Der perfekte DOOH-Content: Design-Tipps für digitale Werbe-Screens
CS
Christian Starzengruber
Autor bei adyoutiser
27. April 2026Zuletzt aktualisiert: 11. Mai 20266 Min. Lesezeit201
Praktische Design-Tipps für digitale Außenwerbung: Formate, Schriftgrößen, Farben, Animationen und CTAs. So gestaltet man Content, der auf DOOH-Screens funktioniert.
Ich habe Adyoutiser 2025 in Wien und Bratislava gestartet, weil Bildschirmwerbung keine Agentur brauchen sollte. Wir haben ein Buchungs-Tool gebaut: Bildschirm auf der Karte auswählen, Werbung hochladen, zahlen — live in unter 5 Minuten, ab €2. Wir veröffentlichen unsere Roadmap öffentlich und antworten auf jede E-Mail innerhalb von 24 Stunden.
Warum guter Content auf DOOH-Screens anders funktioniert
Ein Werbemotiv, das auf Instagram funktioniert, versagt auf einem digitalen Außenwerbungs-Screen oft komplett. Warum? Weil die Rahmenbedingungen grundlegend verschieden sind. Auf einem Smartphone scrollt der Nutzer bewusst durch Inhalte und entscheidet sich aktiv, etwas anzusehen. Bei einem DOOH-Screen hat der Passant 3 bis 7 Sekunden, während er vorbeigeht. Die Entfernung beträgt 2 bis 15 Meter. Das Tageslicht konkurriert mit dem Display. Und es gibt keinen Ton.
Wer über adyoutiser digitale Screens bucht, will natürlich, dass sein Content wirkt. Dieser Praxisguide zeigt, wie man Werbemittel gestaltet, die auf digitalen Außenwerbescreens tatsächlich funktionieren -- mit konkreten Tipps zu Formaten, Schrift, Farben, Animationen und CTAs.
Die richtigen Formate: 9:16 vs. 16:9
Hochformat (9:16 / Portrait)
Die Mehrheit der DOOH-Screens in Fußgängerzonen und Innenstädten ist im Hochformat. Das hat praktische Gründe: Hochformat-Screens sind schmaler und passen besser auf Gehwege und in enge Stadtbereiche. Auf adyoutiser sieht man bei jedem Screen das verfügbare Format vor der Buchung.
Empfohlene Auflösung: 1080 x 1920 Pixel (Full HD Hochformat)
Gestaltungstipps für 9:16:
Headline im oberen Drittel -- das wird zuerst wahrgenommen
Bild/Visual im mittleren Bereich -- der Eyecatcher
CTA und Kontaktinfo im unteren Drittel -- nach dem Blickfang
Vertikale Leserichtung nutzen, nicht gegen sie arbeiten
Querformat (16:9 / Landscape)
Screens im Querformat findet man häufig an Verkehrsstraßen, in Einkaufszentren oder an Gebäudefassaden. Hier hat man mehr horizontalen Platz, was sich für Split-Layouts eignet.
Empfohlene Auflösung: 1920 x 1080 Pixel (Full HD Querformat)
Gestaltungstipps für 16:9:
Links das Visual, rechts der Text -- westliches Leserichtung
Oder: Vollflächiges Bild mit Text-Overlay
Mehr Platz für horizontale Elemente wie Produktreihen oder Preisvergleiche
Profi-Tipp
Auf adyoutiser wird das erforderliche Format bei der Screen-Auswahl angezeigt. Wer Content für mehrere Screens erstellt, sollte sowohl ein 9:16- als auch ein 16:9-Motiv vorbereiten. Tools wie Canva bieten Templates für beide Formate.
Schriftgrößen: Die 3-Sekunden-Regel
Die wichtigste Regel für DOOH-Content: Wenn man die Headline nicht in 3 Sekunden lesen kann, ist die Schrift zu klein. Hier sind Richtwerte:
Schriftart-Empfehlungen:
Sans-Serif-Fonts funktionieren am besten: Inter, Helvetica, Arial, Montserrat
Keine Schreibschriften oder Display-Fonts für die Headline
Fett (Bold) für Headlines verwenden, nicht Light oder Thin
Großbuchstaben sparsam einsetzen -- sie wirken aggressiv und sind schwerer zu lesen
Farben und Kontrast: Kampf gegen das Tageslicht
Digitale Screens stehen oft im Freien und konkurrieren mit Sonnenlicht. Was auf dem Laptop-Bildschirm gut aussieht, kann draußen unsichtbar sein.
Farb-Regeln für DOOH
Maximaler Kontrast: Weiße Schrift auf dunklem Hintergrund oder dunkle Schrift auf hellem Hintergrund. Nie mittelgrau auf mittelgrau
Sättigte Farben: Kräftige, gesättigte Farben sind aus der Distanz sichtbar. Pastelltöne verschwinden
Warme Farben ziehen Blicke an: Rot, Orange und Gelb haben mehr Aufmerksamkeitswirkung als Blau oder Grün
Markenfarben konsequent einsetzen: Wiedererkennbarkeit ist auf einem flüchtigen Medium besonders wichtig
Die häufigsten Farbfehler
Zu wenig Kontrast zwischen Text und Hintergrund
Transparenzen, die bei Sonnenlicht nicht mehr erkennbar sind
Zu viele Farben auf einem Motiv (maximal 3 Hauptfarben)
Blau auf Schwarz oder Rot auf Grün (schwer zu lesen)
Animation und Video: Bewegung mit Maß
Wann Animation sinnvoll ist
Bewegte Inhalte ziehen mehr Aufmerksamkeit als statische Bilder -- das ist wissenschaftlich belegt. Doch bei DOOH gibt es Einschränkungen:
Maximale Dauer: Auf adyoutiser beträgt ein Slot typischerweise 10-15 Sekunden. Der Content muss in diese Zeit passen
Kein Ton: DOOH-Screens sind in der Regel stumm. Kein Voice-Over, keine Musik. Die Message muss visuell funktionieren
Keine schnellen Schnitte: Passanten brauchen Zeit, den Content zu erfassen. Hektische Übergänge verwirren
Effektive Animationstechniken
Sanfte Texteinblendungen: Text, der Zeile für Zeile erscheint, lenkt den Blick
Produktanimation: Ein Produkt, das sich langsam dreht, hält die Aufmerksamkeit
Farbwechsel: Ein subtiler Hintergrundwechsel signalisiert "Hier passiert etwas"
Countdown: "Noch 3 Tage bis zur Eröffnung" mit laufender Anzeige
Wann statische Bilder besser sind
Für einfache Botschaften (Tagesmenü, Kontaktdaten, Markenbekanntheit) reichen statische Bilder völlig aus. Sie sind einfacher zu erstellen, funktionieren unabhängig davon, wann der Passant hinschaut, und lassen sich schneller auf adyoutiser hochladen.
CTA-Platzierung: Was soll der Betrachter tun?
Jedes DOOH-Motiv braucht einen klaren Call-to-Action. Doch anders als bei digitaler Werbung kann der Betrachter nicht klicken. Der CTA muss also eine physische oder mentale Handlung auslösen.
Effektive CTAs für DOOH
Standort-basiert: "150 Meter links", "Direkt um die Ecke", "Erdgeschoss"
QR-Code: Verlinkt auf Website, Speisekarte, Buchungsseite. Groß genug, um aus 2-3 Meter Entfernung gescannt zu werden
Zeitdruck: "Nur heute", "Diese Woche -20%", "Solange der Vorrat reicht"
Im unteren Drittel bei Hochformat-Screens (nach Headline und Visual)
Rechts unten bei Querformat-Screens
Mindestens 15 Prozent der Gesamtfläche für den CTA-Bereich reservieren
Kontrastfarbe für den CTA verwenden -- er muss sich vom Rest abheben
Content-Erstellung ohne Designer
Nicht jeder hat Zugang zu einem Grafiker. Glücklicherweise gibt es 2026 zahlreiche Tools, die auch Nicht-Designern professionelle DOOH-Motive ermöglichen:
Canva: Bietet spezifische Templates für digitale Screens. Kostenlose Version reicht für Basisdesigns
Adobe Express: Ähnlich wie Canva, mit Adobe-Qualität
KI-Tools: Midjourney, DALL-E und vergleichbare Tools können in Sekunden Motive generieren
Smartphone-Fotos: Ein hochwertiges Foto (Food, Produkt, Immobilie) plus Text in Canva = fertiges Motiv
Auf adyoutiser lädt man einfach das fertige Bild oder Video hoch. Die Plattform prüft automatisch, ob das Format passt.
Häufig gestellte Fragen
Welches Format brauche ich für adyoutiser?
Das hängt vom gebuchten Screen ab. Die meisten Screens in Wien nutzen 9:16 (Hochformat, 1080 x 1920 px) oder 16:9 (Querformat, 1920 x 1080 px). Das genaue Format wird bei der Buchung auf adyoutiser.com angezeigt.
Kann ich Videos auf DOOH-Screens abspielen?
Ja, adyoutiser unterstützt sowohl Bilder als auch Videos. Videos sollten maximal 10-15 Sekunden lang sein und ohne Ton funktionieren. Untertitel oder Text-Overlays sind empfohlen.
Was kostet die Content-Erstellung?
Wer selbst gestaltet (z. B. mit Canva), ist der Content kostenlos. Professionelle Designs kosten je nach Anbieter 50-200 Euro. Die Buchung auf adyoutiser selbst startet ab 2 Euro pro Slot pro Tag -- der Content-Upload ist inkludiert.
Wie oft sollte ich meinen Content wechseln?
Für saisonale Angebote oder Events: bei jedem Wechsel. Für Markenbekanntheit: alle 2-4 Wochen ein neues Motiv, um "Blindheit" zu vermeiden. Über adyoutiser kann man den Content jederzeit aktualisieren.
Fazit: Guter Content ist der halbe Erfolg
Die beste Screen-Platzierung nützt nichts, wenn der Content nicht funktioniert. Wer die Regeln dieses Guides befolgt -- klare Hierarchie, große Schrift, starker Kontrast, einfache Botschaft, klarer CTA -- holt das Maximum aus seiner DOOH-Kampagne auf adyoutiser heraus. Die gute Nachricht: Man muss kein Designer sein. Mit den richtigen Tools und diesen Grundregeln kann jeder Content erstellen, der auf digitalen Screens wirkt.
Element
Mindestgröße (bei Full HD)
Warum
Headline
80-120 pt
Muss aus 5-10 Meter Entfernung lesbar sein
Subline
50-70 pt
Unterstützt die Headline
Body Text
36-48 pt
Nur für kurze Zusatzinfos
CTA
60-80 pt
Muss sofort auffallen
Kontaktdaten
36-48 pt
URL, Telefon, QR-Code
Telefonnummer: Für lokale Dienstleister oft der direkteste Weg