DOOH Audience Targeting ohne Cookies erklärt | Adyoutiser | adyoutiser
Industry Insights
Audience Targeting bei DOOH ohne Cookies: Wie ortsbasierte Zielgruppen wirklich funktionieren
CS
Christian Starzengruber
Autor bei adyoutiser
23. Februar 2026Zuletzt aktualisiert: 5. Mai 20267 Min. Lesezeit1
DOOH lebt von Standort und Tageszeit – nicht von Cookies. Wir erklären, wie Audience-Targeting bei Außenwerbung wirklich funktioniert, welche Daten DSGVO-konform sind und wie Adyoutiser Zielgruppen über echte Standortprofile findet.
Ich habe Adyoutiser 2025 in Wien und Bratislava gestartet, weil Bildschirmwerbung keine Agentur brauchen sollte. Wir haben ein Buchungs-Tool gebaut: Bildschirm auf der Karte auswählen, Werbung hochladen, zahlen — live in unter 5 Minuten, ab €2. Wir veröffentlichen unsere Roadmap öffentlich und antworten auf jede E-Mail innerhalb von 24 Stunden.
Was du in 30 Sekunden mitnimmst: DOOH-Targeting läuft über Standort, Tageszeit, Wochentag und Wetter – nicht über Mobile-IDs oder Cookies. Bei Adyoutiser hat jeder der 16 Screens (12 Wien, 4 Bratislava) ein dokumentiertes Audience-Profil basierend auf realen Standortdaten. Voll DSGVO-konform, kein Tracking, keine Cookies.
Warum DOOH-Targeting anders funktioniert
In der Online-Werbung basiert Targeting auf Cookies, Mobile-IDs und Browser-Fingerprints. Du kennst es: Du suchst nach Schuhen, drei Tage später folgen dir die Schuhe quer durchs Internet. Mit dem End-of-Cookies (Chrome komplett 2026), DSGVO-Beschränkungen und ATT bei iOS bricht dieses Modell zunehmend zusammen.
DOOH war von Anfang an cookieless. Targeting läuft über:
Wetter – Regen, Sonne, Hitze (kontextuell relevante Werbung)
Events – Konzerte, Sportveranstaltungen, Messen in der Nähe
Keine personenbezogenen Daten, kein Tracking, kein Re-Targeting einzelner Personen. Stattdessen: Wer bewegt sich typischerweise zu welcher Zeit an welchem Standort?
Wie wir Audience-Profile bei Adyoutiser bauen
Jeder unserer 16 Screens hat ein dokumentiertes Audience-Profil. Beispiele:
Die Daten basieren auf:
Frequenzmessungen (Personenzählung in der Nähe)
Standortprofilen (was passiert hier ökonomisch und sozial?)
Lokales Geschäft? Nimm die 1-2 Screens, die im Einzugsgebiet liegen. Beispiel: Cafe im 2. Bezirk → Karmeliterviertel-Screen + Schwedenplatz für Spillover. Reichweite: einige tausend Sichtkontakte pro Tag, Frequenz hoch über 4 Wochen.
2. Touristische Zielgruppe
Hotel, Stadtführung, Restaurant für Gäste? Innere-Stadt-Screens und Schwedenplatz. Aktivierung 10-22 Uhr, eventuell mehrsprachig (DE/EN). Höhere CPMs, aber qualifizierte Zielgruppe.
3. B2B / Office-Worker
Software, Consulting, Coworking? Innere Stadt + Bratislava Zentrum, Werktags 8-10 + 12-14 + 17-19 Uhr. Vermeidet Wochenenden, fokussiert Pendlerzeiten.
Checkliste: Targeting-Setup vor der Buchung
Was ist meine Zielgruppe geografisch? Bezirk, Stadtteil, Pendlerstrecke?
Wann sind die unterwegs? Werktags 8-10 oder Wochenende 14-20?
Wettersensitiv? Eiscafé bei 30°C – ja. Versicherung – egal.
Eventbezug? Konzert, Messe, Fußballspiel in der Nähe?
Sprache? DE/EN/SK – Touristen oder Lokale?
Im DOOH-Rechner kannst du Screens nach Bezirk filtern und siehst sofort die Audience-Profile.
DSGVO-Konformität: Was rechtlich passt
Der unterschätzte Vorteil von DOOH: Keine personenbezogenen Daten verarbeitet. Du brauchst:
Keine Consent-Banner für die Werbeschaltung
Kein Tracking-Cookie-Setup
Keine Auftragsdatenverarbeitung mit DOOH-Anbietern
Keine Rechenschaftspflicht über individuelle Targeting-Profile
Was du brauchst: Werbeabgabegesetz 2000 beachten – in Österreich kommen 5% Werbeabgabe auf alle Außenwerbung. In der Slowakei (Bratislava) entfällt das. Wir weisen die Werbeabgabe bei jeder Buchung transparent aus.
Targeting-Mythen, die wir aufräumen
Mythos 1: "DOOH ist Schrotflinte ohne Targeting." Falsch. Standort + Tageszeit + Wochentag liefert oft präzisere Zielgruppen als Online-Audiences.
Mythos 2: "Du brauchst Mobile-Daten für DOOH-Audiences." Hilft, ist aber nicht zwingend. Strukturelle Standortdaten reichen oft. Wir nutzen Mobile-Daten als Aggregat zur Validierung, nicht zur Personenadressierung.
Mythos 3: "Ohne Cookies kann man nicht messen." Doch. Bei DOOH läuft Messung über Heartbeat-Daten der Screens (was lief wann auf welchem Display) und Frequenzschätzungen pro Standort.