4. Mai 2026Zuletzt aktualisiert: 5. Mai 202610 Min. Lesezeit1
Brand Lift Studies sind das Goldstandard-Tool, um DOOH-Wirkung zu messen. Wie sie funktionieren, was sie kosten, und warum kleinere Brands meist Alternativen brauchen — ehrlich erklärt.
Ich habe Adyoutiser 2025 in Wien und Bratislava gestartet, weil Bildschirmwerbung keine Agentur brauchen sollte. Wir haben ein Buchungs-Tool gebaut: Bildschirm auf der Karte auswählen, Werbung hochladen, zahlen — live in unter 5 Minuten, ab €2. Wir veröffentlichen unsere Roadmap öffentlich und antworten auf jede E-Mail innerhalb von 24 Stunden.
Was du in 30 Sekunden mitnimmst: Brand Lift Studies messen, ob deine Kampagne tatsächlich Marken-Wahrnehmung, Erinnerung oder Kaufabsicht erhöht hat. Sie funktionieren mit Test- vs. Kontrollgruppen-Befragungen. Klassische Studien kosten €5.000–€25.000 — was sie für kleine DOOH-Budgets unrealistisch macht. Hier zeigen wir, wie sie technisch funktionieren und welche Light-Versionen für kleinere Brands realistisch sind.
Was eine Brand Lift Study eigentlich misst
Eine Brand Lift Study versucht, die kausale Wirkung deiner Werbekampagne auf Marken-KPIs zu messen. Typische gemessene Dimensionen:
Aided Awareness — Erinnern sich Befragte an deine Marke, wenn sie die Kategorie hören? ("Welche Cafés in Wien fallen dir ein?")
Unaided Awareness — Spontane Markennennung ohne Hilfe.
Ad Recall — Erinnerung daran, deinen spezifischen Spot gesehen zu haben.
Brand Affinity / Consideration — Würdest du diese Marke in Erwägung ziehen?
Purchase Intent — Wie wahrscheinlich kaufst du in den nächsten 30 Tagen?
Die Methode: Du befragst zwei Gruppen — eine, die deinen Werbespots ausgesetzt war (Test), und eine vergleichbare ohne Exposure (Kontrolle). Der Unterschied der Antworten heißt Lift.
Wie eine professionelle Brand Lift Study technisch abläuft
Schritt 1: Pre-Campaign Baseline. 1–2 Wochen vor Kampagnen-Start wird eine repräsentative Stichprobe (n=300–500) deiner Zielgruppe in der Region befragt — meist via Online-Panel oder Geo-Targeted Smartphone-Befragungen.
Schritt 2: Exposure-Tracking. Während der Kampagne wird via Geo-Daten (anonymisiert) erfasst, welche Smartphone-IDs in Sichtweite deiner Screens waren. Das ist die Test-Gruppe. Vergleichbare Smartphone-IDs in derselben Stadt, aber außerhalb der Screen-Areas, sind die Kontroll-Gruppe.
Schritt 3: Post-Campaign Befragung. Nach Kampagnen-Ende werden beide Gruppen erneut befragt. Differenz = Lift. Statistische Signifikanz wird typischerweise mit Chi-Quadrat oder Welch-T-Test berechnet.
Schritt 4: Interpretation. Ein "guter" Lift in Aided Awareness liegt branchenüblich bei +5–15 Prozentpunkten. Bei Purchase Intent reichen +2–5 Prozentpunkte oft schon, um Wirksamkeit zu belegen.
Was eine Brand Lift Study kostet
Realistische Preise (DACH-Markt 2026):
Klassische Studie via Marktforschungs-Institut: €15.000–€25.000 für eine vollumfängliche Studie mit n=500/500 und Geo-Exposure-Tracking.
Mid-Range via spezialisierte DOOH-Anbieter: €5.000–€10.000 mit kleineren Sample-Sizes (n=200/200) und vereinfachten Fragenkatalogen.
DIY-Light via Surveys-Tools: €500–€2.000, wenn du selbst eine Online-Panel-Befragung über Anbieter wie Cint, Pollfish oder typeform mit eigener Geo-Targeting-Logik durchführst.
Die ehrliche Zahl: Bei einer Kampagne unter €5.000 lohnt sich eine professionelle Brand Lift Study finanziell nicht. Du würdest mehr für die Messung als für die Werbung selbst zahlen.
Konkretes Rechenbeispiel: Lohnt sich eine Brand Lift Study?
Szenario: Wiener Boutique, 14 Tage Kampagne, 6 Adyoutiser-Screens.
Inventory: 6 × €2/Tag × 14 Tage = €168
CPM: ~€800
Werbeabgabe: ~€48
Kampagnen-Total: ~€1.016
Eine Mid-Range Brand Lift Study (Eurobetrag nicht öffentlich beziffert) wäre 5× das Kampagnen-Budget. Macht keinen Sinn.
Bessere Alternative für diese Größe:
Eigene Mini-Befragung über Instagram-Story-Polls (Eurobetrag nicht öffentlich beziffert)
Pre/Post Vergleich der Google-Suche nach Markennamen (Kosten: €0, via Google Trends)
UTM-getrackter QR-Code auf dem Spot (Kosten: €0, gibt direkten Klick-Lift)
Mehr zu QR-Tracking findest du in unserem Artikel zu UTM-Parametern.
Wann sich eine professionelle Studie wirklich lohnt
Kampagnen-Budget >€20.000 über mehrere Monate
Du brauchst die Studie als Stakeholder-Argument intern oder gegenüber Investoren
Du planst Multi-Channel-Spend und willst DOOH gegen TV/Online benchmarken
Du hast einen Wiederholungs-Use-Case (jährliche Kampagnen, bei denen Methodik gleich bleibt)
Für alle anderen: Light-Methoden + Plattform-Reporting reichen.
Was wir bei Adyoutiser anbieten
Wir messen NICHT selbst Brand Lift — das wäre Selbst-Bewertung. Was wir liefern:
Wenn du eine externe Brand Lift Study machen willst, leiten wir dir gerne die Geo-Exposure-Daten aus dem Dashboard weiter (Screen-Standort, Spielzeiten). Mehr Begriffe im dooh-glossar.
Jetzt rechnen
Bevor du in eine Brand Lift Study investierst: Stell sicher, dass deine Kampagnen-Größe es überhaupt rechtfertigt. Auf dooh-rechner kannst du dein Kampagnen-Budget kalkulieren — Faustregel: Erst ab ca. 5× dem Studien-Preis lohnt sich die Studie.