CPM verstehen: Warum CPM nicht alles ist | Adyoutiser DOOH | adyoutiser
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CPM-Verständnis: Warum CPM nicht alles ist
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Christian Starzengruber
Autor v adyoutiser
26. januára 2026Naposledy aktualizované: 5. mája 20268 min čítania3
CPM ist die meistgenutzte Kennzahl in der Werbung — und gleichzeitig die meistmissverstandene. Warum ein €9-CPM nicht automatisch besser ist als ein €30-CPM und worauf du wirklich achten solltest.
Was du in 30 Sekunden mitnimmst: CPM (Cost per Mille / TKP) misst nur die Kosten pro 1.000 Sichtkontakten — nicht die Qualität dieser Kontakte. Ein niedriger CPM auf einem irrelevanten Screen verbrennt Geld; ein höherer CPM auf einem hochrelevanten Screen liefert messbar besseren Effekt. Wir bei Adyoutiser starten bei €9 CPM, aber das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Ich habe Adyoutiser 2025 in Wien und Bratislava gestartet, weil Bildschirmwerbung keine Agentur brauchen sollte. Wir haben ein Buchungs-Tool gebaut: Bildschirm auf der Karte auswählen, Werbung hochladen, zahlen — live in unter 5 Minuten, ab €2. Wir veröffentlichen unsere Roadmap öffentlich und antworten auf jede E-Mail innerhalb von 24 Stunden.
CPM steht für Cost per Mille (lateinisch für Tausend) — also die Kosten pro 1.000 Sichtkontakten. Im deutschsprachigen Raum oft TKP (Tausenderkontaktpreis) genannt. Die Formel:
CPM = (Kampagnenkosten / Impressions) × 1.000
Wenn du €100 ausgibst und 10.000 Impressions bekommst, liegt dein CPM bei €10. Klingt simpel — und genau hier fängt das Problem an.
Die drei großen CPM-Lügen
Lüge 1: "Niedriger CPM = besseres Geschäft" — Falsch. Ein €5-CPM auf einem Screen, der von deiner Zielgruppe nie gesehen wird, kostet dich €5 plus den Opportunitätsverlust. Ein €15-CPM auf einem Screen direkt vor deinem idealen Kundenprofil bringt dir potenziell den 10-fachen ROI.
Lüge 2: "Impressions = Sichtkontakte = Aufmerksamkeit" — Falsch. Im DOOH wird "Impression" oft als "Person, die theoretisch in Sichtweite war" definiert. Aber: Hat sie hingeschaut? Hat sie es wahrgenommen? Erinnert sie sich? Das misst der CPM nicht.
Lüge 3: "Vergleichbarkeit über Anbieter hinweg" — Falsch. Anbieter A zählt Impressions als alle Vorbeigehende, Anbieter B nur die, die mindestens 2 Sekunden hingeschaut haben (DwellTime), Anbieter C zählt sogar Wiederholungssichtungen mehrfach. Ein €10-CPM bei A kann dem €30-CPM bei C entsprechen.
Was du stattdessen messen solltest
Effective Reach — Wie viele unique Menschen hat deine Kampagne mindestens X-mal gesehen? Frequency Capping ist hier entscheidend. Eine Person, die deinen Spot 50× sieht, ist statistisch fast so wertvoll wie eine, die ihn 5× sieht.
Visual Attention Score (VAS) — Manche moderne DOOH-Anbieter (inkl. uns) messen mit Eye-Tracking-Studien oder Modellen, wieviel Aufmerksamkeit ein Screen tatsächlich auf sich zieht. Ein Screen am Bahnsteig (DwellTime 5+ Min) hat einen ganz anderen VAS als einer in der U-Bahn-Passage (DwellTime 3 Sek).
Cost per Effective Reach (CPeR) — Statt CPM die Kosten pro tatsächlich erreichter unique Person mit ausreichender Frequency. Das ist die ehrlichere Zahl.
Konkretes Rechenbeispiel: Zwei Screens vergleichen
Du willst eine Boutique in Wien-Innere Stadt bewerben. Zwei Optionen:
Screen A — Bahnhof Westbahnhof, €5 CPM
60.000 Impressions/Tag, viele davon Pendler im Eilschritt, DwellTime ~3 Sek
7 Tage × €60/Tag (Inventory + CPM) = €420
Geschätzte 6.000 aufmerksame Sichtkontakte → Cost per Attention: €0,07
Geschätzte 5.400 aufmerksame Sichtkontakte mit höherer Brand-Affinität → Cost per Attention: €0,052
Screen B hat 3× den CPM, aber niedrigere Cost per Attention und liefert für die Boutique vermutlich besseren ROI. Mehr Beispiele rund um Wien-Pricing findest du auf werbung-wien-kosten.
Wie wir bei Adyoutiser CPM kommunizieren
Wir starten bei €9 CPM, manche Premium-Locations liegen höher. Wir lügen dich nicht mit "ab €3 CPM" an, weil wir wissen: Diese Zahl ohne Kontext ist wertlos. Stattdessen zeigen wir dir im Dashboard:
Echte Plays pro Stunde
Geschätzte Reach pro Screen (basierend auf Verkehrsdaten + DwellTime)
SOV-Drift (bekommst du wirklich deine 25%?)
Heatmap der Spielzeiten
Damit kannst du selbst sehen, ob ein Screen sein Geld wert ist — nicht nur den CPM-Vergleich machen.
Wann ist CPM trotzdem nützlich?
Als Sortier-Filter: Wenn du fünf Screens in einer Stadt vergleichst, ist CPM ein guter erster Filter, um Ausreißer nach oben zu erkennen. Aber: Niemals CPM als alleinige Entscheidungsgrundlage nehmen.
Als Budget-Schätzer: Wenn du grob wissen willst, was eine bestimmte Reichweite kostet, ist CPM × Ziel-Impressions ein vernünftiger Startpunkt für die Kalkulation.
Begriffe wie Impression, DwellTime, Frequency erklären wir auch im dooh-glossar.
Jetzt rechnen
Der beste Test für CPM-Verständnis ist eine konkrete Kampagne. Probier es aus auf dooh-rechner — du siehst dort nicht nur den CPM, sondern auch die geschätzte echte Reach pro Screen. So kannst du selbst entscheiden, ob ein Screen sein Geld wert ist.