Anti-Framen-Manifesto: Wie wir Geld bei Partnern lassen | Adyoutiser | adyoutiser
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Anti-Framen-Manifesto: Wie wir Geld bei Partnern lassen
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Christian Starzengruber
Autor v adyoutiser
2. mája 2026Naposledy aktualizované: 5. mája 20269 min čítania6
Die meisten DOOH-Anbieter „framen" Standorte: lange Verträge, kleine Provisionen, intransparente Auszahlungen. Wir machen das Gegenteil. Hier ist warum.
Ich habe Adyoutiser 2025 in Wien und Bratislava gestartet, weil Bildschirmwerbung keine Agentur brauchen sollte. Wir haben ein Buchungs-Tool gebaut: Bildschirm auf der Karte auswählen, Werbung hochladen, zahlen — live in unter 5 Minuten, ab €2. Wir veröffentlichen unsere Roadmap öffentlich und antworten auf jede E-Mail innerhalb von 24 Stunden.
Was du in 30 Sekunden mitnimmst: „Framen" ist die DOOH-Praxis, Partner mit langen Verträgen einzusperren und nur 5-15 % vom Umsatz weiterzugeben. Wir lehnen das ab. Bei uns: 25-50 % Partnerbeteiligung, keine Mindestlaufzeit, automatische Auszahlung via Stripe. Dieser Artikel erklärt, warum der alte DOOH-Markt kaputt ist — und wie wir es anders machen.
Wir sind eine kleine Plattform mit 16 aktiven Bildschirmen in Wien und Bratislava. Wir können nicht durch schiere Größe gewinnen. Wir können nur durch Vertrauen gewinnen. Deshalb ist unser ganzes Geschäftsmodell darauf ausgelegt, Geld bei den Leuten zu lassen, die das Inventar besitzen — nicht es zu zentralisieren.
Das ist kein Marketing. Das ist Mathematik.
Was „Framen" eigentlich bedeutet
In der DOOH-Industrie hat sich ein Muster etabliert, das wir „Framen" nennen. Es funktioniert so:
Anbieter nimmt Kontakt auf mit dem Café-Besitzer und verspricht „passives Einkommen"
36-Monats-Vertrag mit automatischer Verlängerung
Hardware-Subvention, dafür aber Eigentumsrechte beim Anbieter
5-15 % Provision vom Bruttoumsatz, oft erst nach internen Abzügen
Quartalsweise Auszahlung, manchmal jährlich
über tatsächliche Kampagnenpreise oder Auslastung
Der Café-Besitzer hat einen Bildschirm, der Werbung spielt, sieht aber praktisch nichts vom Geld. Die meisten Partner verdienen 30-80 € pro Monat — bei einem Inventar, das tatsächlich 500-2000 € pro Monat generiert.
Das ist nicht illegal. Es ist nur unfair.
Unsere Zahlen, transparent
Wir teilen jeden Euro nach klaren Regeln:
Werbekunde zahlt: 100 % des Buchungspreises
Stripe-Gebühren: ca. 2,9 % + 0,30 € pro Transaktion
Adyoutiser-Anteil: 50-75 % (typisch 60-65 % nach Stripe)
Partner-Anteil: 25-50 % (verhandelbar je nach Standort-Qualität)
Promoter-Anteil: 5 % bei Promoter-vermittelten Kunden
Unsere Marge zahlt: KI-Moderation, Plattform-Hosting, Stripe Connect-Setup, Hardware-Support, Kampagnen-Management, Rechtliches. Wir leben gut, aber wir werden nicht reich auf Kosten unserer Partner.
Beispielrechnung: warum 50 % nicht „verschwenderisch" ist
Angenommen ein Café-Bildschirm generiert 1.500 € Bruttoumsatz pro Monat:
Stripe-Gebühren: ~50 €
Verbleibend: 1.450 €
Bei 50 % Partner-Share: 725 € an den Café-Besitzer, 725 € an Adyoutiser
Die alte DOOH-Welt würde sagen: „Adyoutiser sollte 1.275 € behalten und nur 175 € an den Partner geben, das ist Standard." Wir sagen: Nein. Der Partner stellt den Standort, das WLAN, den Strom, die Sichtbarkeit. Ohne den Standort ist das Inventar wertlos. 50 % ist fair.
Die typische Spannweite ist 25-50 %, weil nicht jeder Standort gleich wertvoll ist. Premium-Standorte (Bahnhöfe, Top-Innenstadt) bekommen 40-50 %. Standard-Cafés bekommen 25-35 %. Aber jeder Standort sieht den genauen Prozentsatz im Vertrag, und es gibt keine versteckten Abzüge.
Die 5 Anti-Framen-Regeln
Wir haben 5 harte Regeln, die wir niemals brechen:
Keine Mindestlaufzeit. Ein Partner kann jederzeit mit 30 Tagen Frist kündigen.
Keine Hardware-Subvention mit Eigentumsklausel. Hardware gehört dem Partner.
Automatische Auszahlung. Stripe Connect zahlt einen Tag nach Kampagnenende. Kein manueller Antrag.
Keine Klauseln, die wir selber nicht akzeptieren würden. Wenn wir es bei einem anderen Anbieter unterschreiben würden, ist es ok. Wenn nicht, ist es raus.
Promoter-Programm: dasselbe Prinzip
Das Anti-Framen-Prinzip gilt nicht nur für Partner mit Bildschirmen, sondern auch für Promoter, die uns Werbekunden vermitteln. 5 % recurring auf den Lifetime-Umsatz jedes vermittelten Kunden, automatisch über Stripe Connect ausgezahlt. Keine Cookie-Tracking-Spielchen, keine 30-Tage-Attribution-Cliffs. Wer einen Kunden bringt, verdient solange der Kunde Geld bringt.
Checkliste: Wie erkennst du einen Anti-Framen-Anbieter?
Vertrag ohne Mindestlaufzeit oder mit max. 30 Tagen Frist
Automatische Auszahlung (Stripe Connect oder gleichwertig)
Hardware bleibt im Eigentum des Partners
Keine versteckten Abzüge oder „Service-Gebühren"
Klare Aufstellung aller Werbekunden im Dashboard
Wenn ein Anbieter weniger als 4 dieser Punkte erfüllt, läuft du Gefahr geframt zu werden.
Warum machen wir das öffentlich?
Weil der DOOH-Markt im Wandel ist. Programmatic-Ad-Tech kommt, KI-Moderation wird Standard, und kleine Plattformen wie unsere haben eine Chance — wenn wir Vertrauen aufbauen. Mit Lügen und Verstecken funktioniert das nicht.
Wir bauen Adyoutiser öffentlich auf. Unsere Zahlen, unsere Verträge, unsere Roadmap, unsere Fehler. Das ist anstrengender als „nur" verkaufen, aber es ist die einzige Strategie, die für eine kleine Plattform funktioniert.
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