Marktgröße, Wachstumsraten, Anbieter-Landkarte und der Indoor-DOOH-Layer der Mikro-Venues — der DOOH-Marktreport Österreich 2026 mit dem Stand des adyoutiser-Netzes und Querverweisen auf Outdoor Server Austria, OOHA, Statista und Nielsen-Werbetrend.
DOOH-Marktreport Österreich 2026: Marktgröße, Indoor-Wachstum & Mikro-Venues in Zahlen
Lesedauer: ca. 16 Minuten · Zielgruppe: Werbekunden, Mediaagenturen, Branchenmedien · Stand: Mai 2026
TL;DR — die zehn wichtigsten Zahlen
- Der österreichische DOOH-Markt erreichte 2023 einen Brutto-Werbewert von 94,7 Mio. € und wuchs damit gegenüber 2022 um +23,1 % (Quelle: Outdoor Server Austria, ausgewertet via Statista).
- Der DOOH-Anteil am gesamten OOH-Markt Österreich lag 2023 bei rund 32 % — ein Sprung um zwölf Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.
- Die Branchenvereinigung OOHA (Out-of-Home Austria, gegründet November 2024) projiziert für den DOOH-Anteil eine Bewegung Richtung 45 % bis 2027.
- Aktuell sind in Österreich rund 40 % aller DOOH-Screens programmatisch ansprechbar — Tendenz steigend.
- Der Outdoor Server Austria (OSA) deckt analoges OOH-Inventar zu 90 % ab; bei DOOH liegt die Coverage erst bei 20 % mit Zielwert 80 %.
- Im DACH-Vergleich wuchs der deutsche DOOH-Brutto-Werbeumsatz 2025 laut Nielsen-Werbetrend um +26 % auf rund 1,7 Mrd. € — Österreich folgt dem Trend, auf kleinerer Basis.
- Indoor-DOOH wächst innerhalb des Marktes überdurchschnittlich. Globale Marktforscher prognostizieren für das Indoor-Segment den höchsten CAGR aller DOOH-Subkategorien bis Ende des Jahrzehnts.
- Die Anbieter-Landkarte wird von Gewista (samt Infoscreen, Megaboard, Kulturformat), Epamedia und Goldbach dominiert — alle vier sitzen auch im OOHA-Vorstand.
- Mikro-DOOH-Netzwerke (10–30 Screens, hoch-spezifisch verortet) gelten 2026 international als wachstumsstärkster Layer und ergänzen das Massen-Inventar der Außenwerber.
- adyoutiser hat aktuell 20 buchbare Screens (16 Wien · 3 Bratislava · 1 Amstetten), indoor und outdoor — ein Beispiel für den Self-Service-Layer.
Warum dieser Report? Und für wen?
DOOH-Marktdaten für Österreich gibt es. Sie liegen aber verstreut: In den jährlichen OOHA-Bilanzen, in Statista-Auszügen, in Trade-Pressemitteilungen, in den Reichweiten-Reports von Outdoor Server Austria. Was bisher fehlte, ist eine kompakte Zusammenführung, die zwei Perspektiven verbindet:
- die Top-Down-Perspektive der klassischen OOH-Player (Gewista, Epamedia, Goldbach, Megaboard) mit ihren Großflächen, City-Lights und Premium-Standorten;
- die Bottom-Up-Perspektive der Mikro-Venues — Friseure, Cafés, Fitnessstudios, Arztpraxen, Boutique-Hotels — die seit 2023 eigene Werbescreens betreiben und damit einen Werbe-Layer aufbauen, den keiner der etablierten Player erfasst.
adyoutiser arbeitet in diesem zweiten Layer — mit eigenen und Partner-Screens in Wien, Bratislava und Amstetten. Wir veröffentlichen diesen Report, weil wir die Marktdaten brauchen, um Werbekunden, Venue-Partner und Mediaplaner über das tatsächliche österreichische DOOH-Universum zu informieren — nicht nur über die sichtbaren 30 % an den Hauptverkehrswegen.
Der Report richtet sich an:
- Werbekunden und Mediaagenturen, die DOOH in Österreich planen oder budgetieren
- Brand-Manager mit Indoor-Touchpoint-Bedarf (Salon-Vertikalen, Healthcare, Gastro)
- Venue-Betreiber, die sich überlegen, ob sich ein eigener Werbescreen lohnt
- Branchenmedien und Investoren, die eine konsolidierte Datengrundlage suchen
Methodische Hinweise und Quellen finden sich am Ende des Reports.
1. Marktgröße: Wo steht DOOH in Österreich 2026?
Der österreichische Werbemarkt insgesamt wird 2024/2025 mit Brutto-Werbespendings im hohen einstelligen Milliardenbereich beziffert (Post AG Werbemarkt-Studie, FOCUS Media Research). DOOH ist davon ein kleiner, aber überproportional schnell wachsender Block.
1.1 Werbewert in Zahlen
Die letzten gesicherten Bruttowerbewerte für digitale Außenwerbung in Österreich:
| Jahr | DOOH Brutto (Mio. €) | YoY-Veränderung | Quelle |
|---|---|---|---|
| 2022 | ~77 | — | Outdoor Server Austria via Statista |
| 2023 | 94,7 | +23,1 % | Outdoor Server Austria via Statista |
| 2024 | n. a. (Schätzung: dreistelliger Mio.-Bereich) | zweistellig + | OOHA-Bilanz / idooh |
Tabellenhinweis: Endgültige 2024-Werte des Outdoor Server Austria liegen für diesen Report noch nicht in finaler Form vor; die OOHA-Mitglieder kommunizierten zweistellige Zuwächse, einzelne Player wie Gewista und Goldbach dokumentieren in ihren Geschäftsberichten Ähnliches.
Zur Einordnung: Der gesamte OOH-Markt Österreich umfasste 2023 rund 296 Mio. € Brutto — der DOOH-Anteil davon war also etwa ein Drittel. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei knapp einem Fünftel.
1.2 Wachstumsdynamik
Die Wachstumsrate von +23,1 % (2023) ist kein einmaliger Effekt. Drei strukturelle Treiber wirken weiter:
- Substitution klassischer Plakatflächen durch digitale Screens an denselben Hochfrequenzpunkten (City-Lights, U-Bahn-Stationen, Bahnhofs-Vorplätze).
- Inventar-Erweiterung in bisher nicht erschlossenen Indoor-Umfeldern: Retail-Shopping-Center, Wartebereiche, Gastronomie, Mikro-Venues.
- Programmatisierung: Self-Service-Plattformen verkaufen DOOH-Slots an KMU, die früher gar kein OOH-Budget hatten — der Markt wächst durch neue Werbekunden, nicht nur durch Umverteilung.
Im DACH-Vergleich liegt Österreich im Mittelfeld: Deutschland verzeichnete laut Nielsen-Werbetrend 2025 ein DOOH-Brutto-Plus von +26 %, der DOOH-Anteil am OOH-Markt erreichte dort 44 %. Die Schweiz folgt einem ähnlichen Pfad.
1.3 Was 2026 wahrscheinlich ist
Eine seriöse Punktprognose für 2026 ist schwierig, solange die OSA-Werte für 2024 nicht final publiziert sind. Plausibel ist auf Basis der bisherigen Dynamik und der OOHA-Trendaussagen ein Korridor von:
- DOOH-Anteil am OOH-Markt Österreich 2026: 38–42 % (aktuelle Trajektorie verlängert)
- Wachstumsrate 2025/2026: zweistellig, vermutlich 12–20 % YoY (geringere Basis-Effekte als 2023)
- Programmatic-Anteil 2026: 45–55 % der DOOH-Screens
Diese Zahlen sind Schätzungen, keine Messwerte — wir markieren sie entsprechend.
2. Outdoor vs. Indoor: Die zwei Welten der digitalen Außenwerbung
Wenn von DOOH gesprochen wird, denken die meisten an Riesenposter am Wiener Praterstern, Citylights an der Mariahilfer Straße oder den 50-m²-3D-Screen am Riesenradplatz, den Goldbach 2024 dort installiert hat. Das ist die Outdoor-DOOH-Hälfte — beeindruckend, sichtbar, traffic-stark.
Die andere Hälfte sieht man nicht von der Straße aus: Indoor-DOOH läuft im Wartezimmer beim Zahnarzt, im Friseur, im Fitnessstudio, im Café, in der Hotellobby, im Shopping-Center, im Co-Working-Space.
2.1 Was Outdoor-DOOH ausmacht
- Standorte: Verkehrswege, Bahnhöfe, U-Bahn, Flughafen, Stadien, Top-Lagen Innenstadt
- Anbieter: Gewista (inkl. Infoscreen, Megaboard, Kulturformat), Epamedia, Goldbach
- Reichweite: hundertausende Sichtkontakte pro Tag und Standort
- Buchung: klassisch über Mediaagentur oder OOH-Sales-Team; programmatisch zunehmend über Hivestack, VIOOH, Broadsign Reach
- Mindestbudget: tausende bis zehntausende Euro pro Kampagne
- Targeting: geo-, daypart- und wetter-basiert; demografisches Targeting begrenzt
2.2 Was Indoor-DOOH ausmacht
- Standorte: Mikro-Venues (Friseur, Salon, Café, Studio, Praxis), Retail-Filialen, Hotellobbys, Wartebereiche, Co-Working
- Anbieter: heterogen — XXXLutz mit eigenem 1.300-Screen-Netz, dm/BIPA mit Filial-Screens, Office-Anbieter wie Spotgrade, indoor-spezialisierte Plattformen wie Adyoutiser, Framen
- Reichweite pro Screen: niedriger (50–500 Sichtkontakte/Tag), aber deutlich höhere Dwell-Time (Verweildauer 8–60 Minuten je nach Venue)
- Buchung: zunehmend Self-Service per Plattform; Mindestbudget oft <50 €
- Targeting: Venue-Typ, Anrainer-Profil, Branchen-Sperren — weniger demographisch, dafür sehr kontext-spezifisch
2.3 Warum der Indoor-Layer 2026 besonders wächst
Drei Gründe führen dazu, dass Indoor-DOOH innerhalb des österreichischen Gesamt-DOOH-Markts überproportional schnell wächst:
- Hardware-Kosten sind gefallen: ein vollwertiger Player + 32"-Display ist 2026 für unter 600 € realisierbar. Mikro-Venues können sich Screens leisten, die 2018 unbezahlbar waren.
- Self-Service-Plattformen haben den Vertriebs-Engpass aufgelöst: ein Friseur mit zehn Stuhltagen die Woche kann jetzt einen Bildschirm installieren und den Werbeplatz an lokale KMU verkaufen — ohne Sales-Mitarbeiter, ohne Mindestlaufzeit.
- Der Werbe-Trend zu Hyperlokalität: lokale Händler, Ärzte, Restaurants suchen 1-km-Reichweite, nicht nationale Awareness. Indoor-Mikro-Venues passen genau dort hin.
Globale Marktforscher (u. a. Fortune Business Insights, Grand View Research) prognostizieren für das Indoor-Segment den höchsten CAGR aller DOOH-Subkategorien im Zeitraum 2024–2030. Auf Österreich übertragen heißt das: der Indoor-Layer wird sich in den nächsten 24–36 Monaten verdreifachen oder vervierfachen, während Outdoor-DOOH sich "nur" verdoppelt.
3. Programmatic DOOH: Wo Österreich 2026 steht
Programmatic DOOH (pDOOH) bezeichnet den automatisierten Einkauf von DOOH-Werbeplätzen über DSPs (Demand-Side-Platforms) und SSPs (Supply-Side-Platforms) — analog zum Display-Programmatic, aber mit physischen Bildschirmen als Inventar.
3.1 Programmatic-Coverage in AT
- Rund 40 % aller DOOH-Screens in Österreich sind 2024/2025 programmatisch buchbar (Quelle: idooh, Statista-Auswertung der OOHA-Members)
- Hauptanbieter auf SSP-Seite: Hivestack (mittlerweile Teil der Verve Group), VIOOH, Broadsign Reach
- Auf DSP-Seite: The Trade Desk, MediaMath, lokal Otago (Wien)
- Gewista, Goldbach und Epamedia speisen ihr Inventar in mehrere SSPs gleichzeitig — Multi-Homing ist Standard
3.2 Was pDOOH praktisch bringt
- Daypart-Targeting in Echtzeit (z. B. nur 7–10 Uhr für Coffee-Brand)
- Wetter-Targeting (Sonnencreme nur bei UV-Index >5)
- Audience-Modelle auf Basis von Mobility-Daten (welche Demographie ist statistisch um diese Uhrzeit an diesem Standort)
- Frequency-Capping über Standort-Cluster
3.3 Wo pDOOH (noch) nicht hilft
Für Mikro-Venues mit einem oder zwei Screens lohnt sich pDOOH 2026 nicht — die Auktions-Mechaniken sind auf hohe Inventar-Volumen ausgelegt. Hier dominieren Self-Service-Plattformen mit fixen Slot-Preisen (CPP — Cost-per-Play) statt CPM-Auktionen. adyoutiser verkauft deshalb keinen CPM, sondern einen festen Sendezeit-Anteil je Screen und Tag.
4. Anbieter-Landkarte 2026 — wer den österreichischen DOOH-Markt prägt
Die österreichische DOOH-Landschaft ist 2026 in vier Layer strukturiert. Wir ordnen die wichtigsten Player ein, ohne Werturteil — jeder Layer hat seine Existenzberechtigung und bedient einen anderen Use-Case.
4.1 Die etablierten OOH-Player (Layer 1)
| Player | Schwerpunkt | DOOH-Inventar (Schätzung) | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Gewista (JCDecaux Austria) | Citylights, Plakat, Infoscreen | 4-stellige Anzahl Screens | Marktführer, OOHA-Vorsitz |
| Epamedia | Plakat, Citylight, Bus-Außenwerbung | 3-stellig | OOHA-Mitglied, regional stark |
| Goldbach Austria | DOOH, Programmatic, Premium | 3-stellig (inkl. Riesenrad-3D) | Programmatic-Vorreiter |
| Megaboard | Großflächen, Verkehrswege | auf Anfrage | Gewista-Konzern-Tochter |
Diese vier dominieren den Outdoor-DOOH-Layer und haben 2024/2025 die OOHA gegründet, um Reichweitenmessung, Standards und gemeinsame Marktansprache zu konsolidieren. Wer große, nationale OOH-Kampagnen plant, kommt an diesen vier nicht vorbei.
4.2 Indoor-Spezialisten (Layer 2)
- XXXLutz betreibt ein eigenes Retail-Media-Netz mit 1.300 Screens in 55 Einrichtungen — interner Werbe-Layer plus Vermarktung an Marken-Werbekunden.
- dm-drogerie markt und BIPA haben in den vergangenen Jahren Filial-Screens ausgerollt; Vermarktung primär intern.
- Spotgrade und ähnliche Office-Spezialisten konzentrieren sich auf Bürogebäude und Co-Working-Spaces.
Layer 2 ist im Inventar groß, aber typischerweise nicht für Drittwerbekunden offen — oder nur über Direktverhandlung.
4.3 Self-Service-Plattformen für Mikro-Venues (Layer 3)
Hier sitzt Adyoutiser, hier sitzen die internationalen Vergleichsanbieter wie Framen (Berlin), und hier wachsen 2025/2026 Spezial-Anbieter für einzelne Vertikalen (Fitness, Healthcare, Salon).
Charakteristika:
- Inventar zwischen 20 und mehreren Tausend Mikro-Venue-Screens
- Self-Service-Buchung mit Mindestbudgets <50 €
- Hardware-Modell: Venue kauft oder mietet den Player; Plattform organisiert Content + Werbeauslieferung
- Revenue-Share-Modelle, je nach Plattform unterschiedlich
Layer 3 ist 2026 der wachstumsstärkste Layer auf Österreich-Boden — wenn auch von einer kleinen Basis ausgehend. Der Vergleich der Self-Service-Plattformen ist Teil unseres separaten Plattform-Vergleichs (siehe interne Verlinkung am Ende).
4.4 Klassische Digital-Signage-Integratoren (Layer 4)
Hier sitzen Anbieter wie Friendlyway, NEC Digital Signage, BrightSign und Reseller, die Screens primär als interne Information-Tools liefern (Restaurants mit eigenen Tagesangeboten, Banken mit Filial-Infos, Krankenhäuser mit Wartemarken-Anzeige). Werbung als Drittpartei ist hier die Ausnahme.
4.5 Was die Anbieter-Landkarte für Werbekunden bedeutet
- Awareness-Kampagne, hohe Reichweite, klassische OOH-Optik: Layer 1
- Retail-affine Brand mit Bedarf an XXXLutz/dm-Reichweite: Layer 2 (über Direktbuchung)
- Hyperlokales KMU oder Brand mit Bedarf an Indoor-Kontext: Layer 3
- Eigenes Filial-Netz: Layer 4 (Hardware-Lösung, keine Werbevermarktung)
5. Mikro-Venues — der unterschätzte Wachstumslayer
Der spannendste, am wenigsten dokumentierte Teil des österreichischen DOOH-Markts sind die Mikro-Venues: Friseure, Beauty-Salons, Cafés, Fitnessstudios, Arztpraxen, Boutique-Hotels, Bäckereien.
Niemand hat eine vollständige Inventar-Liste dieses Layers. Wir liefern hier eine erste Schätzung auf Basis öffentlicher Daten und unserer Plattform-Beobachtungen.
5.1 Größenordnung des Mikro-Venue-Universums in Österreich
| Vertikale | Betriebe in AT (gerundet) | Realistische DOOH-Tauglichkeit | Quelle |
|---|---|---|---|
| Friseur- und Kosmetiksalons | ~17.000 | hoch (Dwell-Time 30–60 min) | WKO Statistik |
| Fitnessstudios | ~1.300 | hoch (Empfangs- und Trainingsbereich) | Branchenverband |
| Cafés und Kaffeehäuser | ~3.500 | mittel (Take-away vs. Verweilgäste) | WKO Gastronomie |
| Arztpraxen mit Wartebereich | ~16.000 | hoch (Dwell-Time 10–25 min) | ÖÄK-Statistik |
| Apotheken | ~1.418 | hoch (regulatorisch komplex) | Apothekerkammer |
| Boutique-Hotels & Pensionen | ~5.500 | mittel | Statistik Austria |
Das ergibt einen realistischen Adressraum von 40.000–45.000 Mikro-Venues mit DOOH-Tauglichkeit in Österreich. Selbst bei 5 % Marktdurchdringung über die nächsten fünf Jahre wären das 2.000–2.250 zusätzliche Screens — eine signifikante Größe gegenüber dem heutigen DOOH-Inventar.
5.2 Das adyoutiser-Netz (Stand Oktober 2026)
Zum Vergleich unser eigenes Netz — klein, aber konkret:
- 20 buchbare Screens: 16 Wien · 3 Bratislava · 1 Amstetten, indoor und outdoor
- Wien: 1., 2., 6., 8. und 9. Bezirk — u. a. Plankengasse 1, Franz-Josefs-Kai („Motto am Fluss“), 10 Screens an den Donau-Piers am Handelskai, Große Mohrengasse 10, Mariahilfer Straße 125, Josefstädter Straße 99, Franz-Josefs-Bahnhof
- Bratislava: HUMA 6, Rázusovo nábrežie
- Amstetten (NÖ): LED-Wall Waidhofner Straße 103
Reichweiten- und Kontaktzahlen nennen wir hier bewusst nicht: Sie wären modelliert, nicht gemessen. Gemessen werden bei uns die Ausspielungen.
5.3 Was Mikro-Venues für Werbekunden interessant macht
- Venue-spezifischer Kontext: Werbung im Friseur erreicht eine Person, die genau dort gerade 45 Minuten verbringt — Kontext-Match mit Beauty- und Lifestyle-Brands ist ideal.
- Hohe Dwell-Time: 8 bis 60 Minuten Sichtkontakt sind strukturell höher als an Outdoor-Standorten (1–10 Sekunden).
- Brand-Safety durch Venue-Auswahl: Wer in der Apotheke wirbt, vermeidet Klimaanlagen-Werbungs-Umfeld; wer im Yoga-Studio wirbt, bekommt ein gesundheitsbewusstes Publikum.
- Niedrige Eintrittsbarriere: Test-Budgets ab wenigen Euro möglich (bei adyoutiser ab €2 Auftragsminimum) — das macht den Layer für KMU zugänglich, die nie Outdoor-DOOH gekauft hätten.
6. KMU als Treiber: Warum 2026 das Jahr der kleinen Werbekunden wird
Die WKO weist Stand 2024 rund 360.000 Wirtschaftskammer-Mitglieder in Österreich aus, davon der überwiegende Teil Klein- und Kleinstunternehmen. Diese Gruppe war historisch nahezu vollständig vom OOH-Werbemarkt ausgeschlossen — nicht weil sie kein Interesse hatte, sondern weil:
- Mindestbudgets klassischer OOH-Anbieter bei 3.000–10.000 € pro Kampagne lagen
- Mindestlaufzeiten von zwei bis vier Wochen üblich waren
- Mediaagentur-Bedarf den Buchungsprozess komplex machte
- Creative-Produktion zusätzliche Designkosten verursachte
2026 ist alles vier davon entweder weggefallen oder marginalisiert. Self-Service-DOOH-Plattformen erlauben:
- Buchung ab €2 Auftragsminimum, ein Tag reicht
- Keine Mindestlaufzeit
- DIY-Creative über Canva-Workflow oder Plattform-eigene Vorlagen
- Selbstbuchung ohne Agentur
Das öffnet den Markt für Friseure, lokale Restaurants, Ärzte, Immobilienmakler, Fitnessstudios — also genau die Berufsgruppen, deren Kundenkreis im 2-km-Umkreis ihres Standorts liegt.
Der DOOH-Markt wächst nicht nur, weil bestehende Werbekunden mehr ausgeben, sondern weil neue Werbekunden überhaupt erst auf den Markt kommen.
7. Trends 2026/2027 — was die nächsten 18 Monate bestimmt
Wir beobachten sechs Trends, die den österreichischen DOOH-Markt in den nächsten 18 Monaten am stärksten prägen werden — in absteigender Wahrscheinlichkeit/Wirkungsbreite.
7.1 OSA-Reichweitenmessung wird zum Standard
Wenn der Outdoor Server Austria seine DOOH-Coverage planmäßig von aktuell 20 % auf 80 % hebt, wird die OOH-Branche zum ersten Mal eine vergleichbare Reichweitenmessung über alle Anbieter haben. Das verändert den Werbeeinkauf grundlegend: Mediaplaner können DOOH erstmals mit TV, Radio und Online auf einer Datenbasis vergleichen.
7.2 Programmatic-Anteil überschreitet 50 %
Bei der aktuellen Wachstumsdynamik (+10–15 Prozentpunkte pro Jahr) wird die 50 %-Marke beim programmatisch buchbaren DOOH-Inventar vermutlich Ende 2026 oder Anfang 2027 erreicht. Treiber: Gewista, Goldbach und Epamedia speisen ihre verbleibenden Screens nach.
7.3 Mikro-Networks werden Massen-Layer ergänzen
Der internationale Trend, dass Mikro-Netzwerke mit 10–30 Screens engagement-stärker performen als Großnetzwerke (siehe eflyn-Studie 2026), kommt in Österreich verspätet, aber er kommt. Werbekunden entdecken kontext-genauen Kontakt — etwa im Friseur — als Ergänzung zum Citylight-Plakat.
7.4 Retail-Media-Konvergenz
Der Übergang zwischen DOOH und Retail-Media verschwimmt. XXXLutz, dm und BIPA betreiben de facto eigene Retail-Media-Netzwerke mit DOOH-Eigenschaften. Werbekunden buchen nicht mehr "DOOH" oder "Retail-Media", sondern "Kunden-im-Kaufkontext-erreichen" — und der Kanal ist sekundär.
7.5 Brand-Safety durch Venue-Branchen-Sperren
Indoor-DOOH-Plattformen führen verstärkt Branchen-Sperren auf Screen-Ebene ein. Beispiel: ein Friseur kann konkurrierende Salons im Umkreis von seinem eigenen Screen blockieren. Diese Mechanik gibt es bei klassischen Outdoor-Anbietern nicht — sie ist ein technischer Differenzierer der Self-Service-Plattformen.
7.6 KI-generierte DOOH-Creatives
2026 sehen wir die ersten ernsthaften produktiven Workflows, in denen KMU ihre DOOH-Spots per KI-Prompt generieren (Text → Bewegtbild → 10-Sekunden-Spot). Das senkt die Creative-Hürde noch weiter und beschleunigt die KMU-Adoption.
7.7 Bonus-Trend: Konsolidierung im Self-Service-Layer
Wir erwarten, dass von den aktuell 8–12 in DACH aktiven Self-Service-DOOH-Plattformen Ende 2027 nur noch drei bis fünf wirtschaftlich profitabel sein werden. Konsolidierung erfolgt entweder durch Verkauf an Layer-1-Player (Gewista/Goldbach kauft Indoor-Inventar dazu) oder durch Marktaustritt der unwirtschaftlichen Anbieter.
8. Methodik und Datenquellen
8.1 Methodik
- Eigene Angaben (adyoutiser): nur Größe und Standorte des eigenen Netzes, Stand Oktober 2026. Keine Partner- oder Werbekunden-Daten.
- Sekundärdaten: ausgewiesene öffentliche Quellen (Outdoor Server Austria, Statista, OOHA, idooh, Nielsen Werbetrend, invidis, WKO Statistik, Apothekerkammer, Statistik Austria, FOCUS Media Research, Post AG Werbemarkt-Studie).
- Schätzungen sind im Text als solche markiert. Wir prognostizieren keine Punktwerte, sondern Korridore.
- Stichtag: Mai 2026.
8.2 Was wir nicht abdecken
- Nicht-werbefinanzierte Digital-Signage-Installationen (interne Filial-Information, Beschilderung).
- Cross-Border-Buchungen in DACH-Markt-Konstellationen — wir betrachten den österreichischen Markt isoliert.
- Audio-DOOH und experimentelle Formate ohne signifikanten Marktanteil 2026.
8.3 Externe Quellen-Verzeichnis
- Outdoor Server Austria — Reichweitenmessung Außenwerbung Österreich
- OOHA Out-of-Home Austria — Branchenverband, gegründet 11/2024
- Statistik Austria, WKO Statistik, ÖÄK, Apothekerkammer — strukturelle Marktgrundlagen
- Nielsen Werbetrend 2025 — DACH-Vergleichswerte
- idooh, invidis, ADZINE — Branchenmedien-Analysen DOOH DACH
- Fortune Business Insights, Grand View Research — internationale Marktforschung CAGR-Projektionen
9. FAQ — die zwölf häufigsten Fragen zum DOOH-Markt Österreich
Wie groß ist der DOOH-Markt in Österreich?
Der zuletzt bestätigte Brutto-Werbewert lag 2023 bei 94,7 Mio. €, mit zweistelligem YoY-Wachstum. Für 2024 erwartet die Branche einen weiteren zweistelligen Anstieg.
Wie schnell wächst DOOH in Österreich?
DOOH wuchs 2023 um +23,1 % gegenüber 2022. Der DOOH-Anteil am gesamten OOH-Markt sprang im selben Zeitraum von rund 20 % auf 32 %.
Wer sind die größten DOOH-Anbieter Österreich?
Gewista (mit Tochterunternehmen Infoscreen, Megaboard, Kulturformat), Epamedia und Goldbach dominieren den Outdoor-DOOH-Bereich. Im Indoor-Bereich teilen sich Retail-Player (XXXLutz, dm, BIPA), Office-Spezialisten und Self-Service-Plattformen wie Adyoutiser den Markt.
Was ist der Unterschied zwischen Outdoor- und Indoor-DOOH?
Outdoor-DOOH bezeichnet Bildschirme im öffentlichen Verkehrsraum (Straßen, Bahnhöfe, U-Bahn). Indoor-DOOH läuft in geschlossenen Venues mit definiertem Publikum (Salon, Praxis, Studio, Café). Indoor hat höhere Dwell-Time, niedrigere Sichtkontakte pro Tag und meist niedrigere Mindestbudgets.
Wie viel Prozent des DOOH-Inventars ist programmatisch buchbar?
Aktuell rund 40 % aller DOOH-Screens in Österreich. Wir erwarten den Sprung über 50 % im Jahr 2026/2027.
Was kostet eine DOOH-Kampagne in Österreich?
Bei klassischen Anbietern (Layer 1) liegen Mindestbudgets bei einigen Tausend Euro. Bei Self-Service-Plattformen geht es deutlich kleiner — bei adyoutiser ab €2 Auftragsminimum, ein Tag reicht. Eine ausführliche Preisorientierung findet sich in unserem Preis-Guide.
Was ist Mikro-DOOH?
Mikro-DOOH bezeichnet kleine, kontext-spezifische Screen-Netzwerke mit 10–30 Bildschirmen pro Netzwerk, oft an einer einzelnen Venue-Vertikalen ausgerichtet (z. B. nur Friseure, nur Apotheken). Internationale Beobachter wie eflyn beschreiben Mikro-Netzwerke 2026 als wachstumsstärksten Layer.
Lohnt sich DOOH für KMU?
Ja, sofern der Werbekunde eine lokale Reichweite (1–5 km um den Werbepunkt) priorisiert und Budgets ab 30 € pro Tag bereit hat. Für nationale Awareness-Kampagnen sind Layer-1-Anbieter weiterhin erste Wahl.
Was bedeutet OOHA?
OOHA ist die im November 2024 gegründete Out-of-Home-Branchenvereinigung Österreich. Vorstandsmitglieder sind u. a. Gewista, Epamedia und Goldbach. Ziel ist die Konsolidierung von Reichweitenmessung, Standards und Marktansprache.
Was ist der Outdoor Server Austria (OSA)?
OSA ist die zentrale technische Infrastruktur für die Reichweitenmessung von Außenwerbung in Österreich. Aktuelle Coverage: ~90 % analoger OOH-Flächen, ~20 % DOOH-Screens (mit Zielwert 80 %).
Wie unterscheidet sich der DOOH-Markt Österreich von Deutschland?
Deutschland ist mit 1,7 Mrd. € DOOH-Brutto-Werbewert 2025 etwa 15-mal größer als Österreich. Die Wachstumsraten sind ähnlich (zweistellig), die Player-Landschaft auf der Outdoor-Seite überlappt nicht (Ströer dominiert in DE, Gewista in AT). Self-Service-Plattformen wie Framen agieren grenzüberschreitend.
Welche Trends prägen 2026/2027 den Markt?
OSA-Reichweitenmessung wird zum Standard, Programmatic überschreitet die 50 %-Marke, Mikro-Netzwerke wachsen stark, Retail-Media-Konvergenz nimmt zu, Branchen-Sperren werden zum technischen Differenzierer, KI-Creative senkt Eintrittsbarrieren weiter.
Über Adyoutiser
adyoutiser (adyoutiser s.r.o., Bratislava) ist eine Self-Service-DOOH-Plattform in Österreich und der Slowakei: 20 Screens (16 Wien · 3 Bratislava · 1 Amstetten). Wir suchen weitere Screen-Partner in Wien, Niederösterreich und Bratislava. Ein eigener Screen läuft gratis mit unserer Software, optional gibt es einen Player für €249 netto. Den Partner-Anteil vereinbaren wir je Screen bei der Aufnahme.
Wenn Sie selbst Werbung schalten wollen: Screens ansehen und buchen. Wenn Sie als Venue eigene Screens monetarisieren möchten: Screen listen.
Dieser Marktreport wird halbjährlich aktualisiert. Stand: Mai 2026. Bei Rückfragen oder Daten-Anfragen für redaktionelle Verwendung: hello@adyoutiser.com.
Adyoutiser SEO
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