DOOH Budget: Wie viel brauchst du wirklich? | Adyoutiser | adyoutiser
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Kampagnen-Budget für DOOH: Wie viel ist genug?
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Christian Starzengruber
Autor bei adyoutiser
28. Jänner 2026Zuletzt aktualisiert: 5. Mai 20269 Min. Lesezeit1
Wie viel Budget brauchst du, damit eine DOOH-Kampagne überhaupt etwas bewirkt? Eine ehrliche Antwort, basierend auf realen Adyoutiser-Daten — von €50-Tests bis zu €5.000-Kampagnen.
Ich habe Adyoutiser 2025 in Wien und Bratislava gestartet, weil Bildschirmwerbung keine Agentur brauchen sollte. Wir haben ein Buchungs-Tool gebaut: Bildschirm auf der Karte auswählen, Werbung hochladen, zahlen — live in unter 5 Minuten, ab €2. Wir veröffentlichen unsere Roadmap öffentlich und antworten auf jede E-Mail innerhalb von 24 Stunden.
Was du in 30 Sekunden mitnimmst: Mindest-Budget für sinnvolle DOOH-Wirkung beginnt bei ~€100 für einen Test (1–2 Screens, 1 Woche). Für solide Awareness-Wirkung in Wien oder Bratislava brauchst du etwa €500–€1.500 über 2–3 Wochen. Größere Brand-Kampagnen mit messbarem Lift starten ab €3.000. Wir zeigen dir, was bei welcher Budget-Stufe technisch möglich ist und wo Diminishing Returns einsetzen.
Die fünf Budget-Stufen für DOOH
Stufe 1: Test (Eurobetrag nicht öffentlich beziffert) — 1–2 Screens, 5–7 Tage, Single-City. Ziel: Du willst sehen, wie das System funktioniert, einen ersten Spot rausgeben, ein Gefühl für die Plattform bekommen. Wirkung: kaum messbar, aber operativ wertvoll.
Stufe 2: Hyperlokal (Eurobetrag nicht öffentlich beziffert) — 2–4 Screens in einem Bezirk, 1–2 Wochen. Ziel: Lokale Sichtbarkeit für ein neues Café, einen Pop-up-Store, ein Event. Wirkung: spürbar im direkten Umfeld, +10–30% Walk-Ins typisch bei kleinem Geschäft.
Stufe 3: Stadt-Awareness (Eurobetrag nicht öffentlich beziffert) — 6–10 Screens stadtweit, 2–3 Wochen. Ziel: Brand-Awareness für eine Marke, die in Wien oder Bratislava bekannt werden will. Wirkung: messbarer Brand-Search-Lift, +15–40% typisch.
Stufe 4: Solid Brand (Eurobetrag nicht öffentlich beziffert) — alle 12 Wien-Screens (oder alle 4 Bratislava + Mix), 4 Wochen. Ziel: Vollumfängliche lokale Brand-Kampagne mit Frequency 4–6. Wirkung: Aided-Awareness-Lift +5–10 pp messbar.
Stufe 5: Multi-City Multi-Month (deutlich höherer Eurobetrag) — komplettes Inventory + Wiederholung. Ziel: Establishierte Marken mit mehreren Touchpoints/Kanälen. Wirkung: Brand Lift Study lohnt sich, Multi-Touch-Attribution sinnvoll.
Konkretes Rechenbeispiel: Was kriegst du für €1.000?
Setup: Wien-Kampagne, mittleres Budget, 14 Tage.
6 Screens × €2/Tag × 14 Tage Inventory = €168
CPM-Anteil bei 25% SOV: ca. ~€700
Werbeabgabe AT 5%: €44
Gesamt: €912
Was passiert in 14 Tagen mit 6 Screens auf 25% SOV?
~30 Sekunden Werbezeit/h × 16h × 14 Tage × 6 Screens = ~40.320 Spot-Sekunden = 4.032 Plays
Effective Reach mit Frequency-Cap: ~50.000 unique Personen mit Avg-Frequency 4
Erwarteter Brand-Search-Lift: +15–25%
Bei lokalem Geschäft mit CLV €120 und 5% Lift-Conversion: ~125 zusätzliche Kunden über 12 Monate → €15.000 Lifetime Revenue → ROI ca. 1.540%
Das ist die Schwelle, ab der DOOH richtig zu rechnen anfängt.
Wie du dein Budget sinnvoll auf Komponenten aufteilst
Faustregel für eine Brand-Kampagne über mehrere Wochen:
Inventory & CPM (DOOH): 70%
Creative-Produktion: 15% (außer du hast schon einen Spot)
Tracking-Setup (UTM, QR, Landingpage): 5%
Reporting/Analyse-Stunden: 10%
Das heißt: Bei einem €2.000-Gesamtbudget gehen ~€1.400 in DOOH selbst, ~€300 in einen kleinen Creative-Refresh, ~€100 in Tracking, ~€200 in Analyse-Zeit nach der Kampagne.
Wann du DOOH-Budget nicht aufstocken solltest
Mehr Budget hilft nicht immer. Diminishing Returns bei DOOH setzen ein, wenn:
Frequency über 7–8 steigt — Werbe-Müdigkeit, Performance flacht ab
Geographische Sättigung erreicht ist — Wenn alle 12 Wien-Screens schon gebucht sind, bringt mehr Budget nur längere Laufzeit, nicht mehr Reach
Saisonal-Müdigkeit eintritt — Eine Kampagne über 8+ Wochen ohne Creative-Wechsel zeigt sinkenden Lift
Lösung: Lieber das Budget auf einen zweiten Standort (z.B. von Wien zusätzlich auf Bratislava) verteilen, oder Creative wechseln nach 4 Wochen.
Was bei kleinen Budgets oft schief geht
Zu viele Screens, zu wenig Frequency — Mit €300 auf 10 Screens hast du Frequency 0,8, also kaum Wirkung. Lieber 3 Screens mit Frequency 3.
Zu kurze Laufzeit — Eine 3-Tage-Kampagne, selbst auf 4 Screens, lässt keine Brand-Wahrnehmung entstehen. Mindestens 7 Tage.
Kein Tracking — Wenn du €500 ausgibst und keine UTM/QR setzt, weißt du am Ende nichts. Tracking-Setup kostet ~€100, lohnt sich immer.
Wien vs. Bratislava: Wo ist dein Geld effizienter?
Faustregel:
Wien: Mehr Inventar (12 Screens), höhere DwellTimes in Premium-Lagen, +5% Werbeabgabe. Effizient bei mittleren bis großen Budgets.
Bratislava: Weniger Inventar (4 Screens), aber keine Werbeabgabe, niedrigere absolute Reach. Effizient bei kleinen lokalen Tests.
Bei einem €500-Budget bekommst du in Bratislava mit 4 Screens × 7 Tagen mehr Frequency pro Person als in Wien mit 4 Screens × 7 Tagen — weil die Bratislava-Bevölkerung kleiner und konzentrierter um die Screens lebt. Mehr dazu: werbung-bratislava-naklady und werbung-wien-kosten.
Jetzt rechnen
Der schnellste Weg, dein Budget zu kalkulieren: Probier verschiedene Setups auf dooh-rechner durch. Du kannst Screens, Tage und SOV variieren und siehst sofort, was du für dein Geld bekommst.