Ehrlich gerechnet: Was ein Bildschirm im Laden, Café oder Studio bringt, wovon es abhängt — und warum dir niemand seriös eine Monatssumme nennen kann.
Kurz gesagt: Ein Bildschirm im Geschäft bringt kein müheloses passives Einkommen, aber einen realistischen Nebenverdienst. Die Rechnung: Tagespreis deines Screens × dein Anteil × gebuchte Tage. Deinen Anteil am Netto-Werbeerlös vereinbaren wir je Screen bei der Aufnahme. Du behältst die Markenkontrolle, ausgezahlt wird 5 Tage nach Kampagnenende per Gutschrift. Dein eigener Fernseher läuft gratis mit unserer Software.
Was "passives Einkommen" hier wirklich heißt
Lass uns die romantische Vorstellung gleich kassieren: Ein Bildschirm an der Wand verdient nicht im Schlaf Geld, während du nichts tust. Was du bekommst, ist ein Nebenverdienst aus einer Fläche, die du sowieso hast — die Wand neben der Kasse, das Eck im Wartebereich, der Platz hinter der Theke. Der Aufwand ist gering, aber nicht null: einmal aufhängen, einmal koppeln, dann läuft es weitgehend von selbst.
Der Unterschied zu echtem passiven Einkommen ist ehrlich: Dein Verdienst hängt direkt daran, wie viele Leute an deinem Screen vorbeigehen. Ein Café mit 800 Gästen am Tag verdient mehr als ein Büro-Empfang mit 30 Besuchern. Kein Trick, keine Hochrechnung — nur Laufkundschaft mal Werbenachfrage.
Die ehrliche Rechnung — ohne Monatssumme
Eine Monatssumme nennen wir dir nicht, weil sie niemand im Voraus kennt. Die Rechnung lautet: Tagespreis deines Screens × dein Anteil × gebuchte Tage. Wovon das abhängt:
- Frequenz: Wie viele Leute sehen deinen Screen? Ein ruhiger Laden verkauft sich schwerer als ein volles Café.
- Wartezeit davor: Ein Screen an der Kasse oder im Wartebereich verkauft sich besser als einer im Durchgang.
- Nachfrage: Wie oft Werbekunden deinen Screen buchen — das schwankt mit Lage und Saison.
Du bekommst einen Anteil am Netto-Werbeerlös jeder Buchung auf deinem Bildschirm. Den Satz vereinbaren wir je Screen bei der Aufnahme. Steht kein Inserent dahinter, verdienst du in dem Zeitfenster nichts — das ist der ehrliche Teil. Aber du zahlst auch nichts drauf: Strom für einen Bildschirm liegt im Cent-Bereich pro Tag.
Willst du grob abschätzen, was eine Buchung auf einer Fläche wie deiner kostet und damit, wie viel hängenbleibt, rechne es im DOOH-Rechner durch.
Wie das Geld zu dir kommt
Die Mechanik ist simpel und das ist Absicht. Werbetreibende buchen Anzeigen ab €2 — das ist die Mindestbuchung pro Kampagne, kein Tagespreis. Läuft die Anzeige auf deinem Screen, wird automatisch dein Anteil berechnet. Ausgezahlt wird 5 Tage nach Kampagnenende per Gutschrift, in Euro, direkt auf dein Konto.
Kein Inkasso, keine Rechnungen an Werbekunden, kein Quartalsgespräch mit jemandem im Quarter-Zip. Die Plattform übernimmt Buchung, Abrechnung und Zahlung — du stellst die Fläche und die Aufmerksamkeit deiner Gäste.
Wichtig für Österreich: Auf Werbeumsätze fällt 5 % Werbeabgabe an, die automatisch berechnet und eingerechnet ist. Du musst dich darum nicht selbst kümmern. Details dazu stehen in DOOH & Werbeabgabe in Österreich.
Du behältst die Kontrolle über deine Wand
Die größte Angst vorab: "Was, wenn da Werbung läuft, die nicht zu mir passt?" Berechtigt. Deshalb gilt: gebuchte Anzeigen bekommen maximal 75 % der Bildschirmzeit (der Standard-Werbeanteil), den Rest steuerst du. Du kannst eigene Inhalte einblenden (Speisekarte, Angebote, Öffnungszeiten). Deine eigene Branche ist automatisch gesperrt, damit kein direkter Konkurrent bei dir wirbt; weitere Branchen sperren wir für deinen Screen, sobald du sie uns nennst.
Jede eingereichte Anzeige prüft zuerst eine KI; unklare Fälle sieht sich ein Mensch an. Abgelehnte Motive bekommen einen klaren Grund und können kostenlos neu hochgeladen werden. Passt dir trotzdem etwas nicht, sag es uns. Deine Marke, deine Regeln.
Wo das funktioniert — und wo (noch) nicht
Ehrlichkeit zur Reichweite: adyoutiser ist aktuell live in Wien, Bratislava und Amstetten (NÖ), nicht österreichweit. Das Netz umfasst 20 Screens (16 Wien · 3 Bratislava · 1 Amstetten) — etwa am Franz-Josefs-Kai nahe Schwedenplatz und am Donaupier am Handelskai (Pier 01–09 und 12). Neue Partner suchen wir in Wien, Niederösterreich und Bratislava. Welche Flächen genau dabei sind, siehst du unter Screens.
Als Betreiber in Wien, Niederösterreich oder Bratislava bist du also früh dran. Das heißt weniger garantierte Buchungen heute, aber du bist Teil eines wachsenden Netzes statt Nummer 4.000 in einem fertigen Konzern-Inventar.
Lohnt es sich für dich? Eine ehrliche Checkliste
Rechne es nicht schön. Es lohnt sich eher, wenn du diese Punkte abhaken kannst:
- Hast du echte Laufkundschaft? Unter 100 Personen am Tag bleibt es Trinkgeld-Niveau.
- Hast du eine sichtbare Wand? Eine Fläche, die Gäste beim Warten oder Anstehen ohnehin ansehen.
- Bringst du einen Bildschirm mit? Dein eigener Fernseher oder Monitor läuft gratis mit unserer Software — kein Vertrag über Gerätemiete. Optional gibt es einen Linux-Player für €249 netto.
- Bist du okay mit Schwankungen? Manche Monate sind stärker, manche schwächer. Das ist kein Festgehalt.
Wenn du dreimal Ja sagst, ist es ein vernünftiger Zusatz. Eine ausführlichere Gegenüberstellung findest du unter mit Bildschirm im Geschäft Geld verdienen.
So startest du
Der Einstieg ist bewusst kurz gehalten. Du registrierst dich als Partner, koppelst deinen Bildschirm, hinterlegst deine Stripe-Auszahlungsdaten — fertig. Ab dann läuft Werbung auf deinem Screen, sobald sie gebucht wird, und dein Anteil landet automatisch auf deinem Konto.
Die vollständigen Details, der Setup-Ablauf und die Auszahlungslogik stehen auf der Partner-Seite. Wer zuerst rechnen will, was eine typische Fläche an Werbeumsatz erzeugt, nutzt den DOOH-Rechner.
Häufige Fragen
Wie viel kann ich mit einem Bildschirm im Geschäft wirklich verdienen?
Eine seriöse Monatssumme kann dir niemand nennen. Die Rechnung lautet: Tagespreis deines Screens × dein Anteil × gebuchte Tage. Deinen Anteil am Netto-Werbeerlös vereinbaren wir je Screen bei der Aufnahme. Ohne Buchungen verdienst du in dem Zeitraum nichts, zahlst aber auch nichts drauf außer minimalem Stromverbrauch.
Ist das wirklich passives Einkommen?
Nicht im strengen Sinn. Du verdienst aus einer Fläche, die du ohnehin hast, mit minimalem Aufwand nach dem Aufhängen. Aber der Verdienst hängt direkt an deiner Frequenz und an der Werbenachfrage — es ist ein Nebenverdienst, kein selbstfahrender Geldautomat.
Muss ich den Bildschirm selbst kaufen?
Ja, den Bildschirm bringst du mit. Ein normaler Fernseher oder Monitor reicht, unsere Software läuft darauf gratis. Optional gibt es einen Linux-Player für €249 netto. Du musst keinen Gerätevertrag abschließen und keine monatliche Mietgebühr für Hardware zahlen.
Kann ich entscheiden, welche Werbung läuft?
Ja. Gebuchte Anzeigen bekommen maximal 75 % der Bildschirmzeit, den Rest füllst du mit eigenen Inhalten. Eine KI prüft jede Anzeige, unklare Fälle sieht sich ein Mensch an. Deine eigene Branche ist automatisch gesperrt, weitere sperren wir für deinen Screen, sobald du sie uns nennst.
Wann und wie werde ich ausgezahlt?
Ausgezahlt wird 5 Tage nach Kampagnenende per Gutschrift, in Euro, direkt auf dein Konto. Dein Anteil wird je Buchung automatisch berechnet — ohne dass du Rechnungen an Werbekunden schreiben musst.
Muss ich mich um Steuern und Werbeabgabe kümmern?
In Österreich fällt auf Werbeumsätze 5 % Werbeabgabe an. Die wird automatisch berechnet und ist eingerechnet, du musst sie nicht selbst abführen. In der Slowakei fällt keine Werbeabgabe an. Deine eigene Einkommensbesteuerung des Zusatzverdienstes regelst du wie üblich mit deiner Buchhaltung.
Funktioniert das auch außerhalb von Wien und Bratislava?
Aktuell ist adyoutiser in Wien, Bratislava und Amstetten (NÖ) live. Partner suchen wir in Wien, Niederösterreich und Bratislava. Du kannst dich früher registrieren, aber garantierte Buchungen gibt es erst, wenn in deiner Region genug Werbenachfrage da ist.
Was, wenn ein Monat schlecht läuft?
Dann verdienst du weniger — es gibt kein Festgehalt. Werbeumsatz schwankt mit Nachfrage und Jahreszeit. Dafür hast du keine laufenden Kosten außer Strom und kein Risiko: leere Werbezeit kostet dich nichts, sie bringt nur in dem Zeitfenster nichts ein.

Christian Starzengruber
Schreibt über DOOH-Werbung, Digital Signage und Building in Public bei adyoutiser.
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