Kinderarzt-Werbung Österreich 2026: Wartezimmer-Bildschirm | adyoutiser
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Kinderarzt-Werbung Österreich 2026: Wartezimmer-Bildschirm & Eltern-Kanal
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Adyoutiser SEO
SEO-Redaktion
July 1, 2026Last updated: July 13, 202616 min read8
Kinderarztpraxen haben in Österreich die längsten Wartezeiten aller niedergelassenen Facharztgruppen. Bei ÄrzteG-konformer Umsetzung wird der Wartezimmer-Bildschirm zur Einnahmequelle und zum Kanal, der Eltern zwischen 28 und 45 zuverlässig erreicht – vom lokalen Immobilienmakler bis zur Sprachschule. Der Leitfaden mit rechtlicher Matrix, Content-Mix, drei realistischen Setups und Saison-Heatmap.
Kinderarzt-Werbung in Österreich 2026: Wartezimmer-Bildschirm als ÄrzteG-konforme Einnahmequelle und Eltern-Kanal
Eine Kinderarztpraxis in Österreich hat einen strukturellen Vorteil, den fast keine andere niedergelassene Fachrichtung so klar aufweist: die Verweildauer im Wartezimmer. Zwischen Impfterminen, Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen, Rufbereitschaft in der Erkältungssaison und einer erwachsenen Begleitperson pro Kind entstehen Wartezeiten von durchschnittlich 20 bis 45 Minuten – deutlich länger als in Allgemeinmedizin oder Zahnarztpraxis. In diesem Zeitraum sitzt eine der wertvollsten Zielgruppen der lokalen Wirtschaft ungestört auf einem Sessel: Eltern zwischen 28 und 45, meist mit gesichertem Einkommen und laufenden Familienausgaben.
Dieser Leitfaden zeigt, wie eine pädiatrische Praxis diese Situation gesetzeskonform in einen Einnahmekanal umwandelt, ohne gegen § 53 ÄrzteG, die Werberichtlinie der Österreichischen Ärztekammer oder die DSGVO zu verstoßen. Er richtet sich an Praxisinhaber:innen, Ordinationsassistent:innen mit Marketingverantwortung und an lokale Werbekunden, die verstehen möchten, warum Kinderarzt-Wartezimmer 2026 zu den unterbewerteten Umfeldern in Österreichs Indoor-DOOH-Landschaft gehören.
Warum das Kinderarzt-Wartezimmer strukturell besonders ist
Vier Faktoren machen das Kinderarzt-Wartezimmer aus Sicht der digitalen Außenwerbung ungewöhnlich attraktiv:
Verweildauer. In österreichischen Kinderarztpraxen sind Wartezeiten von 20 bis 45 Minuten pro Termin realistisch, in der Grippesaison auch länger. Zum Vergleich: Ein Salonaufenthalt dauert im Schnitt 35 bis 60 Minuten, ein Café-Besuch 15 bis 25 Minuten, ein Zahnarzt-Aufenthalt 10 bis 20 Minuten. Kinderarztpraxen liegen im obersten Segment.
Begleitpersonen-Faktor. Pro Kind ist mindestens eine erwachsene Bezugsperson anwesend, oft zwei (Vater plus Mutter beim Erst-Impftermin, Großeltern bei Schulkindern). Rechnerisch werden pro Terminstunde 1,4 bis 1,8 erwachsene Zusehende erreicht – deutlich mehr als in Ordinationen ohne Begleitperson.
Demographischer Filter. Die Elterngruppe zwischen 28 und 45 ist die zahlungskräftigste Alterskohorte in Österreich. Sie befindet sich in der Phase der größten Haushaltsanschaffungen: Immobilienerwerb, Familienauto, Photovoltaikanlage, Bausparen, Erstversicherung, Sprachförderung für Kinder, Nachhilfe, Musikschule. Das ist ein Werbetreibendenmix, der in kaum einem anderen Micro-Venue-Umfeld so konzentriert vorkommt.
Aufmerksamkeit ohne Ausweichoption. Wartezimmer haben eine natürliche „Attention-Sink"-Eigenschaft: das Handy dient häufig der Kinderbeschäftigung, ein Buch fehlt, Zeitschriften sind seit COVID in vielen Praxen entfernt worden. Ein 22-Zoll-Screen an gut platzierter Wand ist oft die einzige visuelle Ablenkung – und wird entsprechend häufig angesehen.
Zur Einordnung der Aufmerksamkeitswirkung veröffentlicht Statistik Austria regelmäßig Daten zur Mediennutzung nach Altersgruppen, die WKO listet Werbeträger für den lokalen Gewerbebedarf, und die Österreichische Ärztekammer publiziert die maßgeblichen Werbe-Rahmenbedingungen. Ohne diese drei Referenzquellen ist keine seriöse Vermarktung eines Kinderarzt-Screens möglich.
Der rechtliche Rahmen: § 53 ÄrzteG, Werberichtlinie und DSGVO
Anders als Salons oder Cafés unterliegt eine ärztliche Ordination einem strengen berufsrechtlichen Werbeverbot. Wer als Kinderärztin oder Kinderarzt einen Bildschirm im Wartezimmer betreibt, bleibt für den gesamten Inhalt verantwortlich – auch für die Werbung, die eine externe Plattform ausspielt. Diese Verantwortung lässt sich nicht wegdelegieren.
Kernprinzipien der Werberichtlinie der Österreichischen Ärztekammer (Fassung 2026):
Erlaubt sind sachliche Informationen zur Ordination, zur Person, zu Leistungen, Öffnungszeiten, zum Praxisteam sowie sachliche Gesundheitsinformationen. Auch Informationen zu Vorsorgeuntersuchungen (Mutter-Kind-Pass, Schularztuntersuchung, Impfplan) sind zulässig.
Nicht erlaubt sind marktschreierische oder anpreisende Werbung, Rabatte, „Sonderangebote", vergleichende Werbung gegen andere Ärzt:innen sowie jede Form der Werbung für Arzneimittel, Heilbehelfe oder deren Hersteller. Das ist der kritischste Punkt für das Wartezimmer: Werbung eines Apothekenkonzerns für ein rezeptpflichtiges Präparat auf dem Screen wäre ein doppelter Verstoß (Arzneimittelwerbung und mittelbare Praxis-Werbung für einen Vertreiber).
DSGVO-Ebene. Kinderdaten unterliegen der besonders geschützten Kategorie. Ein Screen darf keine erkennbaren Patient:innen filmen oder anzeigen, keine Namen aufrufen, keine Impfstatus-Listen zeigen. Werbeinhalte selbst dürfen keine Kinderfotos zur emotionalen Manipulation einsetzen, wenn diese ohne dokumentierte Einwilligung entstanden sind. Die Verantwortung für die Rechtmäßigkeit des ausgespielten Werbematerials liegt beim Ordinationsinhaber – die Plattform muss diese Prüfung im Freigabeprozess technisch mittragen.
Was das für die Praxis bedeutet. Man betreibt keinen „normalen" Werbe-Screen, sondern ein reguliertes Publikationsmedium. Jede Kampagne benötigt eine ärztliche Sichtprüfung vor Ausspielung. Praxen, die diese Prüfung ernst nehmen, haben in der Erfahrung mit vergleichbaren Facharzt-Umfeldern (Zahnarzt, HNO) eine Ablehnungsquote von 8 bis 15 Prozent des eingereichten Werbematerials.
Werbeinhalt
ÄrzteG-konform?
Kinderarzt-spezifisch
Lokale Immobilien-Angebote
Ja
Ja, Familien-Zielgruppe
Photovoltaik / Wärmepumpe
Ja
Ja, Haushaltsentscheidung
Sprachschule / Nachhilfe
Ja
Sehr passend
Familien-Kfz / Elektrofahrzeug
Ja
Passend
Rezeptfreie Arzneimittel
Nein
Verbotene Arzneimittelwerbung
Nahrungsergänzungsmittel
Grauzone
Meist zu ablehnen
Alkohol, Zigaretten
Nein
Doppelt problematisch
Süßwaren-Übermaß-Werbung
Grauzone
Ärztliche Bedenken
Impfstoffe / Hersteller
Nein
Klarer Verstoß
Rabatt-Kampagnen anderer Ärzt:innen
Nein
Verstoß Kollegen-Werbung
Sportverein / Musikschule / Ergotherapie
Ja
Sehr passend
Versicherungen (Familien-, Ausbildungs-)
Ja
Passend
Für Praxen, die diese Matrix operativ absichern möchten, hat Adyoutiser eine automatisierte Kategorie-Sperre pro Screen implementiert. Sie wird beim Onboarding konfiguriert und blockiert die entsprechenden Werbebranchen dauerhaft. Details dazu im Bereich /partner-werden.
Der Content-Mix im Kinderarzt-Wartezimmer
Ein rein kommerziell befüllter Screen hätte in einer Kinderarztordination weder rechtlich noch atmosphärisch Bestand. Bewährt hat sich in Österreich und Deutschland eine Drei-Ebenen-Mischung, wobei jeder Screen individuell konfigurierbar bleibt.
Ebene 1: Praxis-Information (ca. 30 Prozent Ausspielungsanteil). Ordinationszeiten, aktuelle Urlaubswoche, Impfplan-Update, Notdienst-Kontakt, Vorstellung des Teams, Erklärung der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen. Diese Inhalte sind statisch pflegbar, werden von den Eltern aktiv gelesen und stärken die Praxisbindung. Sie sind unter der Werberichtlinie unproblematisch, weil rein sachlich.
Ebene 2: Gesundheitsinformation (ca. 30 Prozent). Sachliche Aufklärung zu saisonalen Themen: Sonnenschutz im Sommer, RSV-Prophylaxe im Winter, Fieber-Erste-Hilfe, Zeckenschutz, Schlafhygiene bei Kleinkindern, Sprachentwicklung. Diese Inhalte sind kein Werbematerial, sondern Patient:innen-Information. Sie erhöhen die wahrgenommene Kompetenz der Ordination und werden regelmäßig neu produziert – idealerweise durch die Ärztekammer, kinderärztliche Fachgesellschaften oder die Selbsthilfe-Verbände.
Ebene 3: Werbung (ca. 40 Prozent). Nur diese Ebene generiert Einnahmen. Sie unterliegt der oben beschriebenen Filterung. Bei einer Praxis mit fünf Stunden Betrieb an einem Werktag und einem 10-Sekunden-Spot-Format ergibt das rechnerisch etwa 720 mögliche Werbeausspielungen pro Tag, von denen typischerweise 60 bis 75 Prozent tatsächlich mit Werbung befüllt sind – der Rest bleibt für Ebene 1 und 2 reserviert.
Die genaue Aufteilung ist im Adyoutiser-Dashboard pro Screen einstellbar, sodass eine Praxis mit hohem Publikumsverkehr die Praxis-Info-Ebene reduzieren und den Werbeanteil erhöhen kann, während eine Landkinderarztordination mit Erklärungsbedarf umgekehrt vorgehen wird.
Welche Werbetreibenden Kinderarzt-Eltern erreichen wollen
Die Eltern-Zielgruppe im pädiatrischen Wartezimmer ist branchenübergreifend gefragt. Aus den bisherigen Buchungsmustern auf Adyoutiser lassen sich sieben Cluster identifizieren, die für ein Kinderarzt-Umfeld sinnvoll sind:
Cluster A – Familien-Immobilien. Lokale Immobilienmakler mit Fokus auf Reihenhäuser, Genossenschaftswohnungen im Grätzl oder Erstbezug im 2- bis 4-Zimmer-Segment. Die Elternphase deckt sich zeitlich mit der Familienerweiterung und der Suche nach mehr Wohnfläche. Bereits abgedeckt im Immobilienmakler-Leitfaden.
Cluster B – Photovoltaik und Wärmepumpe. Haushalte mit Kindern investieren überproportional in Energieautarkie, oft im Kontext eines Hausbaus oder einer Sanierung. Die aktuelle Förderkulisse macht 2026 die Ansprache besonders wirkungsvoll. Details im PV-Leitfaden und im Wärmepumpen-Guide.
Cluster C – Bildung und Frühförderung. Sprachschulen, Nachhilfeinstitute, Musikschulen, Tanzschulen, Kinderkurse, MINT-Camps. Das Kinderarzt-Wartezimmer ist einer der wenigen Kanäle, in dem beide Elternteile gleichzeitig erreichbar sind, was Entscheidungsgeschwindigkeit erhöht. Ergänzend der Sprachschul-Leitfaden.
Cluster D – Versicherung. Familien-Versicherungspakete, Zusatz-Krankenversicherung für Kinder, Bausparen, Ausbildungssparpläne. Versicherungsmakler mit lokalem Fokus profitieren stark von diesem Umfeld – siehe Versicherungsmakler-Guide.
Cluster E – Familien-Mobilität. Elektro-Familienautos, Kombi-Fahrzeuge, Fahrradläden mit Kinder- und Familienfokus, E-Bike-Anbieter. Das Autohaus-Umfeld ergänzt sich hier gut.
Cluster F – Ergänzende Gesundheitsleistungen. Logopädie, Ergotherapie, Kinderpsychologie, Heilmasseur:innen, Fußgesundheit für Kinder. Wichtig: keine vergleichende Werbung gegen die Ordination selbst, kein Aufbau eines Konkurrenz-Verhältnisses. Der Screen bewirbt komplementäre, nicht substituierende Leistungen.
Cluster G – Freizeit und Familien-Erlebnis. Regionale Familien-Ausflugsziele, Hallenbäder, Indoorspielplätze, Kinder-Kulturprogramme, Familien-Skipässe, Museen. Saisonaler Peak vor Ferien und in der Übergangszeit.
Was diese Cluster verbindet: alle sind lokal buchbar, keiner benötigt eine bundesweite Reichweite, alle profitieren von der langen Verweildauer. Genau das ist die Positionierung, die Adyoutiser gegenüber programmatischen Großplattformen (Framen, VIOOH, Hivestack) einnimmt: sichtbar für den Grätzl-Betrieb ohne Mindestbudget, statt versteckt in einer nationalen Ausspielungslawine.
Drei realistische Setups mit Zahlen
Die folgenden Setups basieren auf branchenüblichen Annahmen (Praxis-Öffnungszeiten, Wartezimmer-Frequenz, Auslastung der Werbeslots). Sie sind als Schätzungen zu lesen, nicht als garantierte Einnahmen. Die tatsächlichen Zahlen hängen vom Standort, der Bezirkskaufkraft, der Betriebsdauer, den gebuchten Werbekunden und der Saison ab.
Zwei Kinderärzt:innen, drei bis vier Assistenz-Kräfte, teilweise Wahlarzt-Anteile.
Öffnungszeiten: 40 Stunden pro Woche über fünf Tage.
Zwei Screens: Empfang (32 Zoll) plus Wartebereich (22 Zoll).
Werbe-Auslastung: 65 Prozent.
Erwartungsspanne Einnahme (Schätzung, netto): 110 bis 210 Euro pro Monat.
Player-Kosten: zwei Player, einmalig 498 Euro.
Amortisation: 3 bis 5 Monate.
Zusatznutzen: doppelte Ausspielung mit unterschiedlichem Content-Fokus – Wahlarzt-Zusatzleistungen am Empfangs-Screen, Kinder-freundliche Gesundheitsanimation im Wartebereich.
Setup 3: Kinder- und Jugendambulatorium, hohe Frequenz
Drei bis fünf Fachärzt:innen, ergänzende Berufsgruppen (Logopädie, Ergotherapie, Kinderpsychologie).
Öffnungszeiten: 45 bis 55 Stunden pro Woche.
Drei bis vier Screens, Verteilung auf Empfang, zwei Wartebereiche, gegebenenfalls einen Therapie-Warteraum.
Werbe-Auslastung: 75 Prozent, gesteigert durch geografische Attraktivität für Werbekunden.
Erwartungsspanne Einnahme (Schätzung, netto): 260 bis 480 Euro pro Monat.
Player-Kosten: einmalig 996 bis 1.245 Euro.
Amortisation: rechnerisch 3 bis 5 Monate.
Zusatznutzen: interne Kommunikation zwischen den Berufsgruppen (Termin-Verlegungen, Vertretungen) lässt sich ebenfalls über die Screens abbilden.
Wichtig zur Einordnung: Die Werbeeinnahmen einer Kinderarztpraxis liegen typischerweise unter denen eines vergleichbar frequentierten Salons oder Fitnessstudios. Grund ist der strengere Kategorien-Filter, der Werbekunden ausschließt (Arzneimittel, Süßwaren, Alkohol). Das ist ein bewusster Trade-off gegen Compliance und Patient:innen-Vertrauen, nicht ein Nachteil der Plattform.
Die Preistabelle für Werbekunden auf pädiatrischen Screens folgt der öffentlichen Preisliste von Adyoutiser. Es gibt keine Sonderaufschläge für Facharzt-Umfelder; die höheren TKP-Werte ergeben sich aus der niedrigeren Ausspielungsdichte und der demographischen Qualität, nicht aus einer manuellen Aufpreis-Regelung.
Saison-Heatmap: Wann läuft die Praxis, wann die Werbung
Kinderarztpraxen haben in Österreich einen der ausgeprägtesten Saison-Effekte aller niedergelassenen Fachrichtungen. Für die Vermarktung des Screens ist der Verlauf zu kennen essentiell.
Monat
Praxis-Frequenz
Werbe-Nachfrage
Kommentar
Jänner
Sehr hoch
Mittel
Erkältungswelle, viele Rezepte, wenig Werbebudget-Freigabe
Februar
Sehr hoch
Mittel
Grippesaison, Faschings-Verletzungen
März
Hoch
Hoch
Vorsorge-Peaks, Frühjahrs-Kampagnen bei Werbekunden
April
Mittel
Hoch
Osterreisen, Sonnenschutz-Aufklärung
Mai
Mittel
Hoch
Mutter-Kind-Pass-Kontrollen, Muttertag
Juni
Mittel
Mittel-Hoch
Vor Schulbeginn: Impfauffrischungen, Ferien-Vorbereitung
Juli
Niedrig
Mittel
Sommer-Ferien, Reisen, weniger Termine
August
Sehr niedrig
Niedrig
Ferien-Peak, viele Ordinationen mit Betriebsurlaub
Was bedeutet das operativ? Die stärksten Monate für Kinderarzt-Werbung sind September bis November. Wer im Frühjahr 2026 einsteigt und den ersten Sommer als „Aufbauphase" nutzt (Praxis-Info und Gesundheits-Content), erreicht den ersten wirtschaftlich attraktiven Peak im September – ein günstiges Timing für den Einstieg in den nächsten Monaten.
Was NICHT ins Kinderarzt-Wartezimmer gehört
Für eine Praxis, die im ersten Betriebsjahr Vertrauen aufbaut, sind folgende Kategorien kritisch – auch wenn sie einzeln formal ÄrzteG-konform erscheinen:
Emotional aufgeladene Werbung mit Kinderdarstellungen. Selbst wenn rechtlich zulässig, wirkt sie in einer Kinderordination oft manipulativ und untergräbt die Neutralität der Praxis.
Politische Werbung. Nach § 26 Mediengesetz zwar möglich, aber praxispolitisch für Kinderärzt:innen problematisch – sie kann die Neutralität gegenüber Familien mit unterschiedlichen politischen Hintergründen gefährden. Adyoutiser blockiert politische Werbung standardmäßig auf allen Screens; die Blockierung ist im Onboarding aktiviert.
Werbung für Fast-Food-Ketten und Süßwaren-Übermaß. Formal keine Arzneimittelwerbung, aber ein Widerspruch zur ärztlichen Präventionsrolle. In vielen Kinderarzt-Ordinationen führt die Ausspielung solcher Werbung zu berechtigter Kritik durch Eltern und Kolleg:innen.
Werbung, die Wartezeiten thematisiert oder kritisiert. Werbung für Wahlarzt- oder Privat-Konkurrenten mit dem impliziten Versprechen „kürzerer Wartezeiten" ist rechtlich zulässig, praxispolitisch aber destruktiv.
Alkohol und Tabakerzeugnisse. Bereits gesetzlich in vielen Werbekontexten eingeschränkt, in einer Kinderordination unter allen Umständen inakzeptabel.
Impfstoff-Herstellerwerbung. Klarer Verstoß gegen die Werberichtlinie der ÖÄK – auch wenn sie neutral formuliert ist. Impfstoffe sind Arzneimittel, deren Werbung Ärzt:innen untersagt ist.
Adyoutiser konfiguriert diese Sperren im Standard-Onboarding für pädiatrische Screens automatisch. Praxen können zusätzliche Kategorien manuell hinzufügen; eine spätere Lockerung ist jederzeit möglich.
Häufig gestellte Fragen
Ist ein Werbe-Screen im Wartezimmer nach § 53 ÄrzteG grundsätzlich erlaubt?
Ja – solange die Werbung keine Arzneimittel, Heilbehelfe oder Hersteller solcher Produkte bewirbt, keine Rabatte enthält, sachlich informiert und keine vergleichende Werbung gegen andere Ärzt:innen zeigt. Die Verantwortung für die inhaltliche Prüfung liegt bei der Praxis.
Wer haftet, wenn eine Werbung gegen ÄrzteG verstößt?
In erster Linie der Ordinationsinhaber, weil er das Publikationsmedium bereitstellt. Adyoutiser übernimmt in der Content-Freigabe eine technische Vorprüfung und kann Kategorien pauschal sperren, ersetzt aber nicht die ärztliche Sichtkontrolle strittiger Fälle.
Braucht die Praxis eine schriftliche Zustimmung der Patient:innen?
Für Werbung ohne personenbezogene Datenverarbeitung nein. Sobald der Screen jedoch eine Kamera zur Anonym-Zählung, eine Interaktionskomponente oder eine Personenerkennung enthält, greift die DSGVO mit voller Konsequenz – das ist im Kinderbereich besonders sensitiv. Adyoutiser-Screens enthalten in der Standard-Konfiguration keine Kamera- oder Personenerkennungstechnik.
Wie sieht die Content-Moderation praktisch aus?
Jede Werbekampagne durchläuft eine automatisierte Kategorie- und Content-Prüfung sowie eine manuelle Sichtung durch das Adyoutiser-Team. Bei Kinderarzt-Ordinationen ist der Filter enger eingestellt als bei Standard-Micro-Venues.
Kann eine Kinderarztpraxis politische Werbung ausschließen?
Ja, standardmäßig ist politische Werbung auf allen Adyoutiser-Screens deaktiviert. Auch bezahlte Anzeigen von Interessengruppen mit politischer Zielsetzung sind über das Kategorien-System sperrbar.
Wie lange dauert das Setup, wenn wir uns entscheiden?
Der Player wird nach Bestellung binnen 3 bis 5 Werktagen versendet. Die Inbetriebnahme dauert 30 Minuten und benötigt Strom, WLAN oder LAN sowie einen HDMI-fähigen Bildschirm. Die ersten Praxis-Info-Inhalte lassen sich am selben Tag hinterlegen; die Werbe-Ausspielung startet nach abgeschlossenem Onboarding und Kategorien-Konfiguration nach 5 bis 10 Werktagen.
Was passiert, wenn die Praxis im Sommer geschlossen ist?
Der Screen kann über das Dashboard pausiert werden, es entstehen keine Kosten in dieser Zeit. Werbekunden werden über den Ausfall automatisch informiert; die Buchung ruht.
Können mehrere Screens in unterschiedlichen Ordinationsräumen unterschiedliche Inhalte zeigen?
Ja, jeder Screen ist einzeln konfigurierbar – etwa Empfangsscreen mit organisatorischen Informationen, Wartebereichs-Screen mit Gesundheits-Content plus Werbung.
Was kostet der Betrieb monatlich?
Es fallen keine Lizenzkosten an. Die einmaligen Kosten sind der Player (249 Euro) und der Bildschirm (nicht enthalten, üblicherweise 150 bis 400 Euro pro 22- bis 32-Zoll-Modell). Laufend fällt lediglich der Stromverbrauch an; die Werbeeinnahmen werden per Revenue-Share ausgezahlt.
Wie viel Aufwand hat die Praxis pro Monat?
Nach dem Setup rechnet Adyoutiser mit 30 bis 60 Minuten pro Monat für Content-Aktualisierung (Praxis-Info, saisonale Gesundheits-Themen) und Freigabe strittiger Werbekampagnen. Die eigentliche Werbe-Ausspielung läuft automatisiert.
Wie es weitergeht
Wer als Kinderärztin oder Kinderarzt einen Wartezimmer-Screen wirtschaftlich sinnvoll und rechtskonform betreiben möchte, kann direkt auf /partner-werden den Onboarding-Prozess starten. Für lokale Werbetreibende, die Eltern-Zielgruppen ansprechen möchten, bietet /fuer-werbekunden den Buchungspfad mit Vorschau der verfügbaren pädiatrischen Screens im gewünschten Bezirk.
Die vorliegende Analyse wird jährlich aktualisiert. Änderungen am § 53 ÄrzteG, an der Werberichtlinie der ÖÄK oder an einschlägigen DSGVO-Auslegungen fließen laufend ein. Für konkrete Praxis-Situationen empfiehlt sich zusätzlich die Rücksprache mit der zuständigen Landesärztekammer.