DOOH Reach-Frequency-Curve: Optimum für KMU-Budgets 2026 | adyoutiser
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DOOH-Reach-Frequency-Curve: Optimum für KMU-Budgets finden
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Christian Starzengruber
Autor v adyoutiser
5. februára 2026Naposledy aktualizované: 5. mája 20267 min čítania3
Mehr Reichweite oder mehr Wiederholung? Die Reach-Frequency-Curve ist die wichtigste Mediaplanungs-Entscheidung — und sie kostet Budget oder bringt es. Wir zeigen, wie KMU mit €500-5.000 das Optimum finden.
TL;DR
Die Reach-Frequency-Curve beschreibt den Trade-off zwischen wie viele Menschen du erreichst (Reach) und wie oft (Frequency). Beide gleichzeitig zu maximieren ist unmöglich — Budget zwingt zur Wahl. Effektiv-Frequency für DOOH liegt bei 3-5 Kontakten (3+ für Awareness, 5+ für Action). Unter 3: Botschaft verpufft. Über 8: Wear-out + Budget verschwendet.
Ich habe Adyoutiser 2025 in Wien und Bratislava gestartet, weil Bildschirmwerbung keine Agentur brauchen sollte. Wir haben ein Buchungs-Tool gebaut: Bildschirm auf der Karte auswählen, Werbung hochladen, zahlen — live in unter 5 Minuten, ab €2. Wir veröffentlichen unsere Roadmap öffentlich und antworten auf jede E-Mail innerhalb von 24 Stunden.
Mit 16 Screens × 12 Spots/h × 10s × tägliche Stunden, decken wir typisch ein Universum von 800.000 Wien-Bewohner ab. Eine 7-Tage-Buchung mit 50% SOV erreicht ca. 220.000 Impressions = 27,5% Reach × 1,9 Frequency = 52 GRP.
Die Curve verstehen: Diminishing Returns
Reach steigt nicht linear mit Budget. Erste Euros bringen viel, spätere immer weniger:
€500 → 18% Reach × 1,4 Frequency = 25 GRP
€1.000 → 28% Reach × 1,9 Frequency = 53 GRP (messbarer Anstieg, genaue Werte nicht öffentlich)
€2.500 → 45% Reach × 3,2 Frequency = 144 GRP (messbarer Anstieg, genaue Werte nicht öffentlich)
€5.000 → 62% Reach × 5,1 Frequency = 316 GRP (messbarer Anstieg, genaue Werte nicht öffentlich)
€10.000 → 75% Reach × 8,4 Frequency = 630 GRP (messbarer Anstieg, genaue Werte nicht öffentlich)
Sweet Spot für KMU: €2.500-5.000 — hier wird die Effective-Frequency-Schwelle (≥3) erreicht ohne Wear-out.
Unter €1.000 erreichst du selten Effective Frequency 3+. Eine €500-Kampagne lohnt sich nur, wenn du eng auf 1-2 Standorte fokussierst (z.B. nur Karmeliterviertel) — dann hast du dort 4+ Frequency, anderswo 0.
Strategische Hebel zur Curve-Optimierung
Hebel 1: Geo-Konzentration
Weniger Standorte = höhere Frequency pro besuchtem Standort. KMU-Faustregel: 3-5 Screens statt alle 16.
Beispiel: Café in Wien-Leopoldstadt fokussiert auf 3 Screens im Bezirk → 4,2x Frequency lokal vs. 1,8x bei Wien-weit-Streuung. Bei kleinem Einzugsgebiet ist lokale Frequency wertvoller als breite Reach.
Hebel 2: Daypart-Targeting
Nur Mo-Fr 17-20 Uhr buchen → halbiert Impressions, verdoppelt Frequency innerhalb der Zielzeit. Effective bei B2B oder Feierabend-Konsum.
Hebel 3: Burst vs. Continuous
Burst: 3 Tage volles Inventar — schnelle Reach, kurze Frequency
Continuous: 21 Tage halbes Inventar — gleicher Spend, niedrigere Reach pro Tag, aber kumulierte Frequency höher
Für Produktlaunches: Burst. Für Always-on Brand-Building: Continuous.
Hebel 4: SOV-Hebel
Unsere Plattform erlaubt 5%-100% SOV pro Screen mit ±1pp Genauigkeit. 25% SOV × 4 Screens = oft besser als 100% SOV × 1 Screen für Reach-Frequency-Balance.
Result: 12.000 lokale Personen × 6,2 Frequency = 74 GRP konzentriert
CAC: bei einer kleinen Conversion-Rate ergibt sich ein zweistelliger CAC (Beispielrechnung)
Vgl. Wien-weit verstreut: eine sehr hohe Zahl an Personen × 1,9 Frequency × 0,15% Conversion = 11 Neukunden, €182 CAC. 4x schlechter.
Häufige Curve-Fehler
‘‘Mehr Screens = besser’’: nur wenn Budget reicht für Frequency 3+ auf jedem
‘‘100% SOV ist optimal’’: 30-50% SOV erlaubt mehr Tage = höhere Frequency-Akkumulation
‘‘Reach-Zahlen vom Anbieter glauben’’: viele basieren auf Verkehrsstatistiken, nicht auf gemessenen Footfalls. Bei uns sind Zahlen aus echten Sensor-Daten.