Brand Lift Studies sind das Goldstandard-Tool, um DOOH-Wirkung zu messen. Wie sie funktionieren, was sie kosten, und warum kleinere Brands meist Alternativen brauchen — ehrlich erklärt.
Was du in 30 Sekunden mitnimmst: Brand Lift Studies messen, ob deine Kampagne tatsächlich Marken-Wahrnehmung, Erinnerung oder Kaufabsicht erhöht hat. Sie funktionieren mit Test- vs. Kontrollgruppen-Befragungen. Klassische Studien kosten €5.000–€25.000 — was sie für kleine DOOH-Budgets unrealistisch macht. Hier zeigen wir, wie sie technisch funktionieren und welche Light-Versionen für kleinere Brands realistisch sind.
Was eine Brand Lift Study eigentlich misst
Eine Brand Lift Study versucht, die kausale Wirkung deiner Werbekampagne auf Marken-KPIs zu messen. Typische gemessene Dimensionen:
- Aided Awareness — Erinnern sich Befragte an deine Marke, wenn sie die Kategorie hören? ("Welche Cafés in Wien fallen dir ein?")
- Unaided Awareness — Spontane Markennennung ohne Hilfe.
- Ad Recall — Erinnerung daran, deinen spezifischen Spot gesehen zu haben.
- Brand Affinity / Consideration — Würdest du diese Marke in Erwägung ziehen?
- Purchase Intent — Wie wahrscheinlich kaufst du in den nächsten 30 Tagen?
Die Methode: Du befragst zwei Gruppen — eine, die deinen Werbespots ausgesetzt war (Test), und eine vergleichbare ohne Exposure (Kontrolle). Der Unterschied der Antworten heißt Lift.
Wie eine professionelle Brand Lift Study technisch abläuft
Schritt 1: Pre-Campaign Baseline. 1–2 Wochen vor Kampagnen-Start wird eine repräsentative Stichprobe (n=300–500) deiner Zielgruppe in der Region befragt — meist via Online-Panel oder Geo-Targeted Smartphone-Befragungen.
Schritt 2: Exposure-Tracking. Während der Kampagne wird via Geo-Daten (anonymisiert) erfasst, welche Smartphone-IDs in Sichtweite deiner Screens waren. Das ist die Test-Gruppe. Vergleichbare Smartphone-IDs in derselben Stadt, aber außerhalb der Screen-Areas, sind die Kontroll-Gruppe.
Schritt 3: Post-Campaign Befragung. Nach Kampagnen-Ende werden beide Gruppen erneut befragt. Differenz = Lift. Statistische Signifikanz wird typischerweise mit Chi-Quadrat oder Welch-T-Test berechnet.
Schritt 4: Interpretation. Ein "guter" Lift in Aided Awareness liegt branchenüblich bei +5–15 Prozentpunkten. Bei Purchase Intent reichen +2–5 Prozentpunkte oft schon, um Wirksamkeit zu belegen.
Was eine Brand Lift Study kostet
Realistische Preise (DACH-Markt 2026):
- Klassische Studie via Marktforschungs-Institut: €15.000–€25.000 für eine vollumfängliche Studie mit n=500/500 und Geo-Exposure-Tracking.
- Mid-Range via spezialisierte DOOH-Anbieter: €5.000–€10.000 mit kleineren Sample-Sizes (n=200/200) und vereinfachten Fragenkatalogen.
- DIY-Light via Surveys-Tools: €500–€2.000, wenn du selbst eine Online-Panel-Befragung über Anbieter wie Cint, Pollfish oder typeform mit eigener Geo-Targeting-Logik durchführst.
Die ehrliche Zahl: Bei einer Kampagne unter €5.000 lohnt sich eine professionelle Brand Lift Study finanziell nicht. Du würdest mehr für die Messung als für die Werbung selbst zahlen.
Konkretes Rechenbeispiel: Lohnt sich eine Brand Lift Study?
Szenario (Beispiel): Wiener Boutique, 14 Tage Kampagne, 6 adyoutiser-Screens.
- Preis je Screen und Tag: steht pro Standort in der Screen-Übersicht, Auftragsminimum €2
- Dazu 5 % Werbeabgabe (Österreich)
- Kampagnen-Total: klar unter den €5.000, ab denen sich eine Studie überhaupt rechnet
Eine Mid-Range Brand Lift Study (€5.000–€10.000) würde mehr kosten als die ganze Kampagne. Macht keinen Sinn.
Bessere Alternative für diese Größe:
- Eigene Mini-Befragung über Instagram-Story-Polls (Kosten: €0)
- Pre/Post Vergleich der Google-Suche nach Markennamen (Kosten: €0, via Google Trends)
- UTM-getrackter QR-Code auf dem Spot (Kosten: €0, gibt direkten Klick-Lift)
Mehr zu QR-Tracking findest du in unserem Artikel zu UTM-Parametern.
Wann sich eine professionelle Studie wirklich lohnt
- Kampagnen-Budget >€20.000 über mehrere Monate
- Du brauchst die Studie als Stakeholder-Argument intern oder gegenüber Investoren
- Du planst Multi-Channel-Spend und willst DOOH gegen TV/Online benchmarken
- Du hast einen Wiederholungs-Use-Case (jährliche Kampagnen, bei denen Methodik gleich bleibt)
Für alle anderen: Light-Methoden + Plattform-Reporting reichen.
Was wir bei Adyoutiser anbieten
Wir messen NICHT selbst Brand Lift — das wäre Selbst-Bewertung. Was wir liefern:
- Gemessene Ausspielungen pro Screen und Stunde
- Kontakte (modelliert, als Schätzung gekennzeichnet)
- Gelieferter Sendezeit-Anteil im gebuchten Zeitfenster (bekommst du deinen gebuchten Anteil wirklich?)
- Verteilung nach Tageszeit
Wenn du eine externe Brand Lift Study machen willst, leiten wir dir gerne die Geo-Exposure-Daten aus dem Dashboard weiter (Screen-Standort, Spielzeiten). Mehr Begriffe im dooh-glossar.
Jetzt rechnen
Bevor du in eine Brand Lift Study investierst: Stell sicher, dass deine Kampagnen-Größe es überhaupt rechtfertigt. Auf dooh-rechner kannst du dein Kampagnen-Budget kalkulieren — Faustregel: Erst ab ca. 5× dem Studien-Preis lohnt sich die Studie.
Direkt buchen: book-advertising. Mehr zur Preisstruktur: dooh-werbung-kosten.

Christian Starzengruber
Founder, adyoutiser
Ich habe Adyoutiser 2025 in Wien und Bratislava gestartet, weil Bildschirmwerbung keine Agentur brauchen sollte. Wir haben ein Buchungs-Tool gebaut: Bildschirm auf der Karte auswählen, Werbung hochladen, zahlen — live in unter 5 Minuten, ab €2. Wir veröffentlichen unsere Roadmap öffentlich und antworten auf jede E-Mail innerhalb von 24 Stunden.
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