Video vs Statisch im DOOH: Welches Asset wirkt besser? | adyoutiser | adyoutiser
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Video oder Statisch? Welches DOOH-Asset wirkt besser
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Christian Starzengruber
Autor bei adyoutiser
17. April 2026Zuletzt aktualisiert: 5. Mai 20266 Min. Lesezeit1
Video oder Standbild auf DOOH-Screens? Wir vergleichen Performance, Produktionsaufwand, Kosten und CTR-Effekt — mit konkreten Zahlen aus 10-sekuendigen Slots auf adyoutiser-Screens.
Ich habe Adyoutiser 2025 in Wien und Bratislava gestartet, weil Bildschirmwerbung keine Agentur brauchen sollte. Wir haben ein Buchungs-Tool gebaut: Bildschirm auf der Karte auswählen, Werbung hochladen, zahlen — live in unter 5 Minuten, ab €2. Wir veröffentlichen unsere Roadmap öffentlich und antworten auf jede E-Mail innerhalb von 24 Stunden.
Was du in 30 Sekunden mitnimmst: Video gewinnt bei Aufmerksamkeit (1-2s mehr Verweildauer), Statisch gewinnt bei Botschafts-Klarheit. Beide haben 10 Sekunden Slot. Statisch produzierst du in 30 Min, Video in 4-8 Stunden. Wenn du beides nicht hast, nimm Statisch — schlechtes Video ist schlechter als gutes Standbild.
Die Video-vs-Statisch-Debatte zerstoert mehr Werbebudgets als sie loesst. Weil die meisten Werbetreibenden glauben, Video sei automatisch besser. Es ist nicht. Hier kommt der ehrliche Vergleich.
Aufmerksamkeit: Video gewinnt knapp
Bewegung zieht das Auge. Punkt. Wenn jemand in einem Cafe sitzt und am Screen vorbeischaut, faengt eine Bewegung den Blick eher ein als ein Standbild. Das ist Biologie, nicht Marketing.
Aber: der Vorsprung ist klein. In unseren internen Tests (Wien-Standorte, Maerz 2026) bringen Video-Slots im Schnitt 1.2-1.8 Sekunden mehr Sichtkontakt-Zeit pro Spot. Bei 10 Sekunden Spot-Laenge ist das 12-18% mehr Engagement.
Der Haken: schlecht produziertes Video saugt sofort. Wackelnde Kamera, unscharfes Logo, zu schnelle Schnitte = die Leute schauen weg, schneller als bei einem mittelmaessigen Standbild.
Botschafts-Klarheit: Statisch gewinnt deutlich
DOOH ist Drive-by-Werbung. Niemand bleibt 10 Sekunden vor deinem Screen stehen, niemand schaut sich deinen Spot zweimal an. Du hast eine Chance, deine Botschaft zu landen.
Statische Assets sind hier strukturell besser:
Headline immer lesbar, vom ersten bis zum letzten Frame
Logo bleibt sichtbar, niemand blickt weg waehrend du es zeigst
Call-to-Action persistent
Keine "Storyarc-Verschwendung" — du hast kein Drama-Arc, du hast eine Botschaft
Wenn deine Botschaft "Sale 30% bis Sonntag" ist, brauchst du kein Video. Punkt aus.
Vergleichstabelle: Video vs Statisch
(Quelle: interne Auswertung adyoutiser, Maerz 2026, n=180 Spots in Wien)
Wann Video
Du hast eine echte Story (Produkt-Demo, Vorher-Nachher, Bewegung des Produkts)
Du hast Budget oder Stock-Footage in guter Qualitaet
Dein Brand braucht Atmosphaere (Hospitality, Reise, Mode)
Du willst den Spot mehrere Wochen laufen lassen — Amortisation
Der unterschaetzte Mittelweg: Standbild mit dezenter Animation. Logo das hereinfliegt, ein einziger Camera-Push, ein parallax-Hintergrund. Tools wie Canva Pro oder After Effects exportieren das in unter 30 Min.
Vorteile:
Bewegung zieht den Blick (Video-Vorteil)
Botschaft persistent (Statisch-Vorteil)
Produktion: 1-2 Stunden statt 8
Dateigroesse: 8-15 MB statt 30-50 MB
Fuer 70% der DOOH-Kampagnen ist das die richtige Wahl. Klingt langweilig, ist aber so.
Sound-off ist Pflicht
Egal was du machst — du machst es ohne Ton. DOOH-Screens haben keine Lautsprecher, oder die Umgebungs-Geraeuschkulisse uebertoent sie. Wenn dein Video einen Voiceover braucht, ist es kein DOOH-Asset, sondern ein YouTube-Video. Untertitel sind Pflicht, wenn gesprochen wird.
Test-Empfehlung: starte statisch
Wenn du noch nie DOOH gemacht hast, starte mit 2-3 statischen Varianten. Buche eine Woche, schau dir die Performance an (Impressions vs Conversions, falls du UTM-getrackte Landing Page hast). Erst dann investierst du in Video.