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Industry Insights

Google Ads vs. Indoor-DOOH: Was bringt lokalen KMU in Österreich 2026 mehr Kunden?

Christian Starzengruber

Christian Starzengruber

Founder, adyoutiser

18. Juni 2026Zuletzt aktualisiert: 7. Oktober 202611 Min. Lesezeit352
Google Ads vs. Indoor-DOOH: Was bringt lokalen KMU in Österreich 2026 mehr Kunden?

Ehrlicher Vergleich für österreichische KMU mit 500–2.000 Euro Monatsbudget: Wann gewinnt Google Ads, wann Indoor-DOOH, und wie sieht ein realistischer Mix aus? Mit drei Beispiel-Szenarien aus Wien.

Google Ads vs. Indoor-DOOH: Was bringt lokalen KMU in Österreich 2026 mehr Kunden?

Für ein lokales Unternehmen in Wien oder Niederösterreich mit einem Werbebudget von 500 bis 2.000 Euro pro Monat stellt sich 2026 eine Frage, die sich vor fünf Jahren noch gar nicht so geschärft hätte: Google Ads oder Indoor-DOOH? Der Klick aus der Suchmaschine ist messbar, der Bildschirm im Friseursalon nebenan ist sichtbar. Beides funktioniert — aber selten gleich gut für dieselbe Aufgabe. Dieser Vergleich legt offen, wann welcher Kanal trägt, wann er nicht trägt, und wie ein realistischer Mix aussieht.

Kurz vorab: Wer wann gewinnt

Bevor wir tiefer einsteigen, die ehrliche TL;DR:

SituationEmpfehlung
Direkt-Response, Suchanfrage liegt vor (Notdienst, Reparatur, akuter Bedarf)Google Ads
Lokaler Bekanntheitsaufbau im 1–2 km-Radius (Grätzl-Marketing)Indoor-DOOH
Niedriges Suchvolumen für das Angebot (Nische, neue Kategorie)Indoor-DOOH
Sehr kompetitives Keyword-Umfeld (Versicherungen, Anwälte, Sanierung)Beide kombiniert
Wiederkehrende Frequenz-Botschaft (Aktion, Saison, Veranstaltung)Indoor-DOOH
Tracking-getriebene Optimierung mit klarem ROAS-ZielGoogle Ads
Budget unter 300 Euro pro MonatKeiner von beiden — eher organische Hebel

Die Wahrheit dahinter: Google Ads erntet vorhandene Nachfrage. Indoor-DOOH baut Nachfrage auf, dort wo Menschen ohnehin warten. Beide messen Erfolg unterschiedlich, kosten unterschiedlich und brechen in unterschiedlichen Situationen.

Was Google Ads für lokale KMU 2026 wirklich leistet

Google Ads zeigt Anzeigen in dem Moment, in dem jemand aktiv nach einer Lösung sucht. Das ist der Grund, warum der Kanal seit über zwei Jahrzehnten der Standard für lokale Direkt-Response ist.

Die Kosten in Österreich 2026

Die in Wien zuletzt erhobenen Klickpreise liegen für lokale Dienstleister zwischen 0,50 und 3,00 Euro pro Klick, je nach Wettbewerb. Handwerker und einfache Services bleiben am unteren Ende, Versicherungen, Sanierung und Anwalts-Keywords liegen deutlich darüber — teilweise bei 8 bis 15 Euro CPC in Spitzenkategorien. Mehrere österreichische Marketing-Quellen nennen ein realistisches Monatsbudget für KMU von 500 bis 2.000 Euro, plus 300 bis 800 Euro Agenturhonorar, wenn die Kampagne extern betreut wird (Quelle: Herold-Ratgeber, GoldenWing-Blog, KG NET).

Daraus ergibt sich eine wichtige Zahl: Bei 1,50 Euro CPC und einer in lokaler Suche realistischen Conversion-Rate von 4 bis 8 Prozent kostet ein Lead zwischen 19 und 37 Euro. Bei einem 1.000-Euro-Budget kommen also grob 30 bis 50 Leads im Monat zusammen — vorausgesetzt, die Kampagne ist sauber aufgesetzt.

Wo Google Ads stark ist

  • Hohe Kaufabsicht im Moment der Suche. Wer "Schlüsseldienst Wien 1090 Notdienst" tippt, ist Minuten von der Conversion entfernt.
  • Geo-Targeting auf Postleitzahl-Ebene. Ein Friseursalon im 7. Bezirk kann seine Anzeigen sauber auf einen 2-km-Radius eingrenzen.
  • Messbare Attribution. Jeder Klick, jeder Anruf, jede Formularabsendung wird gezählt — entweder direkt oder über Google Analytics.
  • Schnelle Iteration. Eine neue Anzeigenvariante kann morgens live gehen und nachmittags ausgewertet werden.

Wo Google Ads bricht

  • Niedriges Suchvolumen kippt das ganze Modell. Wer eine Kategorie verkauft, nach der niemand sucht — etwa ein neues Beauty-Konzept oder eine spezialisierte B2B-Dienstleistung — findet bei Google keine Nachfrage zum Ernten.
  • Budget-Verbrennung in hochkompetitiven Branchen. In Wien zahlen Versicherungsmakler, PV-Anbieter und Sanierungs-Installateure regelmäßig 6 bis 12 Euro pro Klick. Wer hier nicht mit erstklassigen Landing-Pages und einem getunten Conversion-Trichter arbeitet, kauft teure Klicks ohne Leads.
  • Kein Branding-Effekt zwischen den Suchen. Sobald die Kampagne pausiert, ist die Sichtbarkeit weg. Es gibt keinen Halo-Effekt im Grätzl.
  • Klick-Betrug bleibt ein Thema. Vor allem in lokal-stark-umkämpften Kategorien gibt es Bot-Klicks und Mitbewerber-Klicks. Google filtert vieles, aber nicht alles.
  • Wachsende Abhängigkeit von Smart-Bidding. Das Tagesgeschäft verschiebt sich Richtung Algorithmus-Optimierung; manuelle Kontrolle wird schwieriger.

Was Indoor-DOOH für lokale KMU 2026 leistet

Indoor-DOOH meint Bildschirme an Orten, an denen Menschen länger verweilen — Wartebereiche von Friseur, Optiker, Arzt, Fahrschule, Café, Fitnessstudio. Anders als der klassische Plakat-Out-of-Home zielt Indoor-DOOH nicht auf Vorbeigehende, sondern auf eine sitzende, aufmerksame Zielgruppe mit zehn Minuten bis zu einer Stunde Verweildauer.

Die Kosten in Österreich 2026

Bei Adyoutiser startet eine Buchung ab €2. Das ist das Auftragsminimum, kein Tagespreis — ein Tag reicht. Was ein konkreter Screen kostet, siehst du vorab in der Screens-Übersicht.

Konkret in Wien: Du wählst Screens nach Standort — etwa Mariahilfer Straße 125, Josefstädter Straße 99 oder Franz-Josefs-Bahnhof — und buchst Tage statt Monate. Reichweiten-Prognosen nennen wir hier bewusst nicht; die Ausspielungen siehst du nach dem Start gemessen im Dashboard.

Wo Indoor-DOOH stark ist

  • Hohe Aufmerksamkeit pro Sichtkontakt. Wer wartet, hat Zeit. Ein bewegtes Bild im Sichtfeld wird bemerkt — ohne Feed, ohne Scroll-Konkurrenz.
  • Niedrige Eintrittshürde. Keine Mindestlaufzeit, keine Mediaagentur, kein Briefing-Kreislauf. Spot hochladen, Tage und Screens wählen, fertig.
  • Brand-Safety auf Standort-Ebene. Sie wissen, dass Ihre Anzeige im Wartebereich eines Friseursalons läuft, nicht zwischen Trash-Content. Konkurrenz-Sperren sind Standard.
  • Frequenz-Aufbau im Wiederholungs-Venue. Stammkunden eines Salons sehen Ihre Botschaft alle vier bis sechs Wochen wieder. Klassisches Frequenz-Marketing für lokale Marken.

Wo Indoor-DOOH bricht

  • Direkt-Response innerhalb einer Stunde funktioniert selten. Wer akute Suchanfragen abfangen will, ist mit Google Ads besser bedient.
  • Reichweite hängt vom Venue-Netz ab. Wenn im gewünschten Bezirk nur drei Screens hängen, ist Skalierung nach oben begrenzt.
  • Attribution bleibt schwerer als bei Klick-Kampagnen. Es gibt QR-Codes, Promo-Codes und Pixel-basierte Studien — aber kein 1:1-Tracking wie bei Google.
  • Creative-Qualität entscheidet stärker. Ein schlechter Spot in einem Premium-Venue verbrennt Aufmerksamkeit, statt sie aufzubauen.

Direkter Vergleich auf sieben Dimensionen

Damit Sie nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, hier ein nüchterner Side-by-Side:

DimensionGoogle Ads (lokal)Indoor-DOOH (Adyoutiser-Typ)
EinstiegsbudgetAb ~300 Euro/Monat empfehlenswertAb €2 Auftragsminimum, ein Tag reicht
Realistisches KMU-Budget500–2.000 Euro/Monat + Agentur300–1.500 Euro/Monat
Preis-LogikCPC (€0,50–€3 lokal, €6–€12 kompetitiv)Sendezeit-Anteil pro Screen und Tag
ZielgruppeAktiv suchende PersonenWartende Personen am Mikro-Venue
Werbeabgabe5 % Online-Werbeabgabe (Digitalsteuer) auf österreichischen Traffic5 % klassische Werbeabgabe, befreit unter 10.000 Euro/Jahr je Werbeleister
Time-to-LiveStunden5 Minuten (Player-Screens), innerhalb 24 h (Betreiber-Screens)
Stärkster AnwendungsfallSuchgetriebener BedarfBrand-Building im Grätzl
Schwächster AnwendungsfallNiedriges Suchvolumen, Branding1-Stunden-Direkt-Response

Ein Detail zur Werbeabgabe: Auch wer in Google Ads investiert, zahlt indirekt die seit 2020 geltende österreichische Digitalsteuer, weil Google sie auf österreichischen Traffic abführt — sichtbar oder versteckt im Klickpreis. Im Indoor-DOOH gilt die klassische Werbeabgabe von 5 Prozent, mit der wichtigen Ausnahme: Wenn ein Werbeleister im Veranlagungszeitraum unter 10.000 Euro abgabepflichtige Entgelte bleibt, entfällt die Pflicht (Quelle: BMF.gv.at, WKO Werbeabgabe). Für die meisten Mikro-Venue-Partner und kleine Werbekunden ist das ein Thema, das selten greift, aber im Steuerformular sauber dokumentiert werden sollte.

Drei Beispiel-Szenarien für Wiener KMU

Zahlen alleine entscheiden selten — Situationen tun es. Drei Rechenbeispiele — fiktiv, zur Veranschaulichung, keine Kundenfälle:

Szenario 1: Friseursalon im 8. Bezirk Wien

Ausgangslage: Ein-Mann-Salon, 80 Prozent Stammkunden, will Neukunden im 1-km-Radius gewinnen. Budget: 400 Euro/Monat.

Google Ads: "Friseur Wien 1080" hat moderates Suchvolumen, CPC liegt bei rund 1,80 Euro. Mit 400 Euro kommen ca. 220 Klicks zusammen, davon werden bei sauberer Landing-Page 8 bis 14 zu echten Buchungen — Kosten pro Neukunde 28–50 Euro. Solides Ergebnis, aber kein Branding-Effekt.

Indoor-DOOH: Die Adyoutiser-Screens in der Nähe: Josefstädter Straße 99 (1080) und Mariahilfer Straße 125 (1060). 30 Tage Kampagne, Dauerpräsenz im Grätzl. Wie viele Erstbesuche daraus werden, hängt von Spot und Angebot ab — eine Prognose geben wir nicht ab. Ein eigener Promo-Code im Spot macht es messbar.

Empfehlung: Indoor-DOOH gewinnt für Branding-Aufbau, Google Ads gewinnt für sofortige Buchungen. Optimal: 60/40-Split zugunsten DOOH, weil Stammkundengeschäft längere Lead-Zeit hat.

Szenario 2: Pizzeria in Wien-Leopoldstadt

Ausgangslage: Neueröffnung, kein Markenbekanntheit, will im ersten Halbjahr Reichweite und Bestellungen. Budget: 1.000 Euro/Monat.

Google Ads: "Pizza Lieferung Wien 1020" hat hohes Volumen, aber harten Wettbewerb gegen Lieferando, Mjam und etablierte Restaurants. CPC liegt bei 1,40 bis 2,50 Euro, viele Klicks gehen an Marketplace-Anzeigen darüber. Eigene Direktbestellungen schwierig zu skalieren.

Indoor-DOOH: Screens in der Leopoldstadt: Drive Company in der Großen Mohrengasse (indoor, nahe Karmelitermarkt) und die Piers am Handelskai (outdoor). Spot zeigt USP (z.B. neapolitanische Pizza, eigene Lieferung ohne Plattformaufschlag). Ergebnis-Prognosen nennen wir nicht — ein eigener Bestell-Code im Spot zeigt dir, was ankommt.

Empfehlung: Indoor-DOOH gewinnt klar. Google Ads würde gegen Aggregatoren verlieren. Für die Direkt-Bestellung-Logik ist der Bildschirm im Grätzl direkter als der Klick.

Szenario 3: Versicherungsmakler in Wien

Ausgangslage: Spezialist für Berufsunfähigkeits-Absicherung, Zielgruppe 28–45 Jahre, lokale Beratung. Budget: 1.500 Euro/Monat.

Google Ads: Berufsunfähigkeitsversicherung-Keywords gehören zu den teuersten Klicks in Österreich, regelmäßig 8 bis 14 Euro CPC. Bei 1.500 Euro Budget kommen 130 bis 180 Klicks, davon 3 bis 6 qualifizierte Beratungstermine. Kosten pro Termin: 250–500 Euro.

Indoor-DOOH: Die 5 Wiener Indoor-Screens (Plankengasse, Große Mohrengasse, Mariahilfer Straße, Josefstädter Straße, Franz-Josefs-Bahnhof). Spot fokussiert auf einen Trigger-Moment ("Wenn die nächste Krankenstand-Welle Sie nicht trifft, trifft sie jemanden in Ihrer Familie"). Wie viele Erstgespräche daraus werden, lässt sich vorab nicht seriös beziffern — eine eigene Telefonnummer im Spot macht es messbar.

Empfehlung: Indoor-DOOH kann die kosteneffizientere Lead-Quelle sein, aber Google Ads bleibt notwendig, um aktiv Suchende abzufangen. Optimal: 70/30 zugunsten DOOH.

Wann beide Kanäle zusammen Sinn machen

Die meisten lokalen KMU machen den Fehler, die Frage als Entweder-Oder zu denken. In der Praxis arbeitet ein guter Mix nach einer einfachen Trigger-Logik:

  • Google Ads erntet die Such-Welle. Jemand hat ein konkretes Problem, googelt eine Lösung — Sie sind in dieser Sekunde sichtbar.
  • Indoor-DOOH baut die Ankunfts-Welle auf. Jemand sitzt im Wartebereich, hat zehn Minuten Zeit, hat keinen aktiven Bedarf — aber merkt sich Ihre Marke für den Moment, in dem der Bedarf entsteht.

Ein realistischer Budget-Split für ein KMU mit 1.000 Euro/Monat:

BedarfslageBudgetKanal
Hochkompetitive Suchbegriffe (CPC > 5 Euro)300 EuroGoogle Ads (gezielt, mit Smart-Bidding gedeckelt)
Lokales Branding im 2-km-Radius500 EuroIndoor-DOOH (5–8 Screens, Dauerpräsenz)
Retargeting-Display / Performance-Max200 EuroGoogle Ads

Dieser Mix funktioniert für die meisten österreichischen Mikro-Venue-Branchen, von Salons über Gastronomie bis zu Beratungsdienstleistern. Wer sein Budget vergleichbar planen möchte, kann den DOOH-Rechner als Gegenrechnung nutzen.

Häufige Fragen

Ist Google Ads wirklich teurer als Indoor-DOOH?

Pro Klick ja, pro Sichtkontakt nein. Google Ads kostet pro Klick zwischen 0,50 und 12 Euro. Bei Indoor-DOOH zahlst du für Sendezeit auf einem Screen, nicht pro Klick. Der Vergleich greift aber zu kurz: Ein Google-Klick führt häufiger direkt zur Conversion, ein DOOH-Sichtkontakt baut Aufmerksamkeit auf. Vergleichen Sie auf Lead-Kosten, nicht auf CPM versus CPC.

Kann ich Indoor-DOOH-Erfolg überhaupt messen?

Ja, mit drei Methoden: erstens QR-Codes oder Promo-Codes im Spot, die direkten Antrieb belegen. Zweitens Geolocation-Studien, die Smartphones zwischen DOOH-Exposure und Geschäftsbesuch matchen (DSGVO-relevant, aber technisch verfügbar). Drittens Pre-Post-Vergleiche der Direktanfragen über E-Mail, Telefon und Webseite. Eine 1:1-Attribution wie bei Google Ads gibt es nicht, aber ein sauberes Trend-Lesen mit 20–30 Prozent Toleranz schon.

Welche Branchen sollten Google Ads bevorzugen?

Branchen mit konkretem Such-Trigger und überschaubarem Wettbewerb: Schlüsseldienste, Notdienste, technische Reparaturen, Anwälte für klar definierte Anliegen (Mietrecht, Erbrecht), Ärzte für seltene Fachrichtungen. Wo Menschen googeln, bevor sie agieren, gewinnt Google.

Welche Branchen sollten Indoor-DOOH bevorzugen?

Branchen mit niedrigem Such-Trigger und hohem Wiedererkennungswert: Friseure, Beauty-Salons, Gastronomie, Cafés, Restaurants, lokale Modegeschäfte, Fitnessstudios, lokale Eventveranstalter, Versicherungsmakler, Immobilienmakler. Wo Menschen erst beim wiederholten Sehen entscheiden, gewinnt DOOH.

Wie schnell sehe ich erste Ergebnisse?

Google Ads: erste Klicks in Stunden, erste belastbare Conversion-Daten nach 7–14 Tagen. Indoor-DOOH: erste Sichtkontakte ab Tag 1 nach Spot-Approval, belastbare Marken-Effekte typischerweise nach 4–8 Wochen Dauerpräsenz. Indoor-DOOH ist kein Sprint-Kanal — wer in vier Wochen ROAS-Beweis erwartet, ist auf Google Ads richtig.

Was passiert mit der Werbeabgabe für mein Budget?

Bei Google Ads zahlt Google die Digitalsteuer auf österreichischen Traffic, sichtbar oder in den CPC eingepreist. Bei Indoor-DOOH greift die klassische 5 %-Werbeabgabe, aber nur, wenn der Werbeleister über 10.000 Euro Jahresumsatz mit Werbung liegt. Für Self-Service-Plattformen rechnet der Anbieter das in der Regel im Hintergrund mit (Quelle: WKO Werbeabgabe-Leitfaden).

Lohnt sich Indoor-DOOH unter 200 Euro Monatsbudget?

Als Test ja: Bei Adyoutiser startet eine Buchung ab €2, ein Tag reicht. Für einen nachhaltigen Marken-Effekt ist ein sehr kleines Budget zu dünn. Wenn das Budget so eng ist, ist häufig der bessere Hebel: organische Maßnahmen, Google My Business sauber aufsetzen, Postwurfsendung gezielt (Postwurfsendung vs. Indoor-DOOH vergleicht die Logik direkt).

Was ist mit Facebook und Instagram Ads?

Meta-Plattformen sind ein dritter Kanal, oft sinnvoll, aber außerhalb dieses Vergleichs. Kurzfassung: Social-Media-Ads liegen zwischen Google und DOOH — günstiger im CPM als Google, aber weniger aufmerksamkeitsstark als DOOH, und mit deutlich höherem Targeting-Risiko durch Datenschutzregelungen.

Die nüchterne Empfehlung

Für ein lokales KMU in Österreich 2026 mit 800 bis 1.500 Euro Monatsbudget gilt: Google Ads alleine reicht selten, Indoor-DOOH alleine reicht selten. Der Mix bringt die belastbarsten Ergebnisse — vorausgesetzt, beide Kanäle werden ihre Stärke spielen. Google Ads für die geernteten Suchanfragen, Indoor-DOOH für den Bekanntheits-Sockel im Grätzl.

Wer prüfen will, wie ein Indoor-DOOH-Setup für das eigene Geschäft konkret aussieht, findet in der Screens-Übersicht alle 20 Standorte mit Preisen — 16 in Wien, 3 in Bratislava, 1 in Amstetten.

Am Ende geht es nicht darum, welcher Kanal grundsätzlich besser ist. Es geht darum, welcher Kanal Ihre konkrete Aufgabe besser löst — und das hängt mehr von Ihrer Branche, Ihrem Standort und Ihrer Verweildauer-Logik ab als von der allgemeinen Marktrhetorik.

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Christian Starzengruber
Autor

Christian Starzengruber

Founder, adyoutiser

Schreibt über DOOH-Werbung, Digital Signage und Building in Public bei adyoutiser.

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