DOOH ROI berechnen: 3 realistische Modelle | Adyoutiser | adyoutiser
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ROI-Berechnung für DOOH-Kampagnen: 3 Modelle im Vergleich
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Christian Starzengruber
Autor bei adyoutiser
30. Jänner 2026Zuletzt aktualisiert: 5. Mai 202610 Min. Lesezeit1
DOOH-ROI ist nicht so klar wie Google-Ads-ROI. Drei realistische Modelle, mit denen du die Wirkung deiner Kampagne berechnest — und welches für dich passt.
Ich habe Adyoutiser 2025 in Wien und Bratislava gestartet, weil Bildschirmwerbung keine Agentur brauchen sollte. Wir haben ein Buchungs-Tool gebaut: Bildschirm auf der Karte auswählen, Werbung hochladen, zahlen — live in unter 5 Minuten, ab €2. Wir veröffentlichen unsere Roadmap öffentlich und antworten auf jede E-Mail innerhalb von 24 Stunden.
Was du in 30 Sekunden mitnimmst: DOOH-ROI lässt sich nicht 1:1 wie Google-Ads-ROI berechnen, weil DOOH primär Awareness statt Direct Response liefert. Wir zeigen dir drei seriöse Modelle: das Customer-Acquisition-Cost-Modell, das Brand-Lift-Modell und das Multi-Touch-Attribution-Modell. Jedes hat seinen Use-Case, seine Limits und seinen Datenbedarf.
Warum DOOH-ROI schwieriger ist als Google-ROI
Bei Google Ads ist es einfach: Person sieht Anzeige → klickt → kauft. Du kennst Cost und Revenue auf der Click-ID-Ebene. ROI = (Revenue − Cost) / Cost.
Bei DOOH funktioniert das so nicht. Person sieht Screen → erinnert sich (vielleicht) → sucht Tage später → kauft. Der Klick auf eine Online-Anzeige nach dem DOOH-Kontakt ist meist die letzte Touchpoint, aber nicht die kausale Touchpoint. DOOH-ROI muss daher mit indirekten Modellen geschätzt werden.
Modell 1: Customer Acquisition Cost (CAC)
Der einfachste Ansatz. Du misst über den Kampagnen-Zeitraum, wie viele neue Kunden du gewonnen hast, und teilst die Kampagnen-Kosten dadurch.
Bei einem Customer Lifetime Value (CLV) von €180 macht das einen ROI von 260% — gerechnet über die Kunden-Lebensdauer.
Limits: Saisonalität, Verzerrung durch Wetter/Events. Du brauchst sauberen Baseline-Daten von 3+ Monaten ohne DOOH.
Modell 2: Brand-Lift-basierter ROI
Wenn du eine Brand Lift Study gemacht hast (siehe unser Artikel zu Brand Lift Studies), kannst du den gemessenen Awareness-Lift in geschätztes Geschäft umrechnen.
Beispiel: Kampagne erreicht eine sehr hohe Zahl an Personen. Aided-Awareness-Lift: +8 Prozentpunkte. Branchen-Conversion (Awareness → Käufer): 2%. CLV: €180.
Server-Side Tracking (Google Analytics 4, PostHog) mit Konversionspfad
Idealerweise Geo-Conversions: Sales aus Wien werden zur Wien-DOOH-Kampagne attribuiert
Beispiel: Webshop, 14 Tage Adyoutiser-Kampagne in Wien.
DOOH-Kosten: €1.200
QR-Scans: 340
Web-Sessions mit utm_source=dooh: 290
Conversions: 18, Revenue: €1.620
Direkter ROI = 35%. Aber: Multi-Touch-Attribution gibt zusätzlich 40% des Wien-Webshop-Revenues anteilig DOOH zu (statt nur den 18 direkten Conversions). Damit landet der attribuierte Revenue bei ~€2.800. Echter ROI: 133%.
Limits: QR-Scans sind nur die Spitze. Viele DOOH-induzierte Käufe gehen nie über den QR-Code, sondern über organische Suche Tage später. Mehr zu QR/UTM siehe unser Artikel zu UTM-Tracking.
Konkretes Rechenbeispiel: Welches Modell passt zu dir?
Brand-Größe
Empfohlenes Modell
Datenbedarf
Konkretes Beispiel: Bratislava-Restaurant, 4 Screens, 14 Tage Adyoutiser-Kampagne.
"Wir hatten 500% ROI" — Frage immer: über welchen Zeitraum, mit welchem Attribution-Modell, mit welcher Baseline?
"DOOH bringt 2× den ROI von Online" — Quellenkritik nötig. Häufig sind das Anbieter-Cherry-Picks aus Best-Cases.
"Last-Click-Attribution" als alleinige Methode — DOOH wird systematisch unterbewertet, weil es selten der letzte Touchpoint ist.
Jetzt rechnen
Du kannst dein DOOH-Kampagnen-Setup auf dooh-rechner kalkulieren und die Ist-Kosten mit deinen erwarteten Lift-Zahlen vergleichen. Faustregel: Bei lokalem Geschäft mit hohem CLV reicht ein einstelliger Conversion-Lift aus, um positiven ROI zu erreichen.