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Stellenanzeige am Werbebildschirm: Muss das Gehalt drauf?

Christian Starzengruber

Christian Starzengruber

Founder, adyoutiser

29. Oktober 20267 Min. Lesezeit0
Stellenanzeige am Werbebildschirm: Muss das Gehalt drauf?

Auch eine Stellenanzeige auf einem Screen muss in Österreich das Mindestentgelt laut Kollektivvertrag nennen. Was aufs Motiv muss, was nicht drauf darf und wie es in 6 Sekunden passt.

Kurz gesagt: Ja, auch eine Stellenanzeige auf einem Werbebildschirm muss in Österreich das Mindestentgelt nennen, das für den Job laut Kollektivvertrag oder Gesetz gilt. Zahlst du mehr, schreib „Bereitschaft zur Überzahlung" dazu. Das verlangt § 9 Gleichbehandlungsgesetz seit 1. März 2011, unabhängig davon, ob das Inserat in der Zeitung, online oder auf einem Screen läuft. Dazu kommt: geschlechtsneutral formulieren und niemanden wegen Alter oder Herkunft ausschließen.

Im November suchen viele Geschäfte in Wien Aushilfen für das Weihnachtsgeschäft. Ein Bildschirm in der Nähe ist dafür ein naheliegender Kanal: Die Leute, die dort vorbeigehen, wohnen oder arbeiten in der Gegend. Hier steht, was aufs Motiv muss, damit die Anzeige rechtlich sauber ist, und wie das alles in ein paar Sekunden Sendezeit passt.

Das ist eine Praxis-Übersicht, keine Rechtsberatung. Grundlage ist das Gleichbehandlungsgesetz (GlBG) im RIS und die Erläuterung der WKO zu Entgeltangaben in Stelleninseraten.

Gilt die Gehaltspflicht auch für eine Stellenanzeige am Bildschirm?

Ja. Das Gesetz knüpft an die Stellenausschreibung an, nicht an das Medium. Ein Motiv „Wir suchen Verstärkung" auf einem Screen ist eine Ausschreibung wie ein Inserat in der Zeitung.

Die Pflicht trifft Arbeitgeber und private Arbeitsvermittler. Sie gilt für Vollzeit, Teilzeit und befristete Jobs, also auch für die Weihnachtsaushilfe für sechs Wochen. Eine Ausnahme für kurze Formate oder für Bildschirme gibt es nicht.

Was genau muss aufs Motiv?

Das Mindestentgelt, das für die Stelle gilt, und ein Hinweis, falls du bereit bist, mehr zu zahlen. Beides muss stimmen, nicht nur dastehen.

Konkret:

  1. Der Betrag. Das Mindestentgelt aus dem Kollektivvertrag deiner Branche, passend zur Einstufung der Stelle. Gibt es keinen Kollektivvertrag, gilt das, was Gesetz oder Mindestlohntarif vorschreiben.
  2. Der Bezug. Brutto, pro Monat oder pro Stunde. Bei Teilzeit gib das Stundenausmaß an oder rechne auf die Stunde um, sonst ist die Zahl nicht vergleichbar.
  3. Die Überzahlung. Zahlst du über dem Minimum, schreib es dazu. Eine konkrete Zahl ist erlaubt und meistens besser als der Standardsatz.

Ein Beispiel, das in ein Motiv passt:

Verkaufsaushilfe gesucht, 20 h/Woche, ab €X brutto/Monat lt. KV, Überzahlung möglich.

Setz für X den Betrag aus deinem Kollektivvertrag ein. Wie hoch er ist, sagt dir die Fachgruppe deiner Wirtschaftskammer oder deine Lohnverrechnung.

Reicht ein QR-Code mit dem Gehalt auf der Website?

Sicher ist nur: Das Gehalt steht am Motiv. Ob ein Verweis auf eine Website reicht, regelt das Gesetz nicht ausdrücklich. Geh kein Risiko ein, das du mit einer Zeile vermeiden kannst.

Der QR-Code ist trotzdem sinnvoll, aber für den Rest: Aufgaben, Arbeitszeiten, Bewerbungsweg. Auf dem Screen steht die Zahl, auf der Landingpage die Details. Wie du einen QR-Code mit eigenem Link misst, steht in UTM-Links und QR-Codes für Bildschirmwerbung.

Was darf nicht in die Anzeige?

Alles, was eine Gruppe ausschließt, ohne dass es für den Job nötig ist. Das GlBG verbietet Ausschreibungen nur für ein Geschlecht und Formulierungen, die nach Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Weltanschauung oder sexueller Orientierung aussieben.

Typische Fallen auf einem kurzen Motiv:

FormulierungProblemBesser
„Verkäuferin gesucht"nur ein Geschlecht„Verkäufer:in gesucht" oder „Verkauf (m/w/d)"
„junges, dynamisches Team"Alter„Team, das gern anpackt"
„Deutsch als Muttersprache"Herkunft„gute Deutschkenntnisse"
„Studentin für Samstag"Geschlecht„Aushilfe für Samstag"

Kurz heißt hier nicht schlampig. Ein Motiv mit sechs Wörtern kann genauso diskriminieren wie ein ganzseitiges Inserat.

Was passiert bei einem Verstoß?

Beim ersten Mal eine Ermahnung, danach eine Geldstrafe bis €360. Das ist wenig Geld, aber ein Verwaltungsstrafverfahren, das du nicht brauchst. Antrag stellen können Bewerber:innen und die Gleichbehandlungsanwaltschaft.

Wichtiger ist der Effekt auf die Bewerbungen: Ohne Gehaltsangabe sieht dein Motiv aus wie ein Inserat von gestern. Mit Zahl weiß jede Person in zwei Sekunden, ob sich der Anruf lohnt.

Ändert sich 2026 etwas durch die EU-Richtlinie?

Möglicherweise. Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie hätte bis 7. Juni 2026 in nationales Recht umgesetzt werden müssen. Prüf vor dem Start deiner Kampagne den aktuellen Stand.

Die Richtlinie (EU) 2023/970 verlangt in Artikel 5, dass Bewerber:innen das Einstiegsentgelt oder dessen Spanne vor dem Vorstellungsgespräch erfahren. Wer das heute schon mit einer klaren Zahl am Motiv erfüllt, muss später nichts umbauen. Die österreichische Pflicht nach dem GlBG gilt in jedem Fall weiter.

Wie passt das alles in ein paar Sekunden?

Mit drei Zeilen und einem Code. Mehr liest am Bildschirm niemand.

Bei adyoutiser kaufst du einen Anteil der Sendezeit, zum Beispiel 10 % = 6 Sekunden pro Minute. In diesen Sekunden muss die Botschaft sitzen:

  • Zeile 1, groß: Was du suchst. „Aushilfe Verkauf, ab sofort"
  • Zeile 2: Die Zahl. „ab €X brutto/Monat lt. KV, 20 h"
  • Zeile 3: Wo. Geschäftsname und Adresse, wenn der Screen in der Nähe ist.
  • QR-Code zur Bewerbungsseite, groß genug, dass er auf ein paar Meter scannt.

Tipps für Schrift und Format stehen in Perfekter Content für Werbe-Screens. Jedes Motiv wird vor dem Start geprüft, von der KI und bei Bedarf von einem Menschen. Wie das abläuft, steht in Werbemotiv-Prüfung und Freigabe.

Welcher Screen passt für eine Stellenanzeige?

Der nächste zu deinem Geschäft. Bewerber:innen für eine Aushilfe kommen meistens aus der Umgebung, also zählt die Lage mehr als die Größe.

In Wien sind heute 16 Screens buchbar, im 1., 2., 6., 8. und 9. Bezirk:

  • Donaupier am Handelskai: 10 Screens an den Schiffsanlegestellen im 2. Bezirk.
  • Franz-Josefs-Kai, nahe Schwedenplatz: für Betriebe in der Innenstadt und im 2. Bezirk.
  • Plankengasse 1: 1. Bezirk, Innenstadt.
  • Mariahilfer Straße 125: 6. Bezirk, für Handel an der Einkaufsstraße.
  • Josefstädter Straße 99: 8. Bezirk.
  • Julius-Tandler-Platz, Franz-Josefs-Bahnhof: 9. Bezirk, mehr dazu in Werbung am Franz-Josefs-Bahnhof.

Dazu kommen 3 Screens im HUMA 6 in Bratislava und eine LED-Wand in Amstetten. Für Bratislava gilt slowakisches Arbeitsrecht, prüf die Pflichtangaben dort separat. Alle Standorte mit Foto und Preis stehen auf der Karte, mehr zu Wien unter Bildschirmwerbung in Wien.

Was kostet eine Stellenanzeige auf einem Screen?

Ab €2. Das ist das Auftragsminimum, und ein Tag reicht. Wie viel du wirklich ausgibst, hängt von Screen, Anteil und Laufzeit ab.

Für eine Aushilfensuche reichen oft ein bis zwei Wochen auf dem Screen in deiner Nähe. Drei durchgerechnete Budgets stehen in Werbung für mein Geschäft in Wien: €100, €300, €1.000, die Preislogik unter Kosten für Bildschirmwerbung. In Österreich kommt die Werbeabgabe von 5 % dazu, die wir ausweisen, und am Ende die USt. Eine Zusage, wie viele Bewerbungen kommen, gibt es nicht. Der Screen zeigt dein Angebot, ob es überzeugt, entscheidet die Zahl darauf.

Häufige Fragen

Muss in einer Stellenanzeige in Österreich das Gehalt stehen?

Ja. Seit 1. März 2011 muss jede Stellenausschreibung das Mindestentgelt laut Kollektivvertrag oder Gesetz nennen, plus einen Hinweis auf Überzahlung, falls du mehr zahlst. Das gilt auch für Motive auf Werbebildschirmen.

Gilt das auch für Aushilfen und Teilzeit?

Ja. Es gibt keine Ausnahme für kurze oder befristete Jobs. Bei Teilzeit gib das Stundenausmaß an oder nenne einen Stundenlohn.

Reicht „Gehalt nach KV"?

Nein. Das Gesetz verlangt das Mindestentgelt, also einen Betrag. „Nach KV" allein sagt der Bewerberin nicht, womit sie rechnen kann.

Darf ich „Verkäuferin gesucht" schreiben?

Nein, außer das Geschlecht ist für die Tätigkeit unverzichtbar. Schreib „Verkäufer:in" oder ergänze „(m/w/d)".

Wie schnell läuft meine Stellenanzeige?

Nach der Freigabe des Motivs. Auf Screens mit unserem Player wenige Minuten danach, auf Screens im System des Betreibers mit 24 Stunden Vorlauf.

Du suchst Leute aus der Nähe? Wähl den Screen bei deinem Geschäft und buch deine Stellenanzeige unter adyoutiser.com/book.

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Christian Starzengruber
Autor

Christian Starzengruber

Founder, adyoutiser

Ich habe adyoutiser 2025 gestartet, weil Bildschirmwerbung keine Agentur brauchen sollte. Du wählst den Screen auf der Karte, lädst dein Motiv hoch und zahlst online. Firmensitz: Bratislava.

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