmigung des Magistrats. Adyoutiser betreibt aktuell keine Schaufenster-Setups — frag uns vor dem Kauf, ob das in deinem Standort wirtschaftlich ist.

Kann ich den Bildschirm mit Audio betreiben?

Technisch ja, praktisch fast immer nein. Audio wird in Wartezimmern (Heilberuferecht, mögliche Vertraulichkeit-Konflikte), Salons (Geräuschpegel-Konflikt mit Föhn) und Cafés (Gäste-Konversation) in der Praxis abgelehnt. Bei Adyoutiser läuft die große Mehrheit der Screens stumm. Untertitel oder klare visuelle Botschaften ersetzen den Ton.

Mein Vermieter erlaubt keine Wandbohrung — gibt es Alternativen?

Drei Optionen, in absteigender Qualität: Tischständer auf Theke oder Sideboard (funktioniert nur in Mikro-Venues, Stolperrisiko prüfen), Klemm­halterung an einer bestehenden Möbelkante (selten optimal positioniert), freistehender Bildschirm-Stand mit Standfuß (teurer, optisch akzeptabel, ortsflexibel). Reine Saugnapfhalterungen sind nicht empfehlenswert — Versicherungs- und Sicherheitsrisiko.

Was kostet die Hardware insgesamt?

Bei adyoutiser: Hast du schon einen Screen oder TV, läuft unsere Software darauf gratis. Optional: Linux-Player für €249 netto einmalig, kein Abo, keine Lizenzgebühr. Brauchst du ein neues Display: 32"–55" je nach Raumtiefe, übliche Range 250–700 € im Fachhandel, dazu Wandhalterung (40–120 €). Details siehe Hardware-Guide und Screen listen.

Wie schnell sehe ich Einnahmen?

Das hängt von Standort und Nachfrage der Werbekunden ab — eine Zusage zu Höhe oder Zeitpunkt machen wir nicht. Deinen Anteil vereinbaren wir je Screen bei der Aufnahme. Ausgezahlt wird 5 Tage nach Kampagnenende per Gutschrift. Alle Konditionen: Screen listen.

Was sage ich Werbekunden, die nach der Platzierung fragen?

Sei ehrlich: Standort, Audience-Mix (sitzend/stehend, geschätzte Verweildauer), Sichtachsen-Beschreibung und Foto. Werbekunden auf der Adyoutiser-Plattform sehen Position, Venue-Typ und Audience-Tags — und sie buchen lieber einen Bildschirm mit Foto und klarer Beschreibung als einen mit leerem Profil. Drei Schritte: Foto in Längsformat (1:1 oder 4:5), Sichtachse beschreiben in 1 Satz, Audience-Tags im Dashboard sauber pflegen.

Wie oft soll ich die Platzierung neu bewerten?

Mindestens einmal im Jahr und bei jeder größeren Möbel- oder Layout-Änderung. Sehr häufig wandert nach Renovierung der Hotspot — neue Wartebank, neuer Counter, anderer Lichtwinkel — und der Bildschirm hängt plötzlich an einer falschen Wand. Eine 15-Minuten-Re-Evaluation pro Jahr kostet wenig und verhindert Monate stiller Unterperformance.

Zusammenfassung

Indoor-DOOH ist ein Verweildauer- und Sichtachsen-Geschäft. Der Bildschirm muss dort hängen, wo Gäste lange und ohne Kopfdrehen hinblicken — in 130–180 cm Mitte-Bildschirm-Höhe, ohne Reflex-Konflikt, mit getesteter 7-Tage-Praxisbeobachtung. Wer diese vier Regeln einhält, holt aus demselben Tarif messbar mehr Werbe-Wert heraus — für sich selbst und für die buchenden Werbekunden.

Wenn du dir bei deiner aktuellen Position unsicher bist: schick uns ein Foto und eine Grundriss-Skizze an partner@adyoutiser.com. Wir antworten persönlich mit einer konkreten Platzierungs-Empfehlung — ohne Pflicht zur Beauftragung.

Über den Autor: Christian Starzengruber ist Gründer und CEO von Adyoutiser. adyoutiser betreibt eine Self-Service-DOOH-Plattform mit 20 Screens (16 Wien · 3 Bratislava · 1 Amstetten). Eigene Screens laufen gratis mit unserer Software, optionaler Linux-Player €249 netto. Partner-Screens suchen wir in Wien, Niederösterreich und Bratislava. Weitere Informationen unter adyoutiser.com.

Share:
digital signageplatzierungindoor doohsaloncaféwartezimmerfitnessstudiopraxis-leitfadenmikro-venue2026
Christian Starzengruber
Author

Christian Starzengruber

Gründer & CEO Adyoutiser

Writes about DOOH advertising, digital signage and building in public at adyoutiser.

Related Articles

Live

Ready to launch your first DOOH campaign?

Book a screen in Vienna, Bratislava or Amstetten. From €2. One day is enough. No agency.

Book advertising

Get new posts in your inbox.

Monthly max. No spam.

On air · live in 5 min · every play counted

Upload. Map. Live.

From €2 minimum order · minimum 1 day. No agency, no sales call, no annual contract.

5 min
until live
€2
min. order
1 day
minimum term