DOOH-Marktreport Österreich 2026: Marktgröße, Indoor-Wachstum & Mikro-Venues in Zahlen
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Adyoutiser SEO
Editorial Team
May 6, 2026Last updated: July 13, 202616 min read8
Marktgröße, Wachstumsraten, Anbieter-Landkarte und der Indoor-DOOH-Layer der Mikro-Venues — der DOOH-Marktreport Österreich 2026 mit Original-Plattform-Daten von Adyoutiser und Querverweisen auf Outdoor Server Austria, OOHA, Statista und Nielsen-Werbetrend.
DOOH-Marktreport Österreich 2026: Marktgröße, Indoor-Wachstum & Mikro-Venues in Zahlen
Lesedauer: ca. 16 Minuten · Zielgruppe: Werbekunden, Mediaagenturen, Branchenmedien · Stand: Mai 2026
TL;DR — die zehn wichtigsten Zahlen
Warum dieser Report? Und für wen?
DOOH-Marktdaten für Österreich gibt es. Sie liegen aber verstreut: In den jährlichen OOHA-Bilanzen, in Statista-Auszügen, in Trade-Pressemitteilungen, in den Reichweiten-Reports von Outdoor Server Austria. Was bisher fehlte, ist eine kompakte Zusammenführung, die zwei Perspektiven verbindet:
die Top-Down-Perspektive der klassischen OOH-Player (Gewista, Epamedia, Goldbach, Megaboard) mit ihren Großflächen, City-Lights und Premium-Standorten;
die Bottom-Up-Perspektive der Mikro-Venues — Friseure, Cafés, Fitnessstudios, Arztpraxen, Boutique-Hotels — die seit 2023 eigene Werbescreens betreiben und damit einen Werbe-Layer aufbauen, den keiner der etablierten Player erfasst.
Adyoutiser betreibt diesen zweiten Layer. Wir veröffentlichen diesen Report, weil wir die Marktdaten brauchen, um Werbekunden, Venue-Partner und Mediaplaner über das tatsächliche österreichische DOOH-Universum zu informieren — nicht nur über die sichtbaren 30 % an den Hauptverkehrswegen.
Der Report richtet sich an:
Werbekunden und Mediaagenturen, die DOOH in Österreich planen oder budgetieren
Brand-Manager mit Indoor-Touchpoint-Bedarf (Salon-Vertikalen, Healthcare, Gastro)
Venue-Betreiber, die sich überlegen, ob sich ein eigener Werbescreen lohnt
Branchenmedien und Investoren, die eine konsolidierte Datengrundlage suchen
Methodische Hinweise und Quellen finden sich am Ende des Reports.
1. Marktgröße: Wo steht DOOH in Österreich 2026?
Der österreichische Werbemarkt insgesamt wird 2024/2025 mit Brutto-Werbespendings im hohen einstelligen Milliardenbereich beziffert (Post AG Werbemarkt-Studie, FOCUS Media Research). DOOH ist davon ein kleiner, aber überproportional schnell wachsender Block.
1.1 Werbewert in Zahlen
Die letzten gesicherten Bruttowerbewerte für digitale Außenwerbung in Österreich:
Tabellenhinweis: Endgültige 2024-Werte des Outdoor Server Austria liegen für diesen Report noch nicht in finaler Form vor; die OOHA-Mitglieder kommunizierten zweistellige Zuwächse, einzelne Player wie Gewista und Goldbach dokumentieren in ihren Geschäftsberichten Ähnliches.
Zur Einordnung: Der gesamte OOH-Markt Österreich umfasste 2023 rund 296 Mio. € Brutto — der DOOH-Anteil davon war also etwa ein Drittel. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei knapp einem Fünftel.
1.2 Wachstumsdynamik
Die Wachstumsrate von +23,1 % (2023) ist kein einmaliger Effekt. Drei strukturelle Treiber wirken weiter:
Substitution klassischer Plakatflächen durch digitale Screens an denselben Hochfrequenzpunkten (City-Lights, U-Bahn-Stationen, Bahnhofs-Vorplätze).
Inventar-Erweiterung in bisher nicht erschlossenen Indoor-Umfeldern: Retail-Shopping-Center, Wartebereiche, Gastronomie, Mikro-Venues.
Programmatisierung: Self-Service-Plattformen verkaufen DOOH-Slots an KMU, die früher gar kein OOH-Budget hatten — der Markt wächst durch neue Werbekunden, nicht nur durch Umverteilung.
Im DACH-Vergleich liegt Österreich im Mittelfeld: Deutschland verzeichnete laut Nielsen-Werbetrend 2025 ein DOOH-Brutto-Plus von +26 %, der DOOH-Anteil am OOH-Markt erreichte dort 44 %. Die Schweiz folgt einem ähnlichen Pfad.
1.3 Was 2026 wahrscheinlich ist
Eine seriöse Punktprognose für 2026 ist schwierig, solange die OSA-Werte für 2024 nicht final publiziert sind. Plausibel ist auf Basis der bisherigen Dynamik und der OOHA-Trendaussagen ein Korridor von:
DOOH-Anteil am OOH-Markt Österreich 2026: 38–42 % (aktuelle Trajektorie verlängert)
Programmatic-Anteil 2026: 45–55 % der DOOH-Screens
Diese Zahlen sind Schätzungen, keine Messwerte — wir markieren sie entsprechend.
2. Outdoor vs. Indoor: Die zwei Welten der digitalen Außenwerbung
Wenn von DOOH gesprochen wird, denken die meisten an Riesenposter am Wiener Praterstern, Citylights an der Mariahilfer Straße oder den 50-m²-3D-Screen am Riesenradplatz, den Goldbach 2024 dort installiert hat. Das ist die Outdoor-DOOH-Hälfte — beeindruckend, sichtbar, traffic-stark.
Die andere Hälfte sieht man nicht von der Straße aus: Indoor-DOOH läuft im Wartezimmer beim Zahnarzt, im Friseur, im Fitnessstudio, im Café, in der Hotellobby, im Shopping-Center, im Co-Working-Space.
Anbieter: heterogen — XXXLutz mit eigenem 1.300-Screen-Netz, dm/BIPA mit Filial-Screens, Office-Anbieter wie Spotgrade, indoor-spezialisierte Plattformen wie Adyoutiser, Framen
Reichweite pro Screen: niedriger (50–500 Sichtkontakte/Tag), aber deutlich höhere Dwell-Time (Verweildauer 8–60 Minuten je nach Venue)
Buchung: zunehmend Self-Service per Plattform; Mindestbudget oft <50 €
Targeting: Venue-Typ, Anrainer-Profil, Branchen-Sperren — weniger demographisch, dafür sehr kontext-spezifisch
2.3 Warum der Indoor-Layer 2026 besonders wächst
Drei Gründe führen dazu, dass Indoor-DOOH innerhalb des österreichischen Gesamt-DOOH-Markts überproportional schnell wächst:
Hardware-Kosten sind gefallen: ein vollwertiger Player + 32"-Display ist 2026 für unter 600 € realisierbar. Mikro-Venues können sich Screens leisten, die 2018 unbezahlbar waren.
Self-Service-Plattformen haben den Vertriebs-Engpass aufgelöst: ein Friseur mit zehn Stuhltagen die Woche kann jetzt einen Bildschirm installieren und den Werbeplatz an lokale KMU verkaufen — ohne Sales-Mitarbeiter, ohne Mindestlaufzeit.
Der Werbe-Trend zu Hyperlokalität: lokale Händler, Ärzte, Restaurants suchen 1-km-Reichweite, nicht nationale Awareness. Indoor-Mikro-Venues passen genau dort hin.
Globale Marktforscher (u. a. Fortune Business Insights, Grand View Research) prognostizieren für das Indoor-Segment den höchsten CAGR aller DOOH-Subkategorien im Zeitraum 2024–2030. Auf Österreich übertragen heißt das: der Indoor-Layer wird sich in den nächsten 24–36 Monaten verdreifachen oder vervierfachen, während Outdoor-DOOH sich "nur" verdoppelt.
3. Programmatic DOOH: Wo Österreich 2026 steht
Programmatic DOOH (pDOOH) bezeichnet den automatisierten Einkauf von DOOH-Werbeplätzen über DSPs (Demand-Side-Platforms) und SSPs (Supply-Side-Platforms) — analog zum Display-Programmatic, aber mit physischen Bildschirmen als Inventar.
3.1 Programmatic-Coverage in AT
Rund 40 % aller DOOH-Screens in Österreich sind 2024/2025 programmatisch buchbar (Quelle: idooh, Statista-Auswertung der OOHA-Members)
Hauptanbieter auf SSP-Seite: Hivestack (mittlerweile Teil der Verve Group), VIOOH, Broadsign Reach
Auf DSP-Seite: The Trade Desk, MediaMath, lokal (Wien)
3.2 Was pDOOH praktisch bringt
Daypart-Targeting in Echtzeit (z. B. nur 7–10 Uhr für Coffee-Brand)
Wetter-Targeting (Sonnencreme nur bei UV-Index >5)
Audience-Modelle auf Basis von Mobility-Daten (welche Demographie ist statistisch um diese Uhrzeit an diesem Standort)
Frequency-Capping über Standort-Cluster
3.3 Wo pDOOH (noch) nicht hilft
Für Mikro-Venues mit einem oder zwei Screens lohnt sich pDOOH 2026 nicht — die Auktions-Mechaniken sind auf hohe Inventar-Volumen ausgelegt. Hier dominieren Self-Service-Plattformen mit fixen Slot-Preisen (CPP — Cost-per-Play) statt CPM-Auktionen. Adyoutiser arbeitet aus genau diesem Grund mit einem Hybridmodell: CPP für KMU-Werbekunden mit kleinen Budgets, CPM-Buchungen für gepoolte Multi-Screen-Kampagnen.
4. Anbieter-Landkarte 2026 — wer den österreichischen DOOH-Markt prägt
Die österreichische DOOH-Landschaft ist 2026 in vier Layer strukturiert. Wir ordnen die wichtigsten Player ein, ohne Werturteil — jeder Layer hat seine Existenzberechtigung und bedient einen anderen Use-Case.
4.1 Die etablierten OOH-Player (Layer 1)
Diese vier dominieren den Outdoor-DOOH-Layer und haben 2024/2025 die OOHA gegründet, um Reichweitenmessung, Standards und gemeinsame Marktansprache zu konsolidieren. Wer große, nationale OOH-Kampagnen plant, kommt an diesen vier nicht vorbei.
4.2 Indoor-Spezialisten (Layer 2)
XXXLutz betreibt ein eigenes Retail-Media-Netz mit 1.300 Screens in 55 Einrichtungen — interner Werbe-Layer plus Vermarktung an Marken-Werbekunden.
dm-drogerie markt und BIPA haben in den vergangenen Jahren Filial-Screens ausgerollt; Vermarktung primär intern.
Spotgrade und ähnliche Office-Spezialisten konzentrieren sich auf Bürogebäude und Co-Working-Spaces.
Layer 2 ist im Inventar groß, aber typischerweise nicht für Drittwerbekunden offen — oder nur über Direktverhandlung.
4.3 Self-Service-Plattformen für Mikro-Venues (Layer 3)
Hier sitzt Adyoutiser, hier sitzen die internationalen Vergleichsanbieter wie Framen (Berlin), und hier wachsen 2025/2026 Spezial-Anbieter für einzelne Vertikalen (Fitness, Healthcare, Salon).
Charakteristika:
Inventar zwischen 20 und mehreren Tausend Mikro-Venue-Screens
Self-Service-Buchung mit Mindestbudgets <50 €
Hardware-Modell: Venue kauft oder mietet den Player; Plattform organisiert Content + Werbeauslieferung
Revenue-Share-Modelle 30–60 % je nach Plattform
Layer 3 ist 2026 der wachstumsstärkste Layer auf Österreich-Boden — wenn auch von einer kleinen Basis ausgehend. Der Vergleich der Self-Service-Plattformen ist Teil unseres separaten Plattform-Vergleichs (siehe interne Verlinkung am Ende).
Hier sitzen Anbieter wie Friendlyway, NEC Digital Signage, BrightSign und Reseller, die Screens primär als interne Information-Tools liefern (Restaurants mit eigenen Tagesangeboten, Banken mit Filial-Infos, Krankenhäuser mit Wartemarken-Anzeige). Werbung als Drittpartei ist hier die Ausnahme.
4.5 Was die Anbieter-Landkarte für Werbekunden bedeutet
Awareness-Kampagne, hohe Reichweite, klassische OOH-Optik: Layer 1
Retail-affine Brand mit Bedarf an XXXLutz/dm-Reichweite: Layer 2 (über Direktbuchung)
Hyperlokales KMU oder Brand mit Bedarf an Indoor-Kontext: Layer 3
Eigenes Filial-Netz: Layer 4 (Hardware-Lösung, keine Werbevermarktung)
5. Mikro-Venues — der unterschätzte Wachstumslayer
Der spannendste, am wenigsten dokumentierte Teil des österreichischen DOOH-Markts sind die Mikro-Venues: Friseure, Beauty-Salons, Cafés, Fitnessstudios, Arztpraxen, Boutique-Hotels, Bäckereien.
Niemand hat eine vollständige Inventar-Liste dieses Layers. Wir liefern hier eine erste Schätzung auf Basis öffentlicher Daten und unserer Plattform-Beobachtungen.
5.1 Größenordnung des Mikro-Venue-Universums in Österreich
Das ergibt einen realistischen Adressraum von 40.000–45.000 Mikro-Venues mit DOOH-Tauglichkeit in Österreich. Selbst bei 5 % Marktdurchdringung über die nächsten fünf Jahre wären das 2.000–2.250 zusätzliche Screens — eine signifikante Größe gegenüber dem heutigen DOOH-Inventar.
Diese Zahlen sind klein im Verhältnis zu Layer-1-Anbietern. Sie sind aber repräsentativ für das, was eine Self-Service-Indoor-Plattform im aufbauenden Marktzustand 2026 erreicht — und sie zeigen, dass die Mikro-Venue-Auslastung pro Screen sehr hoch sein kann.
5.3 Was Mikro-Venues für Werbekunden interessant macht
Venue-spezifischer Kontext: Werbung im Friseur erreicht eine Person, die genau dort gerade 45 Minuten verbringt — Kontext-Match mit Beauty- und Lifestyle-Brands ist ideal.
Hohe Dwell-Time: 8 bis 60 Minuten Sichtkontakt sind strukturell höher als an Outdoor-Standorten (1–10 Sekunden).
Brand-Safety durch Venue-Auswahl: Wer in der Apotheke wirbt, vermeidet Klimaanlagen-Werbungs-Umfeld; wer im Yoga-Studio wirbt, bekommt ein gesundheitsbewusstes Publikum.
Niedrige Eintrittsbarriere: Test-Budgets ab 30–50 € pro Tag möglich — das macht den Layer für KMU zugänglich, die nie Outdoor-DOOH gekauft hätten.
6. KMU als Treiber: Warum 2026 das Jahr der kleinen Werbekunden wird
Die WKO weist Stand 2024 rund 360.000 Wirtschaftskammer-Mitglieder in Österreich aus, davon der überwiegende Teil Klein- und Kleinstunternehmen. Diese Gruppe war historisch nahezu vollständig vom OOH-Werbemarkt ausgeschlossen — nicht weil sie kein Interesse hatte, sondern weil:
Mindestbudgets klassischer OOH-Anbieter bei 3.000–10.000 € pro Kampagne lagen
Mindestlaufzeiten von zwei bis vier Wochen üblich waren
Mediaagentur-Bedarf den Buchungsprozess komplex machte
2026 ist alles vier davon entweder weggefallen oder marginalisiert. Self-Service-DOOH-Plattformen erlauben:
Buchung ab 2 € pro Tag
Keine Mindestlaufzeit
DIY-Creative über Canva-Workflow oder Plattform-eigene Vorlagen
Selbstbuchung ohne Agentur
Das öffnet den Markt für Friseure, lokale Restaurants, Ärzte, Immobilienmakler, Fitnessstudios — also genau die Berufsgruppen, deren Kundenkreis im 2-km-Umkreis ihres Standorts liegt. Wir sehen das auf Adyoutiser täglich: Die typische Buchung ist nicht die nationale Brand, sondern der lokale Steuerberater, der drei Wochen lang im Café um die Ecke wirbt.
Der DOOH-Markt wächst nicht nur, weil bestehende Werbekunden mehr ausgeben, sondern weil neue Werbekunden überhaupt erst auf den Markt kommen.
7. Trends 2026/2027 — was die nächsten 18 Monate bestimmt
Wir beobachten sechs Trends, die den österreichischen DOOH-Markt in den nächsten 18 Monaten am stärksten prägen werden — in absteigender Wahrscheinlichkeit/Wirkungsbreite.
7.1 OSA-Reichweitenmessung wird zum Standard
Wenn der Outdoor Server Austria seine DOOH-Coverage planmäßig von aktuell 20 % auf 80 % hebt, wird die OOH-Branche zum ersten Mal eine vergleichbare Reichweitenmessung über alle Anbieter haben. Das verändert den Werbeeinkauf grundlegend: Mediaplaner können DOOH erstmals mit TV, Radio und Online auf einer Datenbasis vergleichen.
7.2 Programmatic-Anteil überschreitet 50 %
Bei der aktuellen Wachstumsdynamik (+10–15 Prozentpunkte pro Jahr) wird die 50 %-Marke beim programmatisch buchbaren DOOH-Inventar vermutlich Ende 2026 oder Anfang 2027 erreicht. Treiber: Gewista, Goldbach und Epamedia speisen ihre verbleibenden Screens nach.
7.3 Mikro-Networks werden Massen-Layer ergänzen
Der internationale Trend, dass Mikro-Netzwerke mit 10–30 Screens engagement-stärker performen als Großnetzwerke (siehe eflyn-Studie 2026), kommt in Österreich verspätet, aber er kommt. Werbekunden entdecken, dass kontext-genauer Kontakt im Friseur 30 % bessere Recall-Werte bringt als im Citylight-Plakat — bei einem Bruchteil des CPMs.
7.4 Retail-Media-Konvergenz
Der Übergang zwischen DOOH und Retail-Media verschwimmt. XXXLutz, dm und BIPA betreiben de facto eigene Retail-Media-Netzwerke mit DOOH-Eigenschaften. Werbekunden buchen nicht mehr "DOOH" oder "Retail-Media", sondern "Kunden-im-Kaufkontext-erreichen" — und der Kanal ist sekundär.
7.5 Brand-Safety durch Venue-Branchen-Sperren
Indoor-DOOH-Plattformen führen verstärkt Branchen-Sperren auf Screen-Ebene ein. Beispiel: ein Friseur kann konkurrierende Salons im Umkreis von seinem eigenen Screen blockieren. Diese Mechanik gibt es bei klassischen Outdoor-Anbietern nicht — sie ist ein technischer Differenzierer der Self-Service-Plattformen.
7.6 KI-generierte DOOH-Creatives
2026 sehen wir die ersten ernsthaften produktiven Workflows, in denen KMU ihre DOOH-Spots per KI-Prompt generieren (Text → Bewegtbild → 10-Sekunden-Spot). Das senkt die Creative-Hürde noch weiter und beschleunigt die KMU-Adoption.
7.7 Bonus-Trend: Konsolidierung im Self-Service-Layer
Wir erwarten, dass von den aktuell 8–12 in DACH aktiven Self-Service-DOOH-Plattformen Ende 2027 nur noch drei bis fünf wirtschaftlich profitabel sein werden. Konsolidierung erfolgt entweder durch Verkauf an Layer-1-Player (Gewista/Goldbach kauft Indoor-Inventar dazu) oder durch Marktaustritt der unwirtschaftlichen Anbieter.
8. Methodik und Datenquellen
8.1 Methodik
Primärdaten (Adyoutiser-Plattform): aggregierte, anonymisierte Plattformkennzahlen aus dem operativen Datenmodell. Keine Einzelpartner- oder Werbekunden-Daten. Stand: Mai 2026.
Sekundärdaten: ausgewiesene öffentliche Quellen (Outdoor Server Austria, Statista, OOHA, idooh, Nielsen Werbetrend, invidis, WKO Statistik, Apothekerkammer, Statistik Austria, FOCUS Media Research, Post AG Werbemarkt-Studie).
Schätzungen sind im Text als solche markiert. Wir prognostizieren keine Punktwerte, sondern Korridore.
Fortune Business Insights, Grand View Research — internationale Marktforschung CAGR-Projektionen
9. FAQ — die zwölf häufigsten Fragen zum DOOH-Markt Österreich
Wie groß ist der DOOH-Markt in Österreich?
Der zuletzt bestätigte Brutto-Werbewert lag 2023 bei 94,7 Mio. €, mit zweistelligem YoY-Wachstum. Für 2024 erwartet die Branche einen weiteren zweistelligen Anstieg.
Wie schnell wächst DOOH in Österreich?
DOOH wuchs 2023 um +23,1 % gegenüber 2022. Der DOOH-Anteil am gesamten OOH-Markt sprang im selben Zeitraum von rund 20 % auf 32 %.
Wer sind die größten DOOH-Anbieter Österreich?
Gewista (mit Tochterunternehmen Infoscreen, Megaboard, Kulturformat), Epamedia und Goldbach dominieren den Outdoor-DOOH-Bereich. Im Indoor-Bereich teilen sich Retail-Player (XXXLutz, dm, BIPA), Office-Spezialisten und Self-Service-Plattformen wie Adyoutiser den Markt.
Was ist der Unterschied zwischen Outdoor- und Indoor-DOOH?
Outdoor-DOOH bezeichnet Bildschirme im öffentlichen Verkehrsraum (Straßen, Bahnhöfe, U-Bahn). Indoor-DOOH läuft in geschlossenen Venues mit definiertem Publikum (Salon, Praxis, Studio, Café). Indoor hat höhere Dwell-Time, niedrigere Sichtkontakte pro Tag und meist niedrigere Mindestbudgets.
Wie viel Prozent des DOOH-Inventars ist programmatisch buchbar?
Aktuell rund 40 % aller DOOH-Screens in Österreich. Wir erwarten den Sprung über 50 % im Jahr 2026/2027.
Was kostet eine DOOH-Kampagne in Österreich?
Bei klassischen Anbietern (Layer 1) liegen Mindestbudgets bei einigen Tausend Euro. Bei Self-Service-Indoor-Plattformen sind Kampagnen ab 2 € pro Tag möglich. Eine ausführliche Preisorientierung findet sich in unserem Preis-Guide.
Was ist Mikro-DOOH?
Mikro-DOOH bezeichnet kleine, kontext-spezifische Screen-Netzwerke mit 10–30 Bildschirmen pro Netzwerk, oft an einer einzelnen Venue-Vertikalen ausgerichtet (z. B. nur Friseure, nur Apotheken). Internationale Beobachter wie eflyn beschreiben Mikro-Netzwerke 2026 als wachstumsstärksten Layer.
Lohnt sich DOOH für KMU?
Ja, sofern der Werbekunde eine lokale Reichweite (1–5 km um den Werbepunkt) priorisiert und Budgets ab 30 € pro Tag bereit hat. Für nationale Awareness-Kampagnen sind Layer-1-Anbieter weiterhin erste Wahl.
Was bedeutet OOHA?
OOHA ist die im November 2024 gegründete Out-of-Home-Branchenvereinigung Österreich. Vorstandsmitglieder sind u. a. Gewista, Epamedia und Goldbach. Ziel ist die Konsolidierung von Reichweitenmessung, Standards und Marktansprache.
Was ist der Outdoor Server Austria (OSA)?
OSA ist die zentrale technische Infrastruktur für die Reichweitenmessung von Außenwerbung in Österreich. Aktuelle Coverage: ~90 % analoger OOH-Flächen, ~20 % DOOH-Screens (mit Zielwert 80 %).
Wie unterscheidet sich der DOOH-Markt Österreich von Deutschland?
Deutschland ist mit 1,7 Mrd. € DOOH-Brutto-Werbewert 2025 etwa 15-mal größer als Österreich. Die Wachstumsraten sind ähnlich (zweistellig), die Player-Landschaft auf der Outdoor-Seite überlappt nicht (Ströer dominiert in DE, Gewista in AT). Self-Service-Plattformen wie Framen agieren grenzüberschreitend.
Welche Trends prägen 2026/2027 den Markt?
OSA-Reichweitenmessung wird zum Standard, Programmatic überschreitet die 50 %-Marke, Mikro-Netzwerke wachsen stark, Retail-Media-Konvergenz nimmt zu, Branchen-Sperren werden zum technischen Differenzierer, KI-Creative senkt Eintrittsbarrieren weiter.
Über Adyoutiser
Adyoutiser betreibt eine Self-Service-DOOH-Plattform für Mikro-Venues in Österreich und der Slowakei. Wir verbinden Friseursalons, Cafés, Fitnessstudios, Arztpraxen und vergleichbare Indoor-Standorte mit lokalen Werbekunden. Hardware-Modell: Player ab 249 € einmalig, keine Lizenzkosten, Revenue-Share 30–60 % je nach Share-of-Voice.
Wenn Sie selbst Werbung schalten wollen: Für Werbekunden. Wenn Sie als Venue eigene Screens monetarisieren möchten: Partner werden. Den Plattform-Vergleich mit Wettbewerbern haben wir hier dokumentiert.
Dieser Marktreport wird halbjährlich aktualisiert. Stand: Mai 2026. Bei Rückfragen oder Daten-Anfragen für redaktionelle Verwendung: hello@adyoutiser.com.
DOOH-Marktreport Österreich 2026: Indoor, KMU, Zahlen | adyoutiser
Der österreichische DOOH-Markt erreichte 2023 einen Brutto-Werbewert von 94,7 Mio. € und wuchs damit gegenüber 2022 um +23,1 % (Quelle: Outdoor Server Austria, ausgewertet via Statista).
Der DOOH-Anteil am gesamten OOH-Markt Österreich lag 2023 bei rund 32 % — ein Sprung um zwölf Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.
Die Branchenvereinigung OOHA (Out-of-Home Austria, gegründet November 2024) projiziert für den DOOH-Anteil eine Bewegung Richtung 45 % bis 2027.
Aktuell sind in Österreich rund 40 % aller DOOH-Screens programmatisch ansprechbar — Tendenz steigend.
Der Outdoor Server Austria (OSA) deckt analoges OOH-Inventar zu 90 % ab; bei DOOH liegt die Coverage erst bei 20 % mit Zielwert 80 %.
Im DACH-Vergleich wuchs der deutsche DOOH-Brutto-Werbeumsatz 2025 laut Nielsen-Werbetrend um +26 % auf rund 1,7 Mrd. € — Österreich folgt dem Trend, auf kleinerer Basis.
Indoor-DOOH wächst innerhalb des Marktes überdurchschnittlich. Globale Marktforscher prognostizieren für das Indoor-Segment den höchsten CAGR aller DOOH-Subkategorien bis Ende des Jahrzehnts.
Die Anbieter-Landkarte wird von Gewista (samt Infoscreen, Megaboard, Kulturformat), Epamedia und Goldbach dominiert — alle vier sitzen auch im OOHA-Vorstand.
Mikro-DOOH-Netzwerke (10–30 Screens, hoch-spezifisch verortet) gelten 2026 international als wachstumsstärkster Layer und ergänzen das Massen-Inventar der Außenwerber.
Adyoutiser betreibt aktuell 16 aktive Mikro-Venue-Screens (12 Wien, 4 Bratislava), 62 angeschlossene Organisationen und 64 Kampagnen im laufenden Quartal — exemplarisch für den Self-Service-Indoor-Layer.
Jahr
DOOH Brutto (Mio. €)
YoY-Veränderung
Quelle
2022
~77
—
Outdoor Server Austria via Statista
2023
94,7
+23,1 %
Outdoor Server Austria via Statista
2024
n. a. (Schätzung: dreistelliger Mio.-Bereich)
zweistellig +
OOHA-Bilanz / idooh
Otago
Gewista, Goldbach und Epamedia speisen ihr Inventar in mehrere SSPs gleichzeitig — Multi-Homing ist Standard
Player
Schwerpunkt
DOOH-Inventar (Schätzung)
Besonderheit
Gewista (JCDecaux Austria)
Citylights, Plakat, Infoscreen
4-stellige Anzahl Screens
Marktführer, OOHA-Vorsitz
Epamedia
Plakat, Citylight, Bus-Außenwerbung
3-stellig
OOHA-Mitglied, regional stark
Goldbach Austria
DOOH, Programmatic, Premium
3-stellig (inkl. Riesenrad-3D)
Programmatic-Vorreiter
Megaboard
Großflächen, Verkehrswege
nicht öffentlich beziffert
Gewista-Konzern-Tochter
Vertikale
Betriebe in AT (gerundet)
Realistische DOOH-Tauglichkeit
Quelle
Friseur- und Kosmetiksalons
~17.000
hoch (Dwell-Time 30–60 min)
WKO Statistik
Fitnessstudios
~1.300
hoch (Empfangs- und Trainingsbereich)
Branchenverband
Cafés und Kaffeehäuser
~3.500
mittel (Take-away vs. Verweilgäste)
WKO Gastronomie
Arztpraxen mit Wartebereich
~16.000
hoch (Dwell-Time 10–25 min)
ÖÄK-Statistik
Apotheken
~1.418
hoch (regulatorisch komplex)
Apothekerkammer
Boutique-Hotels & Pensionen
~5.500
mittel
Statistik Austria
64 laufende oder abgeschlossene Kampagnen
90 Buchungen im Plattform-Lebenszyklus
25 Partner-Content-Pieces (eigener Venue-Content im Round-Robin)
36 ausgezahlte Partner-Payouts an Venue-Betreiber
>1,6 Mio. Playouts allein im Monat April 2026 (Mai laufend)