Therme, Spa & Wellness Werbung in Österreich: Bildschirm-Einnahmen für Day-Spas, Saunen & Hotel-Wellness (2026)
Christian Starzengruber
Gründer & CEO Adyoutiser
1. Juni 2026Zuletzt aktualisiert: 13. Juli 202611 Min. Lesezeit7
Day-Spas, Saunen und Hotel-Wellness in Österreich verdienen mit Bildschirmen in Lobby, Empfang & Sauna-Vorraum. 4 Sub-Verticals, Saison-Hebel, ehrliche Modellrechnungen und Setup.
Christian Starzengruber ist Gründer von Adyoutiser und beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit Indoor-DOOH, Self-Service-Werbeplattformen und der Monetarisierung von Mikro-Venue-Inventar im DACH-Raum.
Wenn du eine Therme, ein Day-Spa, eine Sauna-Anlage oder einen Wellness-Bereich im Hotel betreibst und über dem Eingang, in der Lounge oder vor den Saunen schon einen Bildschirm hast — der zeigt heute wahrscheinlich Aufgusspläne, Tarife und gelegentlich ein Hausvideo. Was er nicht zeigt: lokale Werbung von Hotels, Restaurants, Mobilitätsanbietern und Wellness-Marken aus deiner Region, die für jede Einblendung zahlt. Genau hier setzt Adyoutiser an. Dieser Artikel rechnet ehrlich vor, was eine Wellness-Fläche in Österreich monatlich bringen kann — und wo der Markt 2026 wirklich steht.
Wie groß ist der österreichische Thermenmarkt 2026 wirklich?
Die Zahlen für 2025 sind veröffentlicht und beachtlich: 9,55 Millionen Eintritte in den österreichischen Thermen, ein Plus von 3,4 % gegenüber 2024 und damit über dem bisherigen Höchststand aus 2019. Niederösterreich allein zählte 1,4 Millionen Gäste, Oberösterreich wuchs um 7,9 %, die Steiermark um 6,9 %. Wien und Salzburg stagnierten, das Burgenland verlor 5,4 %, Tirol 2,4 %.
Damit macht der Thermen-Sektor rund 2 % aller Nächtigungen im österreichischen Tourismus aus — eine eigene strategische Säule, keine Randerscheinung. Dazu kommen die nicht zentral erfassten Day-Spas, Hotel-Wellnessbereiche und Sauna-Studios: Das Inventar an Wellness-Mikro-Venues mit Verweildauer über 30 Minuten schätzen wir auf 800–1.200 Standorte österreichweit (Großthermen + Hotel-Wellness 4★+ mit öffentlichem Zugang + Premium-Day-Spas).
Was den Sektor für Indoor-DOOH so interessant macht, ist die Verweildauer. Ein Therme-Gast bleibt im Schnitt drei bis fünf Stunden, ein Day-Spa-Gast 90 bis 180 Minuten, ein Hotel-Wellness-Übernachter nutzt die Lounge zusätzlich mehrfach am Tag. Im Vergleich: Café 15 bis 40 Minuten, Friseur 45 bis 90, Wartezimmer 12 bis 25. Wellness ist die längste Indoor-Dwell-Time-Kategorie überhaupt.
Wer macht heute schon Bildschirmwerbung in der Therme — und wer nicht?
Hier wird es interessant. Digital Signage in der Therme ist kein neues Thema: echion AG hat in den letzten Jahren Häuser wie die Therme Aqua Salza in Bad Golling, die Therme Geinberg und die KärntenTherme mit digitalen Aufgussplänen, Tarif-Boards und Wegweisern ausgestattet. Auch international (Wedeko, Gobopro, Thermenplan) gibt es etablierte Anbieter.
Was alle gemeinsam haben: Sie verkaufen Software und Hardware. Sie verkaufen keine Reichweite. Der Bildschirm ist eine Kostenstelle, kein Revenue-Center. Du bekommst eine monatliche Lizenzrechnung und zeigst Eigeninhalte. Niemand bezahlt dafür, dass dein Gast davor sitzt.
Die größten DOOH-Plattformen im DACH-Raum — Framen (Gym/Coworking/Hotel-Fokus), Gewista (klassisches Outdoor), Hivestack und VIOOH (Programmatic-Aggregatoren) — bedienen Wellness strukturell nicht. Framens Vertikal-Übersicht listet Gym, Hotel, Coworking, Petrol, Airport. Spa und Therme fehlen. Das ist kein Zufall: Großthermen sind für ihre Programmatic-Stacks zu wenige Screens pro Standort, Hotel-Wellness ist über die Schindler-Aufzug-Partnerschaft nur fragmentarisch erschlossen, Day-Spas haben kein Konzern-Procurement.
Damit bist du als Wellness-Betrieb in Österreich heute strukturell unterversorgt mit DOOH-Vermarktung. Paradox, weil deine Verweildauer höher ist als bei jeder anderen Mikro-Venue.
Vier Sub-Verticals — vier Logiken
Wellness ist nicht gleich Wellness. Vier Sub-Typen lohnen sich, sauber zu unterscheiden — sie haben unterschiedliche Bildschirm-Platzierungen, Audiences und Werbekunden-Pässe.
Wichtig: Bildschirme gehören nicht in Nass- oder Saunabereiche (Hitze, Dampf, Nacktheit). Sinnvolle Platzierungen sind Lobby, Empfang, Wartebereiche, Restaurant-/Bistro-Zonen und das Saunaplan-Board im Vorraum. Dort, wo Gäste angekleidet, mit Handy in der Hand und im Sichtfeld sitzen.
Was bringt der Therme-Bildschirm pro Monat?
Wir rechnen vier realistische Szenarien — alle mit Adyoutiser-Standard-Revenue-Share (bis zu 60 % beim Venue ab voller Share-of-Voice) und einem konservativ angesetzten CPM von €4–€7 je nach Audience-Qualität. Die Werte sind Modellschätzungen für Planungszwecke, keine Garantien.
Szenario 1 — Großtherme, 1 Bildschirm in der Lobby:
Ø 1.500 Gäste/Tag × 30 Tage × 2 Sichtkontakte = 90.000 Impressions/Monat. Bei €5 CPM = €450 Brutto-Inventar. Bei 60 % Auslastung × 60 % Venue-Share = ~€162/Monat. Player-Amortisation (€249) nach gut zwei Monaten.
Szenario 2 — Großtherme, 3 Bildschirme (Lobby + Restaurant + Sauna-Vorraum):
Aggregiert ca. 220.000 Impressions/Monat (Doppelkontakte berücksichtigt). Bei €5 CPM × 65 % Auslastung × 60 % Share = ~€430/Monat. Drei Player = €747 Investition, amortisiert in unter zwei Monaten.
Szenario 3 — Hotel-Wellness 4★, Spa-Empfang:
80 Übernachter/Tag × 4 Sichtkontakte + 40 Tagesgäste × 2 = 12.000 Impressions/Monat. Bei €7 CPM (Premium) × 50 % Auslastung × 60 % = ~€25/Monat. Klein, aber rein additiv — doppelt nutzbar als Eigen-Promotion-Kanal für hauseigene Treatments.
Szenario 4 — Day-Spa, 1 Bildschirm im Empfang:
40 Gäste/Tag × 30 × 1,5 = 1.800 Impressions/Monat. Bei €7 CPM × 50 % × 60 % = ~€4/Monat. In dieser Größenordnung ist der Bildschirm primär ein Service-Tool (Eigen-Promotion, Treatments, Pakete) mit zusätzlich €30–€80/Jahr Werbeeinnahmen.
Die Botschaft: Wellness skaliert mit Volumen. Großtherme = klare Revenue-Story. Hotel-Wellness = additives Plus + Eigen-Promotion-Hebel. Day-Spa = primär Eigen-Tool, sekundär Einnahme.
Für eine Hochrechnung auf deine konkreten Besucher-Zahlen ist unser DOOH-Einnahmen-Rechner der schnellste Weg.
Saisonale Modulation — wann läuft was?
Wellness ist saisonal, aber anders als gedacht. Die Indoor-Saison läuft September bis März — also gegenphasisch zum Tourismus-Sommer. Das ist eine Stärke: Deine Bildschirme haben einen Saison-Peak, wenn klassische Outdoor-DOOH-Inventare (Citylight, LED-Wall) einbrechen.
Peak-Monate (volle Auslastung): November, Dezember, Januar, Februar. Werbekunden: Wintertourismus-Anbieter (Skigebiete, Berghotels, Skischulen), regionale Wellness-Hotels mit Cross-Promotion, Geschenkgutschein-Anbieter rund um Weihnachten, lokale Beauty- und Kosmetik-Marken.
Solider Bestand (60–80 % Auslastung): September, Oktober, März, April. Werbekunden: Reha-Sport, lokale Sportmedizin, Diäten- und Ernährungsberatung, Kontinent-Reise-Anbieter (Frühjahrsbuchung).
Schwächere Monate (möglicherweise unter 50 %): Mai bis August. Hier kompensieren Familien-Themen (Sommerferien-Programme, Camps), regionale Gastronomie und Tourismus-Cross-Promo. Adyoutiser löst Unter-Auslastung anbieter-seitig durch automatische House-Ads — der Slot bleibt nie schwarz, sondern zeigt eigene Promo oder Cross-Promo der Venue.
Welche Werbekunden zahlen für Therme-Reichweite?
Wellness-Audiences sind für lokale Werbetreibende attraktiv — gut betucht, gesundheitsbewusst, mit hoher Wiederkehrrate. Konkrete Werbekunden-Cluster, die im 2-km-Radius typisch Inventar buchen:
Hotellerie & Pensionen im Einzugsgebiet (Cross-Conversion Tagesgast → Übernachtung)
Restaurants & Gastronomie mit Wellness-affinem Profil (gesunde Küche, regional, Hauben-Niveau)
Du behältst die volle Kontrolle: Welche Branchen und welche konkreten Werbetreibenden auf deinen Screens laufen dürfen, whitelistest oder blockst du im Dashboard. Konkurrierende Thermen oder Spas im 30-km-Radius bekommen standardmäßig keinen Zugang (Brand Safety bei DOOH).
Recht, DSGVO und Werbeabgabe — drei Punkte sauber lösen
DSGVO und Aufnahmegeräte: Adyoutiser-Player zeichnen nichts auf — keine Kamera, kein Mikrofon. Es geht nur um Display-Output. Damit fällt das DSGVO-Thema strukturell weg. Voraussetzung ist eine ruhige Content-Taktung im Wellness-Kontext (kein aggressives Tempo, keine zu lauten Farbflächen).
Werbeabgabe: Werbeleistungen in Österreich unterliegen der 5%-Werbeabgabe (§1 WerbeabgabeG). Bei Adyoutiser läuft die Abwicklung über die Plattform — du als Venue bekommst Netto-Auszahlungen, die Werbeabgabe wird im Backend abgeführt. Details: Werbeabgabe in Österreich.
Tabu-Branchen: Für Wellness-Audiences relevant — keine Tabak-Werbung (gesetzlich verboten), keine alkohollastigen Spirituosen-Spots in Healthcare-affinen Settings, keine Diät-Wunderversprechen (UWG-Risiko). Adyoutiser-Moderation filtert das vor Ausspielung automatisch.
Steuerliche Behandlung deiner Einnahmen: Bildschirmwerbe-Einnahmen sind in der Regel Einkünfte aus Vermietung & Verpachtung (§28 EStG) — siehe unseren detaillierten Guide Bildschirmwerbung-Einnahmen versteuern.
90-Sekunden-Setup für deine Therme oder dein Spa
Du brauchst keinen Vertrag mit einer Agentur. Drei Schritte:
Player kaufen. €249 einmalig, inkl. Versand AT/DE. Plug-and-Play an jedes HDMI-Display.
Bildschirm verbinden. WLAN oder LAN — der Player synct sich und beginnt mit Display-Output.
Eigene Inhalte? Lade Bilder oder MP4s in dein Dashboard, sie laufen anteilig mit. Werbekunden-Spots werden automatisch eingemischt, sobald deine Region Buchungen sieht. Erste Auszahlung kommt nach 30 Tagen, ab €25 Mindestauszahlung. Mehr unter Partner werden und auf der Preis-Seite.
Häufige Fragen
Stört Bildschirmwerbung das Wellness-Erlebnis meiner Gäste?
In den eigentlichen Wellness-Zonen (Ruheraum, Pool, Sauna) ja — daher gehört da kein Bildschirm hin. In Lobby, Empfang, Restaurant und Sauna-Vorraum ist ein kuratierter Content-Mix aus Aufgussplan, Eigen-Promotion und ruhig getakteter Werbung (max. 30 % Werbe-Anteil) wie Hintergrundmusik: bemerkt aber nicht störend.
Was zeigt der Bildschirm in Phasen ohne Buchungen?
Eigene Inhalte (Aufgussplan, Tarife, Treatments, Galerie deiner Anlage) plus Adyoutiser-House-Ads. Der Bildschirm bleibt nie schwarz.
Wie sieht das technische Setup im Sauna-Vorraum aus?
Wandhalterung, HDMI-Display (43–55"), Player über HDMI angeschlossen. Strom + WLAN reichen. Wegen Dampf und Temperatur sollte der Bildschirm außerhalb der direkten Sauna-Atmosphäre stehen.
Können wir saisonal höhere Preise für Premium-Slots durchsetzen?
Adyoutiser nutzt dynamisches Pricing — in Spitzenmonaten (Dezember, Januar) steigen die CPMs automatisch, weil mehr Werbekunden konkurrieren. Du musst nichts manuell anpassen.
Wir sind ein 5★-Hotel mit Schindler-Aufzug und Framen-Screens. Schließt das Adyoutiser aus?
Nein. Framen läuft typischerweise nur im Aufzug — Adyoutiser ergänzt im Spa-Empfang, im Restaurant und in der Lounge. Beide Systeme stören sich nicht.
Wie lange dauert das Onboarding ab Bestellung?
2–5 Werktage Versand, 15 Minuten Setup vor Ort, dann sofort live. Werbekunden-Auslastung kommt typischerweise in den ersten 4–8 Wochen auf Marktniveau.
Was passiert, wenn meine Therme geschlossen ist (Revision, Renovierung)?
Du pausierst den Standort im Dashboard. Während der Pause läuft kein Inventar und es entstehen keine Auszahlungen — aber auch keine Kosten.
Wir haben schon einen Aufgussplan-Anbieter (Echion / Thermenplan). Können wir parallel arbeiten?
In den meisten Fällen ja — die Aufgussplan-Boards bleiben unverändert. Adyoutiser-Player läuft auf zusätzlichen Displays (Lobby, Restaurant). Soll dasselbe Display geteilt werden, müsste der bestehende Anbieter eine HDMI-Switching-Lösung erlauben oder du bewertest in Ruhe die Optionen unter Digital Signage selbst betreiben oder vermarkten.
Sind die Zahlen in deinem konkreten Therme- oder Spa-Setup unklar? Schreib uns kurz die Eckdaten — Venue-Typ, durchschnittliche Tagesfrequenz, Anzahl Bildschirme — und wir rechnen die Modellschätzung für dich durch.