DOOH-Saisonkalender Österreich 2026: Wann jede Branche am Indoor-Bildschirm bucht — und wo Slots dann am teuersten werden
Christian Starzengruber
Gründer & CEO Adyoutiser
June 22, 2026Last updated: July 13, 202616 min read8
Welcher Monat ist im Indoor-DOOH der teuerste? Wo lohnt sich antizyklisches Buchen? Der Monat-für-Monat-Plan für Österreich 2026 — für Werbekunden und Venue-Partner, mit Slot-Pricing-Hinweisen, Buchungsvorlauf und Branchen-Spezialfällen.
DOOH-Saisonkalender Österreich 2026: Werbung pro Monat | adyoutiser
Indoor-DOOH ist anders. Auf einer LED-Wand am Burgring spielen Werbe-Spots gegen wechselnde Passanten ab — die Demand-Kurve folgt Tourismus, Wetter und Event-Spitzen. In einem Friseursalon am 7. Bezirk, in einem Café in Graz oder in der Lobby eines Boutique-Hotels in Innsbruck sitzt die Zielgruppe minutenlang davor. Die Slot-Wirkung ist anders, die Saisonalität ist anders, und der Werbeplan eines lokalen KMU sollte sich daran orientieren.
Dieser Saisonkalender beantwortet zwei Fragen:
Für Werbekunden: In welchem Monat bucht welche Branche am stärksten — und wann lohnt sich antizyklisches Buchen, weil Mitbewerber gerade pausieren?
Für Venue-Partner: Wann sind deine Slot-Preise typischerweise höher, weil mehrere Branchen gleichzeitig Druck auf die gleichen Verfügbarkeiten ausüben?
Die Antworten gelten für die Adyoutiser-Plattform und für Indoor-DOOH in Österreich allgemein — sie unterscheiden sich teils deutlich von dem, was Out-of-Home-Profis aus Plakat-Planung gewohnt sind.
Wie der Kalender zu lesen ist
Jeder Monat enthält drei Lagen:
Demand-Treiber — welche Branchen schalten dann besonders gerne Werbung
Supply-Bild — wie sich die Slot-Verfügbarkeit in typischen Venue-Typen entwickelt
Strategischer Hinweis — wo Slot-Preise hoch sind, wo antizyklisches Buchen funktioniert
Die Angaben basieren auf Adyoutiser-Buchungsverhalten der vergangenen Monate, auf Industriestandards der österreichischen DOOH-Branche und auf belegten saisonalen Mustern aus Statistik Austria, WKO-Branchenreports sowie Outdoor Media Austria. Wo Adyoutiser-Daten noch zu jung sind, ist das explizit gekennzeichnet.
Wir beziehen uns primär auf Wien, Graz, Linz und Innsbruck — die vier Städte mit der dichtesten Indoor-DOOH-Versorgung in Österreich. Tirol/Vorarlberg-Spezifika werden bei den entsprechenden Wintersport- und Tourismus-Monaten herausgestellt.
Q1 2026 — Januar, Februar, März
Januar: Vorsätze, Beratung, Diversifikation
Demand-Treiber:
Fitnessstudios, Yoga-Studios und Personal Trainer schalten Werbung mit ihrer höchsten Jahres-Intensität. „New Year, New Me" ist kein Mythos — die Neuanmeldungen im Januar machen bei vielen Studios bis zu 30 Prozent des Jahres-Neugeschäfts aus. Wer als Studio im Januar Indoor-DOOH bucht, kämpft mit Online-Kanälen um genau dieselbe Bewegung.
Sprachschulen starten Spring-Kurse und werben für Deutsch-, Englisch- und Italienisch-Trainings. Der Schub setzt schon Anfang Januar ein.
Supply-Bild:
In Fitnessstudio-Lobbys und Coworking-Spaces ist die Slot-Nachfrage hoch — Studios bewerben sich oft selbst zuerst (Hausmarken-Frequenz), bevor Drittwerbung dazukommt. In klassischen Salon-, Café- und Bäckerei-Standorten ist die Auslastung leicht entspannter. Das Tagesgeschäft läuft normal, aber wenig Brand-Druck.
Strategischer Hinweis:
Wer keine Fitness- oder Sprach-Marke ist und im Januar Indoor-DOOH bucht, profitiert von der Aufmerksamkeits-Inflation der Jahres-Vorsätze. Die Zielgruppe ist „self-improvement-bereit". Beauty-Salons, Coaches, Ernährungsberater und Buchhandlungen mit Sachbuch-Schwerpunkt funktionieren gut.
Wintersport und Skischulen werben in Tirol, Salzburg und Vorarlberg auf vollem Niveau. Die Skisaison läuft auf Hochtouren, Februar ist umsatzstärkster Wintermonat.
Beauty-Salons schalten erste Frühjahrs-Hochzeitssaison-Aktionen: Make-up-Trials, Haar-Komplettpakete, Probetermin-Slots für Mai/Juni-Hochzeiten.
Reisebüros und Last-Minute-Anbieter werben für Frühjahrs-Urlaub und Oster-Reisen.
Steuerberater stehen mitten in der Hochsaison: Jahresabschluss, Bilanzen, Lohnverrechnung.
Supply-Bild:
In klassischen Mikro-Venues (Friseur, Beauty, Café) ist die Slot-Nachfrage entspannt — die Wintermonate sind generell tourismus-schwächer im Indoor-Segment. Hotel-Lobbys in Tirol/Salzburg/Vorarlberg dagegen sind ausgebucht.
Strategischer Hinweis:
Die Olympischen Winterspiele in Milano-Cortina haben die Demand-Kurve im Februar 2026 nochmals nach oben verzerrt — wer regional auf das Olympia-Halo abzielen wollte, hat die Slots in Osttirol- und Kärnten-Korridoren früh gebucht. Für H2-Planung relevant: Diese Verzerrung ist 2026 abgeschlossen, ab 2027 normalisiert sich Februar wieder zu „Wintersport plus Hochzeitsvorlauf".
März: Bauen, Energie, Schulvorlauf
Demand-Treiber:
Photovoltaik- und Wärmepumpen-Installateure treten in die saisonale Hauptwerbephase ein. Frühjahrs-Förderfenster für KESt-befreite Wärmepumpe-Tausche und PV-Investitionsförderungen ziehen die Bauanträge auf die Tagesordnung.
Baumärkte, Maler, Installateure und Garten-Center starten die Frühjahrs-Welle.
Fahrschulen werben für L17, Maturanten-Pakete und Auffrischungskurse: Viele Schulabgänger planen den Führerschein vor dem Sommer.
Eis- und Konditorei-Werbung läuft moderat an — wetter-abhängig, aber März-Wochenend-Sonnenfenster reichen oft.
Supply-Bild:
Slot-Verfügbarkeit ist breit. März ist ein guter Buchungs-Vorlauf für Q2-Spitzen — wer Mai/Juni-Hochzeiten oder Sommer-Aktionen schalten will, sollte jetzt seine Buchungspakete planen.
Strategischer Hinweis:
Indoor-DOOH funktioniert für Energie- und Bau-Branchen gut, weil die Zielgruppe — Hausbesitzer:innen mit mittlerer Verweildauer im Friseur, Café oder Wartezimmer — sich gerade über Renovierungen Gedanken macht. Geo-Targeting auf Indoor-Standorte in Einfamilienhaus-Bezirken verbessert die Effizienz.
Q2 2026 — April, Mai, Juni
April: Heurigen-Saison, Reisen, Recruiting
Demand-Treiber:
Heurigen und Buschenschänke werben fast ausschließlich in der „ausg'steckt"-Saison — und die beginnt im April. Wer einen Heurigen besitzt und nicht in dieser Saison wirbt, lässt 60–80 Prozent des Jahres-Werbe-Potenzials liegen.
Reisebüros stoßen Sommer-Frühbucher-Aktionen an. Last-Minute-Oster-Reisen sind durch, aber Sommer-Hauptbucher kommen jetzt.
Recruiting (HR-Werbung lokal) startet eine kleinere Welle für Saisonpersonal in Gastronomie, Tourismus und Eissalons.
In Wiener Innenbezirken und in Wachau/Burgenland-Heurigen-Gegenden steigt die Slot-Nachfrage spürbar. Heurigen-Werbung tendiert stark zu lokalen Indoor-DOOH-Slots in 2–5 km Radius um die Heurigen-Standorte.
Strategischer Hinweis:
April ist der ideale Monat, um Hochzeitsdienstleister auf Indoor-DOOH zu bringen — Pärchen planen jetzt aktiv. Fotograf:innen, Brautmoden-Boutiquen, Floristen, Catering und DJs erreichen über Beauty-Salon-Bildschirme eine außergewöhnlich präzise Zielgruppe.
Mai: Hochzeitssaison, Eis, Wiener Festwochen
Demand-Treiber:
Beauty-Salons, Friseure, Kosmetik-Studios schalten Hochzeits-, Mütter-Tag- und Maturanten-Ball-Pakete. Mai ist regelmäßig der umsatzstärkste Monat im AT-Beauty-Segment.
Eissalons und Konditoreien beginnen ihre Hauptsaison.
Wiener Festwochen (Mitte Mai bis Mitte Juni) verschieben Tourismus-Demand im 1., 4. und 6. Bezirk nach oben — Hotel-Lobbys und gastronomische Indoor-Venues sind voll.
Vienna City Marathon (Mitte April / Anfang Mai, je nach Termin): Sportziel-Branchen, Physiotherapie, Sportgeschäfte mit fokussierten Aktivitäten.
Supply-Bild:
In Wien-Innenbezirken sind Friseur- und Beauty-Slots in der Frühjahrs-Spitze. In Eissalon-Standorten ist das Werbeangebot saison-abhängig auch deshalb höher, weil viele Eissalons den Bildschirm im Winter pausieren und ab Mai wieder einschalten.
Strategischer Hinweis:
Antizyklisch buchen: Anwaltskanzleien, Steuerberater und B2B-Dienstleister haben im Mai/Juni typischerweise weniger Werbe-Druck. Wer als Kanzlei eine Mandanten-Kampagne startet, bekommt günstigere Slots in Beauty-Venues mit hoher Verweildauer und überträgt gleichzeitig den Saison-Halo der „Beratungs-Stimmung".
Reisebüros, Camper-Vermieter und Tourismus-Services schalten Hochsaison-Werbung.
Sommerkollektion-Beauty (Sonnenschutz, Selbstbräuner, Haar-Sun-Care) bekommt eigene Werbe-Sprungbretter.
Maturanten-Pakete (Maturaball-Vorbereitung, Friseur-Pakete, Make-up-Trials) sind im Juni in der Spitze.
Indoor-Sportstudios stagnieren — wenig Werbe-Druck, weil Outdoor-Aktivität alles übernimmt.
Supply-Bild:
Slot-Auslastung in Hotel-Lobbys (Wien, Salzburg, Innsbruck) ist sehr hoch. In Mikro-Venues (Friseur, Beauty) sind die Premium-Frühslots am Vormittag gefragt, abendliche Slots leichter zu bekommen.
Strategischer Hinweis:
Eissalon-Werbung für Eissalon-Eigentümer:innen ist hier außergewöhnlich gut — die eigene Marke kann am eigenen Bildschirm aber kostenlos werben (House-Ad-Slots). Drittwerbung (Drink-Marken, Sommer-Modegeschäfte, Pool- und Bade-Brands) profitiert vom Eissalon-Inventar besonders.
Q3 2026 — Juli, August, September
Juli: Festspiele, ATP, Tourismus-Höhepunkt
Demand-Treiber:
Salzburger Festspiele (Mitte Juli bis Ende August) ziehen Premium-Tourismus, Luxus-Brand-Werbung und Festival-Begleit-Sponsoring nach Salzburg.
ATP Generali Open Kitzbühel verzerrt die Slot-Nachfrage in Tirol Richtung Sport- und Lifestyle-Brands.
Eissalons, Konditoreien, Bars und Restaurants sind in der Hochsaison.
Therme und Spa sind antizyklisch leiser. Der Sommer ist nicht Therme-Hauptsaison, viele Therme-Betreiber schalten weniger oder fokussieren auf Wellness-Tagespakete für Outdoor-Müde.
Supply-Bild:
Wien-Tourismus ist auf Hochniveau, die Wiener Innenbezirke (1., 6., 7., Leopoldstadt) haben Premium-Slot-Auslastung. Salzburg-Standorte sind faktisch ausgebucht.
Strategischer Hinweis:
Antizyklisches Buchen in Wien-Außenbezirken (10., 11., 12., 21., 22., 23.): Im Hochsommer pendelt sich die Werbung der Wiener KMU in die Tourismus-zentralen Bezirke um. Wer in den Außenbezirken bucht, kann eine kosteneffiziente Reichweite bei Residents (statt Touristen) erreichen — besonders wertvoll für lokale Dienstleister, Ärzte und Handwerker.
August: Sommerloch im KMU-Segment, Tourismus weiter hoch
Demand-Treiber:
Klassische KMU-Werbung pausiert: Viele Salons, Restaurants und Beratungsbüros sind 2–3 Wochen geschlossen. Werbung wird heruntergefahren.
Tourismus, Eissalons, Hotels und Therme bleiben auf Niveau.
Die Schulvorbereitungs-Welle für September beginnt: Nachhilfe-Institute, Sprachschulen mit September-Start, Lehrlings-Recruiting.
Supply-Bild:
In klassischen Mikro-Venues (Friseur, Beauty, Café, Bäckerei) sind viele Slots verfügbar — Werbedruck ist gering. In Tourismus-Hubs (Wien-Innenbezirke, Salzburg, Innsbruck-Altstadt) bleibt die Auslastung sehr hoch.
Strategischer Hinweis:
August ist ein strategisch sehr attraktiver Monat für lokale KMU, die das ganze Jahr werben. Die Konkurrenz ist auf Reisen, die Reach pro Euro ist überdurchschnittlich. Wer als Steuerberater, Arztpraxis, Anwaltskanzlei oder Handwerksbetrieb antizyklisch im August schaltet, kauft im Schnitt günstiger ein als im September.
Sprachschulen, Nachhilfe und Bildungsanbieter starten die Herbstkurs-Welle. Die September-Anmelde-Spitze ist branchenweit die wichtigste des Jahres.
Recruiting (Lehrlings-Suche, Mitarbeiter-Suche für Q4-Geschäft) erlebt eine zweite Welle nach dem Frühjahr.
Heurigen und Buschenschänke verzeichnen Herbst-Saison (zweite „ausg'steckt"-Welle, Sturm und Federweißer).
Sprachreisen und Auslandsstudium-Beratung werben Richtung Spring-Semester-Auslandsplanung.
Supply-Bild:
Slot-Nachfrage in den meisten Venue-Typen steigt wieder auf Normalniveau. Beauty-Salons werben für Herbst-Kollektion und Hair-Color-Service.
Strategischer Hinweis:
September ist der wichtigste Monat für Recruiting-Kampagnen in Mikro-Venues — Mitarbeiter:innen werden in Friseur-, Café- und Restaurant-Pausen gesucht. Praxis-Tipps dazu im Guide Mitarbeiter finden mit Bildschirmwerbung.
Wärmepumpen- und PV-Installateure schalten Pre-Heating-Season-Werbung. Viele Hausbesitzer:innen treffen Heizungs-Entscheidungen in dieser Phase.
Herbst-Beauty (Hair-Color, Haut-Pflege, Anti-Aging-Behandlungen) zieht Beauty-Salon-Demand nach oben.
Allerheiligen-Floristik und Bestattungsdienste haben einen klar abgegrenzten Werbe-Korridor um den 1. November.
Krippenmärkte und Adventmarkt-Vorlauf (Bewerbung der Standmieten, regionale Marken).
Supply-Bild:
In Beauty- und Friseur-Venues steigt die Auslastung wieder auf Mai-Niveau. Hotel-Lobbys in Stadt-Wien und Salzburg sind durch Herbst-Tourismus (Festspiel-Nachklang plus Tagestouristen) weiter gut ausgelastet.
Strategischer Hinweis:
Der Wärme-Kollektor-Monat für Heizung und PV: Wer Wärmepumpen oder PV verkauft, hat im Oktober einen klaren Demand-Vorsprung. Ab November ist das Entscheidungs-Fenster für viele Haushalte zu, weil Förderanträge eingereicht und Heizungs-Umbauten nicht mehr in dieser Heizsaison realisierbar sind.
Black-Week- und Cyber-Monday-Aktionen dominieren die Retail-Werbung (Mode, Beauty, Elektronik, Optiker, Online-Shop-Marketing).
Tier-Bedarf (Tierhandlungen, Hundefutter-Marken, Pet-Insurance) hat eigene Black-Week-Korrelation.
B2B-Recruiting zieht für Q1-Stellen an.
Friseur- und Beauty-Pakete werden als Weihnachtsgeschenke beworben (Gutschein-Sondereditionen).
Supply-Bild:
Slot-Nachfrage ist sehr hoch — die Black-Friday-Wochen sind branchenweit die teuersten Indoor-DOOH-Wochen des Jahres. Hotel-Lobbys, Premium-Stadtteile (Wien 1., 7., Schwedenplatz, Mariahilfer Straße) sind ausgebucht.
Strategischer Hinweis:
Wer im November bucht, sollte frühzeitig planen (Buchungs-Vorlauf 4–6 Wochen). Antizyklische Branchen wie Steuerberater, Selbstständige Dienstleister und Bildungsanbieter zahlen weniger und finden weiterhin freie Slots in nicht-Premium-Bezirken.
Auslastung in fast allen Venue-Typen ist auf Jahres-Höchstniveau. Salzburg, Innsbruck und Wiener Innenbezirke sind gegen Mitte Dezember faktisch ausgebucht für Premium-Slots.
Strategischer Hinweis:
Dezember ist der teuerste Monat im Jahr für Premium-Slots, aber auch der wirkungsstärkste für viele Branchen. Wer Last-Minute bucht (10–14 Tage vor Launch), zahlt einen erkennbaren Aufschlag — frühe Buchung ab Ende Oktober ist Pflicht.
Slot-Pricing & Buchungs-Vorlauf: Jahres-Heatmap
Was heißt das für Venue-Partner?
Als Venue-Partner — Friseursalon, Café, Beauty-Studio, Fitnessstudio oder Hotel-Lobby — bedeutet die Saisonalität direkt mehr Einnahmen pro Slot. Adyoutiser verteilt Werbeumsätze nach Revenue-Share (30–60 %, je nach Share of Voice), und in den Demand-Hochmonaten steigt der Slot-Preis automatisch:
Januar: Fitness-Studios und Coworking-Spaces verdienen überdurchschnittlich.
Mai/Juni: Beauty-Salons, Friseure und Hochzeitsdienstleister-Umgebungen ziehen Premium-Slots an.
November/Dezember: Retail-nahe Venues und Stadtteil-Friseure profitieren vom Weihnachts-Druck.
Eine grobe Faustregel auf Basis der bisher beobachteten Adyoutiser-Quartalsdaten (Schätzwert, vorläufig — die Plattform-Datenbasis ist noch jung): In Wiener Innenbezirken liegt die Einnahmen-Spitze pro Bildschirm in Mai/Juni und November/Dezember bei etwa dem 1,4-fachen der Sommer-Tiefphase Juli/August. In Tirol/Salzburg liegt der Skisaison-Aufschlag noch höher.
Die genauen Zahlen variieren nach Venue-Typ und Standort. Wer eine konkrete Schätzung für sein eigenes Geschäft wissen will, nutzt den DOOH-Einnahmen-Rechner.
Was heißt das für lokale Werbekunden?
Werbekunden — Restaurants, Optiker, Steuerberater, Immobilienmakler — sollten die Saisonalität in drei Buchungs-Entscheidungen umsetzen:
Vorlauf richtig planen. In Demand-Hochphasen 4–6 Wochen vorher buchen. In Sommerloch- und antizyklischen Phasen reicht 1–2 Wochen Vorlauf.
Antizyklisch denken. Wer im August bucht, zahlt für vergleichbare Reach 15–25 % weniger als im September. Wer in den ersten Januar-Wochen bucht, hat reduzierte Konkurrenz von Mitbewerbern, die noch im „Frohes Neues"-Modus sind.
Vertikal-Targeting wählen. Eine Steuerberatungs-Kampagne im Mai funktioniert besser in Coworking-Spaces als in Beauty-Salons. Die Saisonalität trifft Verticals unterschiedlich.
In den Sommerloch-Wochen (typischerweise Mitte Juli bis Mitte August), in den ersten beiden Januar-Wochen sowie in November-Wochen außerhalb der Black-Week. Wer flexibel ist, kann hier 15–25 % unter dem Jahres-Durchschnitt buchen.
Welcher Monat hat die höchste Reach?
Reach pro Tag ist in den Tourismus-Hochphasen (Juli/August und Dezember) am höchsten in den Wiener Innenbezirken, in Salzburg-Altstadt und in Innsbruck-City. In klassischen Mikro-Venues (Friseur, Café) ist die Reach im November/Dezember und Mai/Juni am höchsten, weil die Standort-Frequenz steigt.
Wie lange Vorlauf brauche ich für eine Buchung?
In Standard-Monaten reichen 5–10 Tage. In Demand-Hochphasen (Mai, Juni, November, Dezember) sind 4–6 Wochen empfehlenswert. Last-Minute-Buchungen mit 24–48 Stunden Vorlauf sind über die Adyoutiser-Self-Service-Plattform möglich, aber in den genannten Premium-Wochen nicht garantiert.
Wie unterscheidet sich Indoor-DOOH Saisonalität von Out-of-Home oder Online?
OOH-Plakate verfolgen Tourismus-Saisonalität fast linear. Online-Werbung (Google Ads, Meta) folgt Black-Friday- und Weihnachts-Spitzen aggressiv. Indoor-DOOH folgt einem Venue-spezifischen Muster — Friseur-Lobbys peaken im Mai/Juni, Hotel-Lobbys peaken Juli/August und Dezember, Coworking peakt im Januar.
Was ist mit Ostern, Allerheiligen, Weihnachten?
Diese Fix-Daten verzerren die Saisonalität um ±7–10 Tage. Ostern: Reise- und Floristik-Spitze, danach Demand-Loch. Allerheiligen: Floristik-Mikro-Spitze. Weihnachten: Vier Adventswochen sind Premium-Slots branchenweit.
Gilt der Kalender auch für DOOH-Buchungen außerhalb Wiens?
Die Demand-Treiber (Branchen-Saisonalität) sind in Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck weitgehend deckungsgleich. Die Supply-Bilder unterscheiden sich: Tourismus-starke Städte (Salzburg, Innsbruck, Wien-Innenbezirke) haben deutlich stärkere Juli/August-Hochs. Klassische KMU-Städte (Linz, Graz-Außenbezirke) zeigen weniger Sommer-Spitzen und mehr Mai/September-Druck.
Fazit
Wer Indoor-DOOH in Österreich plant — als Venue-Partner oder Werbekunde — sollte sich nicht an OOH-Plakat- oder Online-Saisonalität orientieren. Indoor-Bildschirme folgen einer eigenen, vertikal-spezifischen Logik. Der Saisonkalender oben ist ein Ausgangspunkt. Wer tiefer einsteigen will, sollte ergänzend den DOOH-Marktreport Österreich 2026 (Marktgröße, Indoor-Wachstum, Mikro-Venue-Trends) und die aktuelle Preis-Übersicht 2026 lesen.
Steuerberater und Buchhaltungsservices werben Richtung Lohnverrechnung, Jahresabschluss und Jahresumsatzsteuer-Voranmeldung — eine sehr fokussierte B2B-Demand-Spitze.
Finanzberater und Versicherungsmakler reagieren auf den Jahreswechsel-Effekt (Tarif-Wechsel, Risiko-Check, Vorsorge-Reviews).
Monat
Demand-Druck (KMU)
Supply-Engpass
Empfohlener Vorlauf
Januar
Hoch (Fitness, Sprachen)
Mittel
2–3 Wochen
Februar
Mittel
Niedrig (außer Skiregionen)
1–2 Wochen
März
Mittel
Niedrig
1–2 Wochen
April
Hoch (Heuriger, Reise)
Mittel
2–3 Wochen
Mai
Sehr hoch (Beauty-Peak)
Hoch
3–4 Wochen
Juni
Hoch
Mittel-Hoch
2–3 Wochen
Juli
Tourismus-Hoch
Hoch (Tourismus-Zentren)
3–4 Wochen
August
Niedrig (Sommerloch KMU)
Niedrig
1 Woche
September
Sehr hoch (Recruiting, Bildung)
Hoch
3–4 Wochen
Oktober
Hoch (Energie, Beauty)
Mittel-Hoch
2–3 Wochen
November
Sehr hoch (Black Week)
Sehr hoch
4–6 Wochen
Dezember
Sehr hoch (Weihnachten)
Sehr hoch
4–6 Wochen
Heuriger und Buschenschänke werben fast ausschließlich von April bis Oktober. Winter-Slot-Buchungen sind selten, aber im November noch wirksam für ganzjährig geöffnete Häuser. Praxis-Tipps für Buschenschank-Partner finden sich im Heurigen-Werbe-Guide.
Eissalons drehen die Saisonkurve fast komplett um — Werbe-Demand ist Mai–September, Winter komplett stumm. Eissalon-Eigentümer:innen mit Adyoutiser-Plattform verdienen im Sommer ein Vielfaches dessen, was im Winter möglich ist.
Therme und Spa invertieren die Tourismus-Saison. Ihre Hochphase ist Herbst (Oktober bis Dezember) und Februar/März. Sommer ist Tiefphase.
Hochzeitsdienstleister (Fotografen, Florist:innen, Brautmode, Catering) starten Werbung im Februar, peaken im April bis Juni und ebben im August ab. Optimal: Beauty-Salon-Inventory in 2–5 km Radius des Studios.
Sprachschulen haben zwei klare Spitzen — September (Schulanfang) und Januar (Jahres-Vorsätze). Dazwischen kontinuierlicher Recruiting-Pegel.