Zwei Abgaben, je 5 %: Die Werbeabgabe trifft Print, Radio, TV und Screens, die Digitalsteuer Online-Werbung großer Konzerne. Wer zahlt was, und was heißt das für dein Budget?
Kurz gesagt: In Österreich gibt es zwei Abgaben auf Werbung, beide mit 5 %. Die Werbeabgabe trifft Print, Radio, Fernsehen und Werbung auf Flächen und Räumen, also auch Bildschirmwerbung. Die Digitalsteuer trifft Online-Werbung, aber nur Konzerne mit mindestens €750 Mio. Umsatz weltweit und €25 Mio. Online-Werbeumsatz in Österreich. Beide schließen sich aus: Was der Werbeabgabe unterliegt, fällt nicht unter die Digitalsteuer.
Du vergleichst Instagram, Google und einen Screen ums Eck und fragst dich, warum auf manchen Rechnungen 5 % extra stehen und auf anderen nicht. Hier steht, welche Abgabe wofür gilt, wer sie schuldet und was sie für dein Budget bedeutet. Stand: Oktober 2026. Das ist keine Steuerberatung.
Welche Abgaben gibt es auf Werbung in Österreich?
| Werbeabgabe | Digitalsteuer | |
|---|---|---|
| Satz | 5 % | 5 % |
| Gesetz | Werbeabgabegesetz 2000 | Digitalsteuergesetz 2020 |
| Gilt für | Druckwerke, Hörfunk und Fernsehen, Duldung der Benützung von Flächen und Räumen | Online-Werbung, etwa Banner- und Suchmaschinenwerbung |
| Schuldet | der Werbeleister, etwa das Medium | der Online-Werbeleister |
| Schwelle | befreit, wenn die abgabepflichtigen Entgelte unter €10.000 im Wirtschaftsjahr liegen | erst ab €750 Mio. Umsatz weltweit und €25 Mio. Online-Werbeumsatz im Inland |
| Quelle | WKO | Unternehmensserviceportal |
Bemessungsgrundlage der Werbeabgabe ist das Netto-Entgelt für die Werbeleistung, ohne Produktions- und Gestaltungskosten. Abzuführen ist sie bis zum 15. des zweitfolgenden Monats, die Jahreserklärung folgt bis 31. März.
Fällt auf Instagram- und Google-Werbung Werbeabgabe an?
Nein. Die WKO schreibt ausdrücklich, dass für E-Mail-Werbung, Bannerwerbung, Wort- und Bildanzeigen oder Videoclips im Internet keine Werbeabgabe besteht. Für Online-Werbung gibt es stattdessen seit 1. Jänner 2020 die Digitalsteuer.
Die Digitalsteuer zahlt nicht der Werbekunde, sondern der Online-Werbeleister. Weitergeben darf er sie trotzdem. Google hat 2020 angekündigt, Werbekunden für in Österreich ausgespielte Anzeigen 5 % auf die Rechnung aufzuschlagen (futurezone). Ob und wie ein Anbieter das heute tut, steht auf deiner Rechnung. Schau dort nach, bevor du Kanäle vergleichst.
Fällt auf Bildschirmwerbung Werbeabgabe an?
Ja, in Österreich. Werbung auf einem Screen im öffentlichen Raum ist keine Online-Werbung, sie läuft auf einer Fläche. Bei adyoutiser betrifft das alle österreichischen Screens, also Wien und Amstetten. Die Preise sind netto zzgl. 5 % Werbeabgabe. Im Warenkorb steht sie als eigene Zeile, der Endpreis enthält sie. Die Umsatzsteuer kommt danach dazu.
Für die drei Screens in Bratislava gilt das nicht. Die Slowakei kennt keine Werbeabgabe nach österreichischem Muster, dort kommt nur die Umsatzsteuer dazu.
Mehr zur Werbeabgabe auf Screens: DOOH-Werbeabgabe in Österreich. Wie die Abgabe allgemein funktioniert, steht in Werbeabgabe in Österreich: Wann & wie zahlt man die 5 %?.
Was heißt das für dein Budget?
Beide Abgaben machen 5 % aus, wenn sie an dich weitergegeben werden. Ein Rechenbeispiel mit €100 netto Mediabudget:
| Screen in Wien | Online-Anzeige mit 5 % Aufschlag | |
|---|---|---|
| Netto-Budget | €100,00 | €100,00 |
| Abgabe | Werbeabgabe 5 % = €5,00 | Digitalsteuer-Aufschlag 5 % = €5,00 |
| Summe vor USt | €105,00 | €105,00 |
Der Unterschied liegt also selten in der Abgabe. Er liegt darin, was du für die €100 bekommst. Online zahlst du für Klicks oder Einblendungen in einer Auktion, der Preis schwankt. Auf einem Screen zahlst du einen festen Tagespreis für einen Anteil an der Sendezeit an einem Ort, den du kennst. Bei adyoutiser geht das ab €2 pro Auftrag, ein Tag reicht. Alle Tagespreise je Screen: /de-AT/screens. Den Vergleich der Kanäle findest du unter DOOH vs. Online-Werbung.
Kann ich die Werbeabgabe absetzen?
Werbeausgaben sind in der Regel Betriebsausgaben, die Werbeabgabe auf deiner Rechnung gehört dazu. Wie du das verbuchst, steht in Steuerliche Absetzbarkeit von DOOH-Werbung. Im Zweifel klärt das deine Steuerberatung.
Häufige Fragen
Fällt auf Online-Werbung in Österreich Werbeabgabe an?
Nein. Laut WKO besteht für E-Mail-Werbung, Bannerwerbung, Wort- und Bildanzeigen oder Videoclips im Internet keine Werbeabgabe. Für Online-Werbung großer Konzerne gilt stattdessen die Digitalsteuer von 5 %.
Wer zahlt die Digitalsteuer?
Steuerschuldner ist der Online-Werbeleister, und nur ab €750 Mio. Umsatz weltweit und €25 Mio. Online-Werbeumsatz in Österreich. Er kann die Kosten aber an Werbekunden weitergeben. Google hat das 2020 mit einem Aufschlag von 5 % angekündigt.
Wie hoch ist die Werbeabgabe 2026?
5 % vom Netto-Entgelt der Werbeleistung. Der Satz ist seit dem Werbeabgabegesetz 2000 unverändert. Werbeleistungen sind ganz befreit, wenn die abgabepflichtigen Entgelte des Werbeleisters unter €10.000 im Wirtschaftsjahr liegen.
Fällt auf Werbung auf Bildschirmen Werbeabgabe an?
In Österreich ja, Bildschirmwerbung läuft auf einer Fläche und nicht im Internet. Bei adyoutiser sind die Preise netto zzgl. 5 % Werbeabgabe, im Warenkorb als eigene Zeile ausgewiesen. Der Endpreis enthält sie.
Gibt es in der Slowakei eine Werbeabgabe?
Eine Werbeabgabe nach österreichischem Muster gibt es dort nicht. Auf die Screens in Bratislava kommt bei adyoutiser nur die Umsatzsteuer dazu.
Sind Werbeabgabe und Digitalsteuer doppelt fällig?
Nein. Werbeleistungen, die der Werbeabgabe unterliegen, sind von der Digitalsteuer ausgenommen. Eine Leistung trägt also höchstens eine der beiden.
Ist die Werbeabgabe als Betriebsausgabe absetzbar?
Werbeausgaben sind in der Regel Betriebsausgaben, und die Werbeabgabe auf deiner Rechnung ist Teil davon. Die Details klärt deine Steuerberatung.

Christian Starzengruber
Gründer & CEO Adyoutiser
Schreibt über DOOH-Werbung, Digital Signage und Building in Public bei adyoutiser.
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